Raupeninvasion! Anwohner in Gera bekommen Ausweichquartiere

Gera - Nach dem massenhaften Auftreten von bis zu fünf Zentimeter langen Schwammspinner-Raupen in Gera-Liebschwitz hat die Kommune betroffenen Anwohnern Ausweichquartiere angeboten.

Raupen des Schwammspinners nachdem sie geschlüpft sind.
Raupen des Schwammspinners nachdem sie geschlüpft sind.  © DPA

Die Raupeninvasion habe vor etwa zehn Tagen begonnen, sagte Stadtsprecherin Melanie Siebelist am Freitag. Ob Betroffene von dem Angebot Gebrauch gemacht haben, konnte sie jedoch nicht sagen.

Am Tag zuvor hatte sich Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) selbst einen Eindruck vor Ort verschafft.

Dabei hätten ihm viele Anwohner beschrieben, dass ihnen der Ekel schwer zu schaffen mache, ständig von hunderten Raupen umgeben zu sein.

Sie könnten die Fenster nicht lange öffnen, weil die Raupen dann ins Haus gelangten. In den Gärten würden sie Pflanzen kahl fressen.

Ebenfalls am Freitag begann die Feuerwehr damit, den Anwohnern der Salzstraße, auf die sich die Raupeninvasion konzentriert, Fliegengitter anzubieten.

Am Montag will die Stadt mit Vertretern des Forstamts Weida und des Thüringer Landesamts für Landwirtschaft darüber beraten, wie mit der Plage umgegangen werden kann.

"Zum Termin soll besprochen werden, ob und wie der Bevölkerung kurzfristig geholfen werden kann und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die nächste Generation Raupen in diesem Ausmaß zu vermeiden", erklärte der Fachdienstleiter für Umwelt, Konrad Nickschick.

Der Schwammspinner legt seine Eier in einer schwammartigen Masse ab - daher auch sein Name.
Der Schwammspinner legt seine Eier in einer schwammartigen Masse ab - daher auch sein Name.  © DPA

Titelfoto: DPA

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