Großfamilie im Visier: 200 Ermittler bei Razzia in Norddeutschland!

Lüneburg - Mehr als 200 Ermittler durchsuchen seit Mittwochmorgen insgesamt 13 Gebäude in Norddeutschland. Es besteht der Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs.

Polizisten sind bei einer Razzia im niedersächsischen Wriedel im Einsatz.
Polizisten sind bei einer Razzia im niedersächsischen Wriedel im Einsatz.  © DPA

Einer polnisch-stämmigen Großfamilie werde Sozialleistungsbetrug, Urkundenfälschung und Menschenhandel vorgeworfen. Unter anderem gibt es Durchsuchungen in Wriedel im Kreis Uelzen, Waddeweitz im Kreis Lüchow-Dannenberg und Hamburg, teilte die Polizei mit.

Polizeihunde, Vermögensermittler und Dokumentenprüfer seien ebenfalls im Einsatz.

Auch in Schleswig-Holstein seien Beamte zu Durchsuchungen gerufen worden. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hatte die Razzia beantragt.

Die Durchsuchungsmaßnahmen dauern derzeit an. Erste Ergebnisse sollen noch im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.

Mehr als 200 Ermittler durchsuchten seit Mittwochmorgen 13 Gebäude in Norddeutschland.
Mehr als 200 Ermittler durchsuchten seit Mittwochmorgen 13 Gebäude in Norddeutschland.  © DPA

Update, 13.33 Uhr

Wie die Polizei am Mittag mitteilte, seien bei dem Einsatz umfangreiche Beweismaterialien, Unterlagen sowie Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände sichergestellt worden.

In einem Bankschließfach konnten mehr als 20.000 Euro Bargeld, Personaldokumente und sonstige Urkunden gesichert werden.

Im Zuge der Durchsuchungen wurden in den betroffenen Wohnkomplexen außerdem drei polnische Staatsbürger angetroffen, bei denen die Möglichkeit bestehe, dass sie von den Beschuldigten als Arbeitskräfte ausgebeutet wurden.

Titelfoto: DPA

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