Schlag gegen Scheinehen! Riesen-Razzia mit 550 Beamten in Deutschland

Leipzig - Mit mehr als 500 Beamten ist die Bundespolizei in vier Bundesländern am Mittwochmorgen gegen bandenmäßige Scheinehen vorgegangen.

Die Verdächtige sollen Scheinehen mit europäischen Frauen vermittelt haben. (Symbolbild)
Die Verdächtige sollen Scheinehen mit europäischen Frauen vermittelt haben. (Symbolbild)  © Tino Plunert

Wie ein Sprecher sagte, werden in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern mehr als 30 Objekte durchsucht.

Es handele sich um rund 60 Verdächtige. Schwerpunkt der Aktion ist der Raum Leipzig. Bei den Ermittlungen geht es den Angaben zufolge um die Vermittlung und Organisation von Scheinehen mit europäischen Frauen.

Bereits im Mai wurden vierzehn Personen in Leipzig bei Razzien festgestellt, die in Verdacht stehen, sich unerlaubt in Deutschland aufzuhalten.

Rund 550 Beamte sind aktuell im Einsatz. Zunächst hatte der MDR über den Einsatz berichtet.

Update, 12.06 Uhr:

Wie die Bundespolizei am Mittwochmittag mitteilte, gingen die Beamten im Auftrag der Staatsanwaltschaft am Mittwoch gegen eine Bande von mehr als 60 Beschuldigten vor, die durch die Vermittlung und Organisation von Scheinehen zahlreiche Menschen nach Deutschland eingeschleust und dadurch hohe kriminelle Erträge erwirtschaftet haben soll.

Es wurden 39 Objekte in Sachsen, Bayern, Thüringen, Rheinland-Pfalz durchsucht und umfangreiche Beweismittel gefunden. 30 Objekte wurden alleine in Leipzig inspiziert, weitere in Altenburg, Ludwigshafen am Rhein, Günzburg, Neufahrn bei Freising und Pfeffenhausen.

Der Bande wird vorgeworfen, indische und pakistanische Staatsangehörige durch gefälschte Dokumente, die die Eheschließung mit EU-Bürger bestätigen, die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland ermöglicht zu haben. Für die Schleusungen wurden pro Person zwischen 15.000 Euro und 22.000 Euro verlangt.

28 Personen wurden vorläufig festgenommen.

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