Großrazzia gegen Scheinehen-Mafia

Leipzig - Behördenübergreifende Polizei-Razzia gegen Scheinehen in Leipzig mit 60 Einsatzkräften! Die Ermittler wollen dabei auch einer Bande das Handwerk legen, die mit Schleusungen von Ausländern dick abkassiert.

Schon im Juni fand eine Behörden-übergreifende Großrazzia in Sachsen statt, um das illegale Geschäft mit Scheinehen zu stoppen.
Schon im Juni fand eine Behörden-übergreifende Großrazzia in Sachsen statt, um das illegale Geschäft mit Scheinehen zu stoppen.  © Bundespolizei

Fünf Objekte wurden durchsucht, dabei Handys und Unterlagen beschlagnahmt. Im Fokus der Ermittler stehen acht Beschuldigte, die sich selbst oder anderen durch das Eingehen von Scheinehen Aufenthalt verschafft haben sollen. In zwei Fällen sollen die Verdächtigen Scheinehen gewerbsmäßig organisiert und damit die Schleusung von Ausländern ermöglicht haben, teilte die Bundespolizei mit.

"Die Gewinnspanne ist enorm", so Polizeioberrat Markus Pfau. Die Bande soll pro Geschleustem zwischen 15 .000 und 22. 000 Euro verlangt haben. Zum "Service" gehört sogar die Begleitung zu Behördengängen nach der Einreise. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt seit 2017.

Schon im Juni fand eine Großrazzia statt (TAG24 berichtete). Oft sollen bulgarische oder rumänische Ehefrauen beteiligt sein, die mittels verfälschten zypriotischen und dänischen Ehe-Urkunden Männern aus Pakistan und Indien die Einreise ermöglichen.

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