Um RB Leipzig zu boykottieren: BVB-Fans verzichten auf Busfahrt

Dortmund/Leipzig - Die Anhänger des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund boykottieren die Partie bei RB Leipzig am Samstag (mal wieder) und verzichten auf eine Anreise per Bus.

Ein Foto vom ersten Bundesliga-Heimspiel in der Leipziger Vereinsgeschichte: Der Block des Gegners Borussia Dortmund ist komplett voll. So wird es auch am Samstag wieder aussehen - trotz Boykotts.
Ein Foto vom ersten Bundesliga-Heimspiel in der Leipziger Vereinsgeschichte: Der Block des Gegners Borussia Dortmund ist komplett voll. So wird es auch am Samstag wieder aussehen - trotz Boykotts.  © Picture Point

Wie Fan- und Förderabteilung (FA) des BVB mitteilte, werden "keine Busse der Abteilung von Dortmund in Richtung Zentralstadion aufbrechen." Das würde "aus gutem Grund" geschehen.

Denn nach wie vor ist der "unfaire Wettbewerbsvorteil", den sich die Leipziger und Salzburger Bullen in ihren Ligen schaffen, nicht hinnehmbar: "Hier werden Transfergeschäfte nicht im normalen Wettbewerb zweier Vereine, sondern in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit zum Erreichen eines Ziels abgewickelt."

Und das Ziel ist natürlich die Umsatzsteigerung des Hauptsponsors, in dem Fall Red Bull. Doch dieses Ziel hat bekanntlich jeder Geldgeber. Nur wurde RB Leipzig als reines Marketingkonstrukt des österreichischen Brauseherstellers 2009 erschaffen, bemängeln viele der Traditionsteams immer wieder.

Die Dortmunder FA setze sich seit der Gründung 2004 dafür ein, "den eigenen Verein so zu erhalten wie wir ihn lieben. Werte wie Vielfalt, Respekt und Toleranz in einem mitgliedergeführten Verein mit einem aktiven Vereinsleben gehören genauso dazu wie Fairplay."

"Kommerzialisierung spielt auch bei Borussia Dortmund eine Rolle"

Gleichzeitig müsse man sich auch eingestehen, dass die Kommerzialisierung auch bei Borussia Dortmund eine entsprechende Rolle gespielt hat und spielt - wie in jedem anderen Verein auch.

"Doch in diesen Fällen haben die Fans und insbesondere die Fan- und Förderabteilung immer intern und auch öffentlich reagiert und unsere Interessen eingebracht." Weiterhin schreibt die FA, dass man "den Fußball als Volksport erhalten" wolle. Und diesem Ziel steht das selbsternannte Fußballkonstrukt RB Leipzig komplett konträr gegenüber.

Fest steht: Auch, wenn es keine organisierte Busfahrt nach Sachsen geben wird, wird der Gästeblock in der Red Bull Arena wohl pickepackevoll sein. Denn es gibt auch zahlreiche Anhänger, die auf eigene Faust nach Leipzig fahren.

Anstoß zum Flutlicht-Kracher des Tabellenersten gegen den Vierten ist am Samstag 18.30 Uhr. In den bisherigen beiden Heimspielen gegen das Team von Lucien Favre sind die Roten Bullen noch ungeschlagen (1:0, 1:1).

Daheim ist RB Leipzig gegen Dortmund noch ungeschlagen. Einem 1:0 im ersten Bundesligajahr folgte ein 1:1 in der letzten Rückrunde.
Daheim ist RB Leipzig gegen Dortmund noch ungeschlagen. Einem 1:0 im ersten Bundesligajahr folgte ein 1:1 in der letzten Rückrunde.  © Picture Point
BVB-Trainer Lucien Favre darf sich dennoch auf zahlreiche Anhänger in der Red Bull Arena freuen.
BVB-Trainer Lucien Favre darf sich dennoch auf zahlreiche Anhänger in der Red Bull Arena freuen.  © DPA

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