RB Leipzig verzweifelt am BVB: "Gibt Tage, an denen das Ding nicht rein will"

Leipzig - Lange Zeit hatte RB Leipzig am Samstagabend dem BVB die Stirn geboten. Am Ende wäre ein Unentschieden und damit ein Punktgewinn sicher nicht unverdient gewesen. Doch Axel Witsel und Roman Bürki machten beim Dortmunder 1:0-Erfolg den Unterschied.

Zum Verzweifeln: Wie hier Marcel Sabitzer (#7) scheiterten Leipzigs Kicker gleich mehrfach am stark auftrumpfenden Schlussmann Roman Bürki.
Zum Verzweifeln: Wie hier Marcel Sabitzer (#7) scheiterten Leipzigs Kicker gleich mehrfach am stark auftrumpfenden Schlussmann Roman Bürki.  © Picture Point

Es war das "erwartet sehr, sehr schwere Stück" Arbeit, gab BVB-Trainer Lucien Favre nach dem Spiel zu Protokoll. Die ersten 20 Minuten waren die Westfalen die tonangebende Mannschaft, anschließend "hat Leipzig Gas gegeben und war sehr gefährlich", so der 61-Jährige.

Nach Timo Werners Kopfballmöglichkeit in der 4. Minute, bei der er laut Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) im Abseits stand, waren die Schwarz-Gelben Herr im fremden Haus. Doch erst Axel Witsel (19.) konnte mit einem Hammer nach einer Ecke (da war sie wieder, die Standardschwäche) den Knoten zum Platzen bringen.

Besonders die Entstehung dieses am Ende entscheidenden Treffers, so RB-Coach Ralf Rangnick, "hat mich geärgert". Denn nach Lukasz Piszczeks Einwurf und nach nur zwei weiteren Ballkontakten holten die Dortmunder einen Eckball raus. Und wie wir nun wissen, brachte der nach Piszczeks Kopfballverlängerung und Witsels rechtem Hammer das 0:1, das bis zum Abpfiff Bestand hatte.

RB vergibt mehrere Großchancen und verzweifelt an Bürki

Timo Werner (vorn links) und Marcel Halstenberg (r.) waren sichtlich enttäuscht. Am Willen hat es gegen den BVB aber nicht gelegen.
Timo Werner (vorn links) und Marcel Halstenberg (r.) waren sichtlich enttäuscht. Am Willen hat es gegen den BVB aber nicht gelegen.  © Picture Point

Ob Marcel Sabitzer kurz nach Wiederanpfiff (48., 74.), Yussuf Poulsen (63.) oder der eingewechselte Matheus Cunha (90.+3): Roman Bürki eliminierte die Leipziger Großchancen und brachte die Angreifer zum Verzweifeln.

"Es gibt einfach Tage, an denen das Ding nicht rein will", sagte Poulsen. Und laut Mittelfeldmann Kevin Kampl "hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt. Wenn wir den Ausgleich erzielt hätten, bebt das Stadion und da wär sicher auch noch mehr drin gewesen." Das Stadion, also die Red Bull Arena, war mit 41.939 Zuschauern, die "ein tolles Spiel" (Rangnick) sahen, übrigens das dritte Mal in dieser Spielzeit ausverkauft.

Die Aufgabe und Zielsetzung der Roten Bullen in den restlichen 16 Spielen ist es nun, genau wie in der Hinrunde 31 Punkte zu holen - das stelle Ralf Rangnick klar. Man habe "keine Ambitionen" nach Dortmund oder München (14 beziehungsweise acht Punkte entfernt) zu schielen. Unter die ersten vier Teams wolle man aber schon kommen. Und das würde die Qualifikation zur Champions League bedeuten.

Dortmund genießt laut ihrem Coach "den Sieg jetzt ein wenig". Leipzig fährt nächste Woche Sonntag zum aktuell sehr erfolgreichen Aufsteiger nach Düsseldorf, "um da wieder drei Punkte zu holen", so Aushilfs-Kapitän Kampl. Anstoß ist dann 18 Uhr (Sky live).

Daumen hoch vom Matchwinner: Axel Witsel erzielte das Tor des Tages.
Daumen hoch vom Matchwinner: Axel Witsel erzielte das Tor des Tages.  © Picture Point

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