Nach Groß-Razzia in Berlin: Linksautonome drohen Polizisten mit Rache

Berlin - Rund 560 schwer bewaffnete Polizisten haben am Donnerstag Wohnungen in Berlin, unter anderem auch in der Rigaer Straße, durchsucht. Vier Verdächtige - drei Männer (23, 25, 25 Jahre alt) sowie eine 25-jährige Frau seien angetroffen und überprüft worden. Der Grund: Ein Überfall auf einen Späti in Berlin-Kreuzberg (TAG24 berichtete).

Rund 560 Polizisten durchsuchten am Donnerstagmorgen mehrere Wohnhäuser in Friedrichshain, Neukölln und Kreuzberg.
Rund 560 Polizisten durchsuchten am Donnerstagmorgen mehrere Wohnhäuser in Friedrichshain, Neukölln und Kreuzberg.  © DPA

Nach der Groß-Razzia droht nun Rache. Auf der Autonomen-Plattform "Indymedia" rufen Linksautonome zu Gewalt gegen Polizisten auf. Zudem drohen sie auch dem Anwalt des Hauseigentümers. So heißt es laut B.Z. in dem Schreiben: "Sie alle sollten sich demnächst zweimal umdrehen!"

Wie die B.Z. berichtet, werden Beamte in einem internen LKA-Schreiben vor Übergriffen gewarnt. So sollen sie ihre Dienst- und Privatfahrzeuge vor jeder Fahrt überprüfen. Das LKA rechnet in den nächsten Tagen mit Brandanschlägen und Sachbeschädigungen.

Innensenator Andreas Geisel (52, SPD) betonte schon am Donnerstag, es gebe keinen politischen Hintergrund der Durchsuchungen. "Es gab eine Straftat und die wird verfolgt", sagte ein Sprecher des Senators der dpa. "In der Rigaer Straße 94 zu wohnen, schützt nicht vor Strafverfolgung."

Der Späti-Verkäufer in der Reichenberger Straße sei im Mai von mehreren Personen angegriffen, geschlagen und getreten worden, weil er laut Polizei einer Frau ein Paket nicht aushändigen konnte. Die Angreifer zerstörten demnach auch die Einrichtung und flüchteten.

Auch das SEK war bei der Groß-Razzia in der Rigaer Straße dabei.
Auch das SEK war bei der Groß-Razzia in der Rigaer Straße dabei.  © DPA

Titelfoto: DPA

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