RB Leipzig ballert Hertha weg: Dreifacher Poulsen nuckelt Bullen zum Sieg

Leipzig - RB Leipzig ist im fünften Anlauf äußerst eindrucksvoll der erste Bundesliga-Heimsieg 2019 gelungen. Die Sachsen gewannen das Samstagabendspiel gegen Hertha BSC mit 5:0 (2:0) und konnten den Vorsprung auf den Vierten Borussia Mönchengladbach auf fünf Punkte ausbauen. Vor 41.939 Zuschauern in der Red Bull Arena machten Emil Forsberg (17.), Yussuf Poulsen (27./56./62.) und Amadou Haidara (64.). den Dreier perfekt.

Nuckel-Jubel fürs Baby: Yussuf Poulsen traf zum 2:0, 3:0 und 4:0 und widmete den Dreierpack seiner schwangeren Freundin Maria und dem ungeborenen Nachwuchs.
Nuckel-Jubel fürs Baby: Yussuf Poulsen traf zum 2:0, 3:0 und 4:0 und widmete den Dreierpack seiner schwangeren Freundin Maria und dem ungeborenen Nachwuchs.  © DPA

Spiel eins nach der Länderspielpause stand an. Hertha war bislang ein gern gesehener Gegner der Leipziger. Vier Siege aus fünf Begegnungen, 17:6 Tore, 3:0 in der Hinrunde im Olympiastadion. Und daran sollte am Samstag vor ausverkauftem Haus angeknüpft werden.

Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer frühes Pressing und eine Hoheit der Bullen - und auch gleich zwei Treffer: Nach Emil Forsberg (17.) konnte sich auch Yussuf Poulsen (27.) in die Torschützenliste eintragen.

RB ließ es in der zweiten Halbzeit zunächst ruhiger angehen, Poulsen konnte dennoch fix den Dreierpack schnüren (56./62.). Kurz danach erzielte Winter-Neuzugang Amadou Haidara im zweiten Ligaspiel sein erstes Tor (64.).

Die Sachsen haben nun nur zwei Tage Zeit, um sich auf das Auswärtsspiel im DFB-Pokal beim FC Augsburg vorzubereiten. Aber auf fremdem Geläuf klappt es ja für Rangnicks Jungs bislang auch sehr gut.

Haidara erstmals in der Startelf - Forsberg und Poulsen bestrafen harmlose Berliner

Null Problemo für Yussuf Poulsen (r.): Nach mustergültiger Vorlage von Sturmpartner Timo Werner schob der Däne zum 2:0 ein.
Null Problemo für Yussuf Poulsen (r.): Nach mustergültiger Vorlage von Sturmpartner Timo Werner schob der Däne zum 2:0 ein.  © Picture Point

Ralf Rangnick veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0 auf Schalke vor der Länderspielpause auf zwei Positionen. Die Nationalspieler Marcel Sabitzer (Bank) und der verletzte Lukas Klostermann mussten raus, Amadou Haidara (Startelf-Premiere) und Nordi Mukiele begannen.

Gewohnt aggressiv arbeitete der Gastgeber vom Start weg gegen den Ball, wurde durch einen Ballgewinn durch Yussuf Poulsen auf dem rechten Flügel erstmals gefährlich. Doch Timo Werner schoss aus ungünstigem Winkel weit am Kasten vorbei (3.).

In der 14. Minute sprangen viele RB-Fans von ihren Sitzschalen auf. Emil Forsbergs Freistoß zappelte vermeintlich im Netz - doch es war nur das Außennetz.

Kurz darauf machte er es besser: Durch einen klasse Laufweg schnappte sich der Schwede eine Flanke von Kevin Kampl, die für Werner gedacht war. Forsberg legte sich den Ball auf den rechten Fuß und überwand Rune Jarstein zum 1:0 (17.).

Zehn Minuten später münzte RB einen krassen Abwehrfehler zum verdienten 2:0 um: Poulsen flog in eine Lustenberger-Rückgabe, Werner sprintete nach vorn, legte uneigennützig zum Dänen rüber und der schob locker ein (27.).

Die Berliner ließen in den ersten 45 Minuten Ideen, Souveränität und Ruhe komplett vermissen, reagierten mehr als als sie selbst agierten. So ging es mit einem beruhigenden 2:0 für RB in die Kabinen.

Poulsen schnürt den Dreierpack - Haidara mit erstem Ligator

Kam aus dem Feiern gar nicht raus: RB Leipzig durfte sich über fünf Tore freuen.
Kam aus dem Feiern gar nicht raus: RB Leipzig durfte sich über fünf Tore freuen.  © Picture Point

Im zweiten Durchgang drängte Werner direkt auf seinen ersten Treffer. Nach Forsbergs Hacken-Vorlage schoss der Nationalstürmer aber drüber (49.).

Das dickste Ding lag ihm kurz darauf auf den Fuß: Wieder Forsberg auf Werner, doch Torhüter Jarstein konnte den Schuss des Nationalspielers mit dem rechte Fuß abwehren (55.).

Dann macht es halt Poulsen! Eine Minute nach Werners Großchance legte wieder Forsberg perfekt auf, der Däne blieb eiskalt und schloss zum 3:0 ab (56.). Und der machte sogar den Dreierpack perfekt: Nach langem Pass aus dem Mittelfeld von Tyler Adams tauchte Poulsen allein vorm Kasten auf, lupfte die Kugel über Jarstein - 4:0 (62.).

Und jetzt spielten sich die Leipziger in einen Rausch, Hertha fiel hinten auseinander. Werner hatte auf rechts viel Freiraum, passte auf den ebenfalls ungedeckten Haidara und der machte sein erstes Bundesligator - 5:0 (64.). Ein Gegner stand übrigens auch noch auf dem Rasen. Der Ex-Leipziger Davie Selke schoss freistehend aus wenigen Metern über den Kasten - bezeichnend für einen rabenschwarzen Tag (87.).

Timo Werner sollte am Ende trotz mehrerer Chancen torlos bleiben. Die nächste Gelegenheit für wichtige Treffer hat er schon Anfang kommender Woche. Denn am Dienstag geht es für die Roten Bullen im Viertelfinale des DFB-Pokals weiter. RB ist ab 20.45 Uhr (ARD/Sky) beim FC Augsburg zu Gast, der am Nachmittag 0:3 bei Schlusslicht Nürnberg verloren hatte.

Die RB-Fans konnten erstmals in diesem Jahr einen Sieg der Roten Bullen bejubeln.
Die RB-Fans konnten erstmals in diesem Jahr einen Sieg der Roten Bullen bejubeln.  © Picture Point

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