Messerattacke in Ravensburg: Ein Deutscher unter den Opfern, Asylbewerber (19) festgenommen

Ravensburg - Nach dem Messerangriff in der Ravensburger Innenstadt am Freitagabend geht es dem lebensgefährlich verletzten Opfer besser.

Polizisten ermitteln am Tatort in Ravensburg.
Polizisten ermitteln am Tatort in Ravensburg.  © Felix Kästle/dpa

Es befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr, teilte die Polizei per Twitter am Samstag mit.

Nach dem Messerangriff mit drei Verletzten am Freitagnachmittag (TAG24 berichtete) sucht die Polizei nach dem Motiv des Täters. Festgenommen wurde ein 19 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan.

Bei den Opfern handelt es sich um zwei junge syrische Asylbewerber (19, 20) und einen 52-jährigen Deutschen. Die Polizei untersucht nun den genauen Hergang der Taten. Das Motiv des Täters ist weiterhin unbekannt.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Täter zunächst auf zwei Passanten an einer Bushaltestelle auf dem Marienplatz eingestochen haben und anschließend 50 Meter entfernt auf ein weiteres Opfer.

Der baden-württembergische Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) hat die Menschen nach der Messerattacke in der Innenstadt von Ravensburg zum Zusammenhalt aufgerufen: "Wir lassen uns nicht von Menschen auseinander dividieren, die diese furchtbare Tat nun für politische Zwecke missbrauchen und Hass und Häme über all jene ausschütten, die für Zusammenhalt in dieser Stadt standen und stehen." Er appellierte: "Lasst uns jetzt zusammenstehen."

Lucha weiter: "Es ist selbstverständlich, dass der Täter mit allen in einem Rechtsstaat zur Verfügung stehenden Mitteln zur Rechenschaft gezogen werden wird. Gleichzeitig werden wir gerade jetzt nicht nachlassen, unsere Integrationsbemühungen in dieser Stadt und darüber hinaus fortzusetzen."

Titelfoto: Felix Kästle/dpa


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