RB Leipzig schuldet Red Bull über 134 Millionen Euro

Leipzig - RB Leipzig hat im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von knapp 1,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Bundesanzeigers hervor. Die Schulden gegenüber Gesellschafter Red Bull stiegen hingegen auf über 134 Millionen Euro.

RB Leipzig hat bei Red Bull (hier Mäzen Dietrich Matzeschitz, 74) aktuell 134,1 Millionen Euro Schulden.
RB Leipzig hat bei Red Bull (hier Mäzen Dietrich Matzeschitz, 74) aktuell 134,1 Millionen Euro Schulden.  © DPA

Die Vizemeisterschaft und die direkte Qualifikation für die UEFA Champions League sind ausschlaggebend für eine enorme Steigerung der Umsatzerlöse um 84 Prozent (!) auf 218,7 Millionen Euro. 2016 waren es "nur" 119,9.

Der Betriebsaufwand hingegen ist negativ von 117 Millionen Euro auf rund 215 Millionen Euro angewachsen. Dies ist maßgeblich durch höhere Personalkosten, vor allem durch Spieler-Verpflichtungen wie Kevin Kampl, Bruma oder Jean-Kévin Augustin, zu begründen.

Allerdings konnte unterm Strich ein Jahresüberschuss von 1,39 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Damit ist auch die Vorjahresprognose eingetreten.

Der Schuldenberg ist mit 164,4 Millionen Euro so hoch wie noch nie. Allein 134,1 Millionen davon fallen auf Darlehen des Geldgebers Red Bull zurück.

Der Energy-Drink-Hersteller gab am Mittwoch bekannt, seinen Umsatz 2018 um 3,8 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gesteigert zu haben. Insgesamt seien 6,79 Milliarden Dosen Red Bull verkauft worden.

Darf sich über fast 1,4 Millionen Euro Gewinn freuen, muss an Gläubiger aber noch 164,4 Millionen Euro zahlen: RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (43).
Darf sich über fast 1,4 Millionen Euro Gewinn freuen, muss an Gläubiger aber noch 164,4 Millionen Euro zahlen: RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (43).  © Picture Point

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