RB Leipzigs dänisches Talent Gustav Grubbe: "Es gab schwere Zeiten"

Leipzig - Im Sommer wechselte das dänische Talent Gustav Grubbe (16) aus seiner Heimat erstmals ins Ausland, unterschrieb bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig für vier Jahre. Der U17-Nationalspieler hat in einem aktuellen Interview über die Schwierigkeiten in einem fremden Land ohne sein gewohntes Umfeld, über Langeweile auf seinem Akademie-Zimmer und die wachsende Konkurrenz.

Gustav Grubbe (16) wechselte im Sommer von Odense BK zu RB Leipzig.
Gustav Grubbe (16) wechselte im Sommer von Odense BK zu RB Leipzig.  © Odense Boldklub

Gustav Grubbe ist Außenverteidiger, wird als Stammspieler in der U17-Bundesliga vornehmlich links hinten eingesetzt. Elf Ligaspiele absolvierte er bereits, hinzu kommt eine Partie in der UEFA Youth League gegen Zenit St. Petersburg (1:1).

Im Sommer verließ er seine dänische Heimat und den Klub Odense BK, entschied sich für den ersten großen Karriereschritt. Er bezog ein Zimmer in der Nachwuchsakademie der Roten Bullen am Cottaweg, lebt dort mit anderen jungen Spielern zusammen, die sich ebenfalls fernab der Familie den Traum des Fußballprofis erfüllen wollen.

Doch der Start in Sachsen fiel dem 16-Jährigen nicht ganz leicht. "Es gab einige schwere Zeiten, aber ich habe mich langsam daran gewöhnt und mich schnell angepasst", so Grubbe zum Portal bold.dk. "Ich wurde schnell aufgenommen."

An freien Tagen wisse er nicht immer, etwas mit sich und seiner Freizeit anzufangen. "Dann könnte es den ganzen Tag in meinem Zimmer enden. Ich war es immer gewohnt, mit meinen Freunden zusammen zu sein und etwas zu unternehmen, daher können die langen Tage schwierig sein, weil man zu viel über einige Dinge nachdenkt und dann auf etwas stößt, worüber man nicht nachdenken will." In der Akademie steht den Spielern ein Mentaltrainer bei.

Profifußballer zu werden sei aber sein größter Wunsch. "Ich habe mein ganzes Leben lang dafür gekämpft."

Junge Neuzugänge "könnte ein Problem sein"

Mit Mads Bidstrup (18) steht ein weiteres dänisches Talent bei den Roten Bullen unter Vertrag.
Mit Mads Bidstrup (18) steht ein weiteres dänisches Talent bei den Roten Bullen unter Vertrag.  © Picture Point/R. Petzsche

Bevor es Gustav Grubbe nach Leipzig zog, absolvierte er nur einen Kurzeinsatz für die Profis, wurde im Meisterschaftsspiel gegen den FC Midtjylland in der Nachspielzeit eingesetzt.

Die Situation in der Akademie ist für die Talente schwer. Auch, weil immer neue dazukommen und den Konkurrenzkampf erhöhen. "Es gibt eine Menge Wettbewerb. Das könnte ein Problem sein." Den Erfolgsdruck merke der 16-Jährige auch in seinem Team, indem es einige egoistische Spieler gibt, die nicht immer den Mannschaftsgedanken in sich tragen.

Sollte Grubbe den Sprung zu den Leipziger Profis - wie so viele andere Jugendspieler - nicht schaffen, sieht er sich dennoch für eine Karriere als Profi gut gerüstet. "Das ist das optimale Ziel, aber egal was passiert, ich habe eine der besten Fußballausbildungen, die man bekommen kann." Er könne also "jederzeit" nach Dänemark zurückkehren, konzentriere sich aber ganz klar darauf, den Durchbruch bei RB zu schaffen.

Neben Grubbe kickt mit Mads Bidstrup (18) ein weiterer Däne für den Nachwuchs der Roten Bullen, ist allerdings schon im U19-Kader und trainiert regelmäßig mit den Profis um Landsmann Yussuf Poulsen (25).

Die nationalen und internationalen Talente sind in der Nachwuchsakademie am Cottaweg unterbracht.
Die nationalen und internationalen Talente sind in der Nachwuchsakademie am Cottaweg unterbracht.  © Picture Point/R. Petzsche

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