RB Leipzig nach Werner-Show in Gladbach Spitzenreiter: "Garantiert nicht unverdient!"

Mönchengladbach - Drittes Spiel, dritter Sieg, Dreierpack Timo Werner: Nicht nur für RB Leipzig läuft es in der Bundesliga zum Start in die Saison 2019/20 richtig gut, auch beim Nationalstürmer scheint der Kopf nach der Vertragsverlängerung frei(er) zu sein. Das 3:1 in Mönchengladbach am Freitag bedeutete den Sprung an die Tabellenspitze und den ersten Dreierpack in Werners Vereins-Karriere.

Neuzugang Breel Embolo war der auffälligste Gladbacher, konnte aber erst in der Nachspielzeit treffen - zu spät.
Neuzugang Breel Embolo war der auffälligste Gladbacher, konnte aber erst in der Nachspielzeit treffen - zu spät.  © dpa/Roland Weihrauch

Doch die Gäste hatten in der veränderten 4-2-2-2-Formation zunächst ihre Problemchen vor 47.227 Zuschauern. Die beiden Sechser Konrad Laimer und Diego Demme ließen in der Anfangsphase zu viele Räume, hatten "ein paar Anpassungsprobleme", sagte ihr Trainer Julian Nagelsmann bei DAZN.

"Gladbach war die ersten zehn Minuten besser, danach nicht mehr, dann war es ein rassiges Spiel auf beiden Seiten", so der 32-Jährige. "Ab der Phase hatte Gladbach auch keine großen Lösungen mehr nach vorn."

Vor allem im ersten Durchgang ließ das Team des gebürtigen Leipzigers Marco Rose zu viele gute Chancen ungenutzt, besonders Breel Embolo hätte als Torschütze oder Vorlagengeber glänzen können.

Doch wenn elf Mann erfolglos fighten, freut sich der zwölfte. Und das war Timo Werner. Ein langes Anspiel von Emil Forsberg reichte dem 23-Jährigen, der seinen Körper geschickt gegen Matthias Ginter reinstellte, sich kurz drehte und durch die Beine von Keeper Yann Sommer zum 1:0 in der 38. Minute traf. "Wenn ich nicht weiterlaufe, gibt's wahrscheinlich Elfmeter", glaubt Werner. "Aber ich wollte unbedingt das Tor schießen - ein RB-Tor."

Es folgte ein weiterer Treffer nach Super-Sprint in der 47. Minute, gefolgt vom Gladbacher Anschluss durch Embolo in der Nachspielzeit. Und dann war noch mal Werner dran. "Wir haben am Ende Glück gehabt, dass wir den verlängerten Ball von Gladbach noch verwerten können, um den Druck wegzunehmen", resümierte Nagelsmann, der glaubt, dass der dritte Sieg im dritten Spiel "am Ende garantiert nicht unverdient" war.

Matchwinner Timo Werner macht's gegen Gladbach am Liebsten

Timo Werner (23) scheint nach der sich über Monate ziehende und nun erfolgte Vertragsverlängerung den Kopf komplett frei zu haben.
Timo Werner (23) scheint nach der sich über Monate ziehende und nun erfolgte Vertragsverlängerung den Kopf komplett frei zu haben.  © dpa/Marius Becker

Timo Werner steht nach drei Spieltagen in der neuen Saison nun schon bei fünf Toren und damit auf einer Stufe mit Bayerns Robert Lewandowski, der allerdings am heutigen Samstag gegen Mainz 05 nachlegen kann.

Dass der Nationalstürmer ausgerechnet nach der am Ende doch überraschenden Vertragsverlängerung bis 2023 befreiter aufspielt, nicht mehr so viel nachdenkt und vor dem Tor eiskalt ist, kann Zufall sein. Muss es aber nicht.

"Das passt jetzt wie die Faust aufs Auge, dass ich meinen Vertrag verlängert hab und plötzlich treff' wie am laufenden Band", so der 23-Jährige. "Aber auch letztes Jahr, als ich meinen Vertrag noch nicht verlängert hatte, lief es sehr gut am Ende." Fünf Tore und fünf Vorlagen in den letzten neun Partien geben ihm Recht.

Noch etwas für die Statistikfreunde: Noch nie traf Werner für einen Klub dreifach, gegen die Fohlen war er in sieben Partien schon achtmal erfolgreich - so oft, wie gegen keinen anderen Verein.

Ebenso bemerkenswert: Timo Werner und Yussuf Poulsen haben bislang 41 Prozent aller RB-Tore (80 von 195) erzielt. Nach der Länderspielpause kann das Sturmduo diese Ausbeute weiter ausbauen. Wird allerdings schwer, denn am 14. September ist der FC Bayern München zu Gast in Leipzig.

Zumindest für eine Nacht ist RB Leipzig Tabellenführer, kann am Samstag aber von vier Mannschaften überholt werden.
Zumindest für eine Nacht ist RB Leipzig Tabellenführer, kann am Samstag aber von vier Mannschaften überholt werden.  © dpa/Marius Becker

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