Polizei startet Razzia gegen mutmaßlichen Schleuserring

Bad Liebenstein - Seit den Morgenstunden des Donnerstags, läuft in Bad Liebenstein in Thüringen eine Razzia gegen eine chinesische Geschäftsfrau.

Seit den Morgenstunden ist die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Seit den Morgenstunden ist die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)  © DPA

Wie der MDR berichtet, sollen Beamte der Bundespolizei seit dem Morgen in Wohn- und Geschäftsräumen in der Stadt im Einsatz sein. Auch im nordrhein-westfälischen Hennef ist die Polizei im Einsatz.

Die Ermittlungen führten dabei die Bundespolizei und die Staatsanwaltschaft Gera, im Rahmen von Ermittlungen zu organisierter Kriminalität.

Hauptziel soll eine 55 Jahre alte chinesische Frau sein, die vor vier Jahren das alte Kurkrankenhaus in Bad Liebenstein gekauft hatte um dort ein Hotel, eine Sprachschule und eine Klinik für Fernöstliche Heilmedizin zu eröffnen.

Renoviert wurde in den vergangenen Jahren aber nur die Fassade und einige Räume im Inneren.

Dennoch seien in der Zwischenzeit rund 14 Briefkastenfirmen in dem Gebäude angemeldet worden, die anscheinend als Anlaufadressen für einreisende Chinesen dienen sollen.

Die "Kunden" der Firmen sollen sich danach entweder illegal in Deutschland aufhalten oder ihre Aufenthaltserlaubnis mit falschen Gründen beantragt haben.

Bei den vorangegangen Ermittlungen sollen unter anderen Telefone abgehört und Reisebewegungen überwacht worden sein. Zu den Beschuldigten gehört auch ein 40-jähriger Deutscher. Ein Haftbefehl lag nach Angaben der Bundespolizei in Halle noch nicht vor. Das Amtsgericht Gera habe allerdings verfügt, dass Vermögenswerte von 1,1 Millionen Euro beschlagnahmt werden, hieß es.

Die Hauptverdächtige soll rund 25 Landsleuten geholfen haben, Visa nach Deutschland zu erschleichen. Für ihre Leistungen habe sie jeweils zwischen 20.000 und 200.000 Euro kassiert.

Titelfoto: DPA

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