Raucher aufgepasst! Wer Zigarettenkippen auf Boden wirft, wird in Berlin bald stärker zur Kasse gebeten

Berlin - Wer achtlos Zigarettenkippen auf Bürgersteig oder Straße wirft, wird in Berlin demnächst deutlich stärker zur Kasse gebeten - wenn er dabei erwischt wird.

Wer achtlos Zigarettenkippen auf Bürgersteig oder Straße wirft, wird in Berlin demnächst deutlich stärker zur Kasse gebeten. (Symbolbild)
Wer achtlos Zigarettenkippen auf Bürgersteig oder Straße wirft, wird in Berlin demnächst deutlich stärker zur Kasse gebeten. (Symbolbild)  © 123RF/bernd schmidt

Nach dem neuen Bußgeldkatalog, den der Senat am Dienstag auf den Weg brachte, werden für so "entsorgte" Kippen, Kaugummis oder Einwegbecher künftig bis zu 120 Euro Bußgeld fällig.

Hundekot auf dem Bürgersteig kann bis zu 300 Euro kosten, in Grünanlagen sogar bis zu 1500 Euro.

Nach den Worten von Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) soll von den erhöhten und berlinweit vereinheitlichten Bußgeldern "Signalwirkung" gegen unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum ausgehen.

Ob das gelingt, ist indes fraglich: "Man kann nur ahnden, wenn man den Verursacher kennt und ihm die Tat nachweisen kann", hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Bezirksämtern. Das sei schwierig. Denn wenn ein uniformierter Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Nähe sei, werfe in der Regel niemand offensichtlich seinen Müll auf die Straße.

Bisher sind die Bußgelder von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich, jedoch deutlich geringer als nun geplant. Die neuen Regeln werden voraussichtlich erst im kommenden Jahr in Kraft treten. Zuvor werden die Bezirke dazu noch gehört.

Nach den Worten von Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) soll von den erhöhten und berlinweit vereinheitlichten Bußgeldern "Signalwirkung" gegen unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum ausgehen.
Nach den Worten von Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) soll von den erhöhten und berlinweit vereinheitlichten Bußgeldern "Signalwirkung" gegen unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum ausgehen.  © DPA/jörg

Titelfoto: 123RF/bernd schmidt

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