1:3 im letzten Test: RB Leipzig verliert "besser heute als nächste Woche" im Pokal

Leipzig - Nach einer Niederlage gegen den FC Zürich sowie zwei Siegen gegen Galatasaray Istanbul und Stade Rennes war die Zielrichtung für RB Leipzig am Samstagmittag klar: Die Generalprobe gegen Aston Villa sollte gewonnen werden. Lange Zeit sah es nach einem Remis aus, doch in den letzten acht Minuten trafen die Engländer noch zweimal (TAG24 berichtete). Die Niederlage nehmen die Bullen aber gern hin - wenn es nächsten Sonntag im Pokal besser läuft.

Es war nicht sein Spiel: Timo Werner blieb torlos, traf oftmals die falschen Entscheidungen. Hier wird einer seiner Schüsse von Björn Engels (2.v.r.) abgeblockt.
Es war nicht sein Spiel: Timo Werner blieb torlos, traf oftmals die falschen Entscheidungen. Hier wird einer seiner Schüsse von Björn Engels (2.v.r.) abgeblockt.  © Picture Point/R. Petzsche

"Wir haben in der ersten Halbzeit den Ball besser laufen lassen als in der zweiten", analysierte Diego Demme das 1:3 gegen den Aufsteiger in die Premier League.

Nach dem 0:1-Rückstand nach einem Freistoß von Conor Hourihane in der 18. Minute gelang Yussuf Poulsen nur zehn Minuten nach unfreiwilliger Vorlage von Timo Werner der Ausgleich. Der deutsche Nationalspieler wollte selbst schießen, wurde aber abgefälscht. Und dann stand sein Sturmpartner goldrichtig.

Das 1:1 sollte lange Zeit Bestand haben. Doch kurz vor dem Ende - der auffällige Neuzugang Christopher Nkunku, Marcel Sabitzer, Werner und Poulsen sollten dazwischen mehrfach die Führung auf dem Fuß gehabt haben - zog der AVFC die Begegnung auf seine Seite.

Wieder Hourihane per Freistoß und John McGinn mit einem platzierten Schuss stellten das Ergebnis binnen sieben Minuten auf 3:1 - und flogen eine Woche vor dem Ligastart bei Champions-League-Finalist Tottenham mit ordentlich Rückwind zurück nach Birmingham.

"Am Ende haben die Kräfte gefehlt"

Yussuf Poulsen in der Luft. Er konnte zwar zwischenzeitlich ausgleichen, doch sein Tor reichte am Ende nicht.
Yussuf Poulsen in der Luft. Er konnte zwar zwischenzeitlich ausgleichen, doch sein Tor reichte am Ende nicht.  © Picture Point/R. Petzsche

Vor allem das 0:1 fiel äußerst unglücklich. Nach einem langen Ball aus der gegnerischen Hälfte wusste sich Ibrahima Konaté gegen Villas Top-Einkauf Wesley kurz vor dem Sechzehner nur mit einem Foul zu helfen.

Die Leipziger Mauer postierte sich, beim siebenmaligen englischen Meister machten sich drei Spieler bereit. Der Pfiff ertönte, Anwar El Ghazi tippte den Ball kurz an, Conor Hourihane zog ab und traf per platziertem Flachschuss unhaltbar in Péter Gulácsis rechte Torwartecke.

"Da haben wir uns blöd angestellt in der Mauer", sagte Mittelfeldmotor Demme. Dass eine derartige Unaufmerksamkeit passierte, sei mit Blick auf das Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück "besser als nächste Woche".

Nach Poulsens Ausgleich trafen die Gäste noch zweimal. Und gingen als Sieger vom Platz. "Man hat gemerkt, dass wir viel trainiert haben diese Woche und noch nicht so frisch waren, wie wir es nächste Woche sein werden", verspricht Demme, "am Ende haben die Kräfte gefehlt."

In der letzten Trainingswoche gilt es für die Sachsen nun noch einmal, bislang einstudierte Spielzüge und Abläufe zu verfeinern. "Und wenn wir frischer ins Spiel gehen, funktionieren die Dinge auch einfach besser, die wir trainiert haben", ist sich der 27-Jährige sicher.

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