Nach doppeltem Rückstand! RB Leipzig gewinnt durch zwei Videoentscheidungen in Leverkusen

Leverkusen - RB Leipzig bleibt weiter klar auf Kurs Champions League. Die Sachsen setzten sich am Samstagnachmittag mit 4:2 (1:2) bei Bayer Leverkusen durch und bleiben hinter Borussia Dortmund und Bayern München weiter "Best of the Rest". In der BayArena trafen Marcel Sabitzer (17.), Timo Werner (64.), Emil Forsberg (71./Handelfmeter) und Matheus Cunha (83.) für die Roten Bullen, die seit elf Pflichtspielen ungeschlagen sind. Kai Havertz (11./Foulelfmeter, 23.) brachte die Werkself zweimal in Führung.

Kai Havertz (rechts, verdeckt) traf nach elf Minuten zur 1:0-Führung für Leverkusen.
Kai Havertz (rechts, verdeckt) traf nach elf Minuten zur 1:0-Führung für Leverkusen.  © Picture Point

In Leverkusen hat Leipzig noch nie verloren: 2:2-Unentschieden im November 2017, 3:2 ein Jahr zuvor. Zudem waren die Roten Bullen vor dem Duell elf Spiele in Folge ungeschlagen, die letzten drei hatte man allesamt gewonnen. Die Werkself hingegen ging mit zwei hohen Pleiten in Serie ins Heimspiel. Die Statistik sollte sich fortsetzen.

In einer eher schwachen ersten Leipziger Halbzeit ging Bayer durch einen Foulelfmeter von Kai Havertz mit 1:0 in Führung (11.).

Marcel Sabitzer konnte sechs Minuten später sehenswert mit einem direkt verwandelten Freistoß ausgleichen (17.). Weitere sechs Minuten später war es wieder Havertz, der mit dem Rücken zum Tor aus der Drehung seine Leverkusener wieder in Front schoss (23.).

In der 51. Minute wurde ein Tor von Leon Bailey nachträglich wegen Abseits zurückgenommen. Knapp eine Viertelstunde später traf Timo Werner zum 2:2-Ausgleich (64.). Und auch eine zweite Szene, die sich der Schiedsrichter am Bildschirm ansah, wurde zu Gunsten der Sachsen entschieden: Nach einem Handspiel gab es Elfmeter für RB, den Emil Forsberg zum 3:2 verwandelte (71.).

Den Schlusspunkte setzte der eingewechselte Matheus Cunha, der einen Heber zum 4:2-Endstand für die Gäste vollendete. RB hat nun acht Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Königsklassen-Platz.

Torjäger Poulsen fehlt erkältet - Sabitzer kontert Havertz' Elfmeter

Erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich: Marcel Sabitzer (M.).
Erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich: Marcel Sabitzer (M.).  © Picture Point

Mit Lukas Klostermann, Amadou Haidara und Konrad Laimer brachte RB-Trainer Ralf Rangnick nach dem 2:1-Erfolg im DFB-Pokal am Dienstag in Augsburg drei Neue aufs Feld. Yussuf Poulsen musste erkältet passen, für ihn stürmte Marcel Sabitzer neben Timo Werner und Emil Forsberg.

Nachdem die Heimmannschaft die Anfangsphase bestimmte, aber zu keinem Torabschluss kam, gehörte Leipzig die erste gute Gelegenheit: Leon Bailey verlor den Ball auf dem rechten Flügel, Klostermann schnappte ihn sich. Er legte auf Forsberg, der direkt weiter auf Werner, doch der Nationalstürmer schoss drüber (8.).

Kurz darauf gab's Elfmeter für die Werkself. Willi Orban war Kevin Volland im Strafraum auf den Fuß gestiegen, der sich fallen ließ. Kai Havertz trat an und versenkte sicher unten links - 1:0 für Leverkusen (11.).

In der 15. Minute hatte Volland die nächste Großchance, scheiterte bei seinem Schuss mit dem Außenrist aber an Péter Gulácsi - Glück für RB. Im Gegenzug glichen die Leipziger durch einen direkten Freistoß von Sabitzer aus, nachdem Forsberg vor dem Sechzehner gefoult wurde - 1:1 (17.).

Doch Bayer schlug zurück: Nach einer Ecke zog Havertz mit dem Rücken schräg zum Tor stehend direkt ab und traf äußerst sehenswert zum 2:1 (23.). Nur drei Minuten später verhinderte Gulácsi mit einer starken Fußabwehr den 1:3-Rückstand.

Doppelwechsel RB, Bayer-Tor aberkannt - Videoschiri hilft Leipzig

Durch das 4:2 hat RB Leipzig nun fünf Punkte Vorsprung auf den Vierten Frankfurt.
Durch das 4:2 hat RB Leipzig nun fünf Punkte Vorsprung auf den Vierten Frankfurt.  © DPA

Rangnick wechselte zur zweiten Halbzeit direkt zweimal aus, brachte Nordi Mukiele und Matheus Cunha für Lukas Klostermann und Amadou Haidara.

Doch es sollte schnell den nächsten Rückschlag geben. Mukiele verlor den Ball im Mittelfeld, Bailey machte sich auf den Weg und traf unbedrängt mit einem satten Schuss ins kurze Eck - 3:1 (51.). Doch Schiedsrichter Tobias Welz sah sich die Situation noch mal an und entschied nachträglich auf Abseits und kein Tor.

Und plötzlich stand es 2:2: Mukiele spielte Forsberg an, der gab weiter an Werner, der Mitchell Weiser im Eins-gegen-Eins stehen ließ und den Ball zum Ausgleich ins lange Eck schlenzte (64.).

Es wurde noch kurioser: Erneut musste sich Welz eine strittige Szene auf dem Bildschirm ansehen. Weiser hatte den Ball aus kurzer Distanz an die Finger bekommen. Es gab Handelfmeter, den Forsberg zum 3:2 verwandelte (71.).

Am Ende machte ein Joker alles klar- und wie! Cunha hatte vor dem Kasten nur noch Wendell vor sich, drehte auf dem Ball eine Pirouette, hob den Ball unhaltbar zum 4:2 über Lukas Hradecky hinweg ins Tor (83.).

Nach der zurückliegenden Englischen Woche hat RB Leipzig jetzt wieder eine ganze Woche Zeit, um sich auf das kommende Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg vorzubereiten. Anstoß am kommenden Samstag in der Red Bull Arena ist 15.30 (Sky live).

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