Baut RB Leipzig seine Super-Serie in Leverkusen aus und entgeht der Krise?

Leipzig - RB Leipzig ist nach zwei wettbewerbsübergreifenden Niederlagen am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder in der Bundesliga gefordert. Vor der Länderspielpause gastiert das Team von Trainer Julian Nagelsmann bei Bayer Leverkusen, einem der Lieblingsgegner der Sachsen. Rotation ist angesagt und ein Neuzugang erstmals Kandidat für den Kader.

Geht nach Niederlagen gegen Schalke und Lyon nun davon aus, "dass wir in Leverkusen gewinnen und einen guten Abschluss der Englischen Woche haben": RB-Trainer Julian Nagelsmann.
Geht nach Niederlagen gegen Schalke und Lyon nun davon aus, "dass wir in Leverkusen gewinnen und einen guten Abschluss der Englischen Woche haben": RB-Trainer Julian Nagelsmann.  © picture point/Sven Sonntag

Während die Leipziger Bundesliga-Bilanz in der heimischen Red Bull Arena mit einem Sieg, einem Remis und einer Pleite ausgeglichen ist, läuft es mit drei Dreiern in drei Anläufen auswärts richtig gut. Da kommt die Werkself jetzt auch ganz gelegen, denn dort setzte es noch nie eine Niederlage (2 Siege, 1 Remis).

Nach sieben ungeschlagenen Spielen zum Saisonstart setzte es zuletzt die Pleiten gegen Schalke (1:3) und Lyon (0:2) - jeweils daheim. Für den neuen Trainer kein Grund zur Panik. "Es ist nicht so, dass wir alle in der Kabine sitzen und zittern", sagte Julian Nagelsmann. "Wir gehen schon davon aus, dass wir in Leverkusen gewinnen und einen guten Abschluss der Englischen Woche haben", so der 32-Jährige optimistisch.

Die Leverkusener durchleben zudem aktuell eine kleine Berg- und Talfahrt, fanden nach Niederlagen gegen Dortmund (0:4) und Lok Moskau (1:2) gegen Union Berlin (2:0) und Augsburg (3:0) zurück in die Spur, verloren aber am Dienstag 0:3 bei Juventus Turin.

Die Erkenntnisse der Videoanalyse des kommenden Gegners bei dessen Pleite in der Königsklasse seien identisch zu den Ligaspielen gewesen, so Nagelsmann. "Es sind die ähnlichen Räume, die man bespielen kann und es sind die ähnlichen Situationen, wo sie Probleme kriegen - umgedreht aber auch die identischen Situationen, wo sie sehr gut sind."

Den eigenen Druck beschrieb der Coach als "bundesligatypisch normal" und betonte, dass sich das Thema Kommunikation unter seinen Spielern auf dem Feld schon deutlich gebessert hätte und "kein grundlegendes Problem" sei. Dennoch war dies auch ein Grund für die beiden völlig unnötigen Gegentore gegen Lyon.

Neuzugang Patrik Schick erstmals im Kader? Ersatzsuche für "Ibu" Konaté

In drei Auswärtsspielen in der BayArena feierten die Sachsen zwei Siege und ein Remis. Zuletzt gab's am 28. Spieltag der Vorsaison einen 4:2-Sieg samt Traumtor von Matheus Cunha.
In drei Auswärtsspielen in der BayArena feierten die Sachsen zwei Siege und ein Remis. Zuletzt gab's am 28. Spieltag der Vorsaison einen 4:2-Sieg samt Traumtor von Matheus Cunha.  © Picture Point/Roger Petzsche

Personell ist die Lage bei RB Leipzig nahezu unverändert. Ins Lazarett wurde Abwehr-Kante Ibrahima Konaté neu aufgenommen, der sich gegen Olympique Lyon einen Muskelfaserriss im rechten Hüftbeuger zugezogen hatte (TAG24 berichtete). Als Ersatz kommen Nordi Mukiele, Ethan Ampadu, Stefan Ilsanker oder Lukas Klostermann in einer Dreierkette in Frage.

Neuzugang Patrik Schick könnte hingegen "unter Umständen" ein Kandidat für den Kader sein, so Nagelsmann. Der 23-jährige Tscheche laborierte zuletzt an Sprunggelenksproblemen. Allerdings wolle man erst sehen, wie es von der kompletten Verteilung des Kaders Sinn macht. "Natürlich ist er noch nicht bei 100 Prozent - was auch nicht geht in der Kürze der Zeit nach der Verletzung." Auch die Schmerzen seien noch nicht komplett weg. Für die Nationalmannschaft wurde der Stürmer allerdings auch nominiert.

Mit den selben Problemen plagt sich auch Kevin Kampl herum. Der Mittelfeldspieler absolvierte bisher nur Rehatraining, war aber auch schon wieder am Ball. Ein Einsatz gegen seinen Ex-Verein macht für Nagelsmann jedoch "keinen Sinn. Ich hätte ihn gern dabei, aber es ist ein zu großes Risiko leistungsspezifisch."

Der Coach kündigte eine kleine Rotation an, will aber nicht mehr als drei oder vier frische Akteure bringen. Deutlich mehr Ersatzspieler hätten eine Einsatzchance gehabt, wenn die beiden letzten Partien nicht verloren gegangen wären.

Schiedsrichter ist übrigens Marco Fritz aus Korb, unter dem die Roten Bullen bislang kein Bundesliga-Auswärtsspiel gewinnen konnten. Wird Zeit, da etwas zu korrigieren. Samstagnachmittag um 15.30 Uhr ist es soweit.

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