Banner-Eklat gegen RB Leipzig: Jetzt schaltet sich sogar Mönchengladbachs Polizeipräsident ein

Mönchengladbach/Leipzig - Der Spruchband-Eklat vor dem Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig zieht weiter Kreise. Nachdem bereits die Gladbacher Führung Konsequenzen angekündigt hat, hat sich nun auch Mönchengladbachs Polizeipräsident Mathis Wiesselmann zu der Aktion geäußert - und dabei klare Worte gefunden.

Mit zahlreichen Spruchbändern haben Gladbach-Fans am Samstag für Entsetzen gesorgt.
Mit zahlreichen Spruchbändern haben Gladbach-Fans am Samstag für Entsetzen gesorgt.  © imago images / Horstmüller

"Ich würde mir wünschen, dass Fußballspiele nicht angepfiffen werden, solange solche Banner gezeigt werden. Geschäftsinteressen der Fußballliga dürfen nicht vor Anstand gehen. Stadien sind keine rechtsfreien Räume", erklärte Wiesselmann.

Mit zahlreichen geschmacklosen Spruchbändern und "ohrenbetäubendem" Trillerpfeifen-Lärm hatten Anhänger von Borussia Mönchengladbach am Samstag ihren Unmut gegenüber RB Leipzig kundgetan und dabei bundesweit für Entsetzen gesorgt (TAG24 berichtete). "Verpisst Euch!", "Bullenschweine!" und "Tod den Bullen" war auf Bannern in der Nordkurve des Borussia-Parks zu lesen gewesen. Eines der Bänder soll RB-Coach Ralf Rangnick sogar direkt beleidigt haben.

"Es kann nicht sein, dass die Polizei rund um das Stadion die Sicherheit der Veranstaltung gewährleistet und dann im Stadion durch Banner diffamiert wird", so Mathis Wiesselmann. "Ebenso ist es nicht hinzunehmen, dass Dritte, hier konkret der Trainer der gegnerischen Mannschaft, im Stadion beleidigt werden. Erst recht nicht mit dieser Öffentlichkeitswirksamkeit. Dieses Verhalten fällt auf den Verein und die gesamte Fanszene zurück."

Derzeit würden die Bilder der Videoüberwachung ausgewertet. Der Polizeipräsident frage sich jedoch, "ob genügend getan wird, um so etwas zu verhindern. Die Polizei und Borussia Mönchengladbach sind im ständigen Dialog zu Sicherheitsfragen. Wir werden diesen Dialog intensiv fortführen und haben uns hierzu bereits verabredet."

Gladbach hatte sich für das Fehlverhalten seiner Fans bereits am Sonntag gegenüber RB entschuldigt. "Borussia distanziert sich ausdrücklich von dem Teil dieser Banner, die persönlich beleidigenden Inhalts gegen einzelne Personen waren, und entschuldigt sich dafür ausdrücklich bei RB Leipzig und dem Gästetrainer Ralf Rangnick", hieß es in einer schriftlichen Mitteilung des Vereins am Sonntag.

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