RB Leipzig siegt nach Witz-Handelfmeter: "Das ist mir ein Rätsel!"

Leverkusen - RB Leipzig hat am Samstag seine positive Statistik gegen Bayer Leverkusen weiter ausgebaut. Doch nach dem 4:2-Erfolg im Rheinland gab es aufgrund eines äußerst umstrittenen Handelfmeters viel, viel Gesprächsbedarf - mit klaren Meinungen auf beiden Seiten.

Der Jubel nach dem Treffer zum 3:2 für RB Leipzig nach umstrittenem Handelfmeter.
Der Jubel nach dem Treffer zum 3:2 für RB Leipzig nach umstrittenem Handelfmeter.  © Picture Point

Zunächst analysierten die Leipziger aber die mit vielen Höhen und Tiefen bespickte Begegnung. "Wir hatten keinen Rhythmus beim Anlaufen, waren nicht abgestimmt", sagte Marcel Sabitzer bei Sky über die ersten (schwachen) 45 Minuten, aus denen RB mit einem 1:2 in die Kabine ging. Er selbst hatte durch einen direkt verwandelten Freistoß in die Torhüterecke zum 1:1 getroffen.

Die Bullen wirkten im 4-3-3-System überfordert, gingen durch Nationalspieler Kai Havertz (11. Minute/Foulelfmeter und 23.) gleich zweimal in Rückstand. Sabitzer: "Die Qualität, die sie haben, haben sie relativ locker ausgespielt. Wir hatten schon Glück in der ersten Halbzeit."

Nach einem Doppelwechsel samt Systemumstellung lief es besser, doch erst einmal machte Bayer das vermeintliche 3:1, das nach einem Hinweis des Videoassistenten überprüft und durch den Unparteiischen Tobias Welz (Wiesbaden) zurückgenommen wurde. Unter ihm hatten die Bullen davor noch nie gewonnen.

Anschließend trafen aber Timo Werner (64.), Emil Forsberg (71./Handelfmeter) und Matheus Cunha (83.) noch für die Sachsen und machten den 4:2-Auswärtssieg perfekt.

Handelfmeter-Entscheidung für RB Leipzig "ein Rätsel"

Schon beim Tor zum vermeintlichen 3:1 durch Leverkusen, das nachträglich aberkannt wurde, gab es viel Diskussionsbedarf.
Schon beim Tor zum vermeintlichen 3:1 durch Leverkusen, das nachträglich aberkannt wurde, gab es viel Diskussionsbedarf.  © Picture Point

Eben der Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2 war nach Abpfiff DAS bestimmende Gesprächsthema.

Eine Flanke in den Leverkusener Strafraum verpasste Mitchell Weiser mit dem Kopf. Marcel Halstenberg bekam den Ball, flankte ihn direkt wieder in die Mitte. Doch Weiser war aus der Bewegung heraus mit der Faust an die Kugel gekommen, hatte die Flugkurve leicht beeinflusst. Das konnte eigentlich kein Elfmeter sein, zumal er den Ball auch gar nicht gesehen hatte.

Doch Schiri Welz bekam den Hinweis aus Köln aufs Ohr, sich die Szene selbst anzuschauen. Und auch hier entschied er zugunsten der Gäste, zeigte auf den Punkt. Emil Forsberg trat an, machte das 3:2. Selbst für den Torschützen selbst war es "keine Hand. Ich weiß nicht, was er mit der Hand machen soll", so der Schwede.

Und Doppeltorschütze Kai Havertz legte nach: "Da muss man nicht viel zu sagen. 'Mitch' sieht ja nicht mal den Ball. Ich weiß nicht, warum man für so etwas einen Elfmeter gibt, das ist mir ein Rätsel. Wenn das Spiel so auf der Kippe steht, muss man auch Fingerspitzengefühl zeigen", äußerte sich der 19-Jährige kritisch.

Matheus Cunhas Traum-Heber zum 4:2-Endstand machte den gebrauchten Leverkusener Tag perfekt. Für die Werkself ist die Champions League angesichts der dritten Pleite nacheinander in weite Ferne gerückt, RB hingegen hat komfortable acht Punkte Vorsprung auf die Europa-League-Ränge.

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