Großeinsatz der Polizei in Sachsen: 5 Festnahmen!

145 Beamte waren an der Razzia beteiligt.
145 Beamte waren an der Razzia beteiligt.

Riesa – Großrazzia in Sachsen! 145 Polizeibeamte durchsuchen seit den frühen Morgenstunden in Riesa, Meißen, Oschatz und Leipzig Wohnungen und Garagen. Dabei wurden fünf Beschuldigte festgenommen.

Hintergrund des Einsatzes sind Ermittlungsverfahren gegen eine Riesaer Gruppierung. Die vier Männer (24, 27, 28, 28) und eine Frau (23) müssen sich unter anderem wegen Bandendiebstahls, gewerbsmäßigen Betruges, zahlreicher Eigentums- und Gewaltdelikte sowie Verstöße gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Derzeit werden dem Quintett über 200 Straftaten, die im Zeitraum 2014 und 2015 begangen wurden, vorgeworfen.

Die fünf Tatverdächtigen werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

"Die Einsatzkräfte stellten unter anderem eine Vielzahl gefälschter Ausweise und Führerscheine, Laminiergeräte und Scanner zur Herstellung der Fälschungen sowie Diebesgut sicher", so Polizeisprecher Thomas Geithner.

Neben Wohnungen wurden auch Garagen durchsucht.
Neben Wohnungen wurden auch Garagen durchsucht.

Die Beschuldigten sollen Mithilfe von Personendaten, die über das Internet zugänglich waren, Personalausweise und Bankkarten gefälscht haben.

Polizeisprecher Geithner: "Damit sollen Quads, Motorräder und Pkws angemietet worden sein. Zudem sollen in Elektronikmärkten eingekauft und mit dem Abschließen von Kreditverträgen Bargeld erlangt worden sein."

Die Fahrzeuge sollen zur Begehung weiterer Straftaten, insbesondere für Einbruchsdiebstähle genutzt worden sein. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, bundesweit in Büros und Geschäfte eingebrochen zu sein.

Sie hatten es dabei vor allem auf Tresore, Bargeld und Dokumente abgesehen. Die Polizei konnte bereits mehrere der genutzten Fahrzeuge sicherstellen. Dabei fanden die Beamten Waffen (z. B. Schreckschusspistolen, Springmesser oder Macheten) in den zurückgelassenen Fahrzeugen.

Eine Gesamtschadenssumme lässt sich derzeit nicht abschätzen.

Fotos: Sebastian Schultz


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