Grausam! Erstach 34-Jähriger den neuen Freund der Ex mit Bajonett?

Ravensburg - Weil er den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin ermordet haben soll, muss sich ein 34-Jähriger von Dienstag (8.30 Uhr) an vor dem Landgericht Ravensburg verantworten.

Der Angeklagte soll nach der Bluttat geflüchtet, schließlich von der Polizei gefasst worden sein. (Fotomontage/Symbolbild)
Der Angeklagte soll nach der Bluttat geflüchtet, schließlich von der Polizei gefasst worden sein. (Fotomontage/Symbolbild)  © Montage: dpa, Aleksandr Davydov/123rf

Der Angeklagte soll sein Opfer im Januar 2019 mit einem Bajonett angegriffen und aus Hass getötet haben, wie es vom Gericht hieß.

Ein Bajonett ist eine Stichwaffe, die meist in Form einer Stahlklinge am Lauf von Gewehren befestigt wird.

Nach der Tat sei der 34-Jährige mit dem Auto Richtung Autobahn geflüchtet, hieß es von der Behörde weiter. Die Polizei nahm den betrunkenen Mann auf der Auffahrt bei Wangen fest.

Für den Prozess sind derzeit sechs Verhandlungstage bis Ende August angesetzt.

UPDATE: 14 Uhr

Hate Angeklagter Filmriss?

Am Dienstag beginnt der Prozess vor dem Landgericht Ravensburg. (Archivbild)
Am Dienstag beginnt der Prozess vor dem Landgericht Ravensburg. (Archivbild)

Beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Ravensburg kann sich der Angeklagte nach eigenen Angaben an nichts erinnern. Er habe vor der Tat Alkohol getrunken und dann einen Filmriss gehabt, sagte der 34-Jährige am Dienstag.

"Ich kann nur sagen, dass es mir sehr leid tut. Ich weiß nicht, was passiert ist." Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor - als Motiv vermutet die Anklagebehörde Eifersucht. Der 34-Jährige habe seine Ex-Partnerin als seinen Besitz angesehen und sein Opfer heimtückisch und aus Hass ermordet.

Der 34-Jährige macht beim Prozessauftakt zwar umfangreiche Angaben zu seiner Biografie und zur Beziehung zu seiner Ex-Freundin, mit der er auch einen gemeinsamen Sohn hat. Knapp vier Stunden lang dauert die Befragung - doch zum Teil sind die Erzählungen des 34-Jährigen so ungenau und widersprüchlich, dass der Vorsitzende Richter immer wieder nachfragen muss.

Das Verhältnis zu der Frau sei schwierig gewesen, es habe oft Streit gegeben, sagt der Angeklagte. Vor allem die Monate vor der Tat schildert er als ständiges Auf und Ab – seine Partnerin sei mal mit ihm, mal mit dem späteren Opfer zusammen gewesen, zwischendurch seien die Beziehungen auch parallel verlaufen.

Am Vorabend der Tat habe die Frau eigentlich mit seinem Kontrahenten Schluss gemacht, sagt der 34-Jährige. Doch bereits einen Tag später habe sich die Situation wieder gedreht. Daraufhin habe er sich betrunken und dadurch keine Erinnerung mehr an das weitere Geschehen.

Er sei erst später wieder zu sich gekommen, mit Blut an den Händen. Vor Gericht gibt er an, die Verantwortung für die Tat auf sich nehmen zu wollen - zugleich behauptet er jedoch, Opfer der Lügen von anderen zu sein. Was genau er damit meint, bleibt auch auf mehrfache Nachfrage des Richters unklar.

Titelfoto: Montage: dpa, Aleksandr Davydov/123rf

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