Doppelschlag und Pyronebel: RB Leipzig schlägt Celtic Glasgow souverän

Leipzig - Wichtiger Sieg für RB Leipzig in der Europa League! Die Sachsen haben das dritte Gruppenspiel gegen Celtic Glasgow am Donnerstagabend mit 2:0 (2:0) gewonnen. Dank eines Doppelschlags von Matheus Cunha und Bruma in der ersten Halbzeit hat RB jetzt eine sehr gute Ausgangsposition fürs Erreichen der nächsten Runde.

Die mitgereisten Fans von Celtic Glasgow nebelten die Red Bull Arena vor Anpfiff durch das Zünden von Pyrotechnik ein.
Die mitgereisten Fans von Celtic Glasgow nebelten die Red Bull Arena vor Anpfiff durch das Zünden von Pyrotechnik ein.  © Picture Point/S. Sonntag

Dass die beiden Partien gegen den schottischen Serienmeister von größter Bedeutung sein werden, stand bereits vor Anpfiff fest.

Das Geschehen spielte sich vor 38.126 Zuschauern im ersten Durchgang vornehmlich im Mittelfeld ab. Dort gewannen die Leipziger durch ihr enormes Pressing viele Zweikämpfe. Durch mangelnde Anspielstationen - bedingt auch durch kompaktes Abwehrverhalten der Schotten - kam jedoch keine Großchance zustande.

Bis zur 31. Minute, in der Matheus Cunha nach Vorlage des agilen Marcel Sabitzer zum 1:0 traf. Wenig später war Bruma nach Flanke von Marcelo Saracchi zur Stelle - 2:0 (35.).

Konrad Laimer (54.) vergab in der zweiten Halbzeit die größte Gelegenheit, bei der er ungehindert am Tor vorbei zielte.

Von Celtic kam nichts mehr, RB fuhr den zweiten Gruppensieg im dritten Spiel souverän ein.

Sollten die Roten Bullen auch das Rückspiel in zwei Wochen im Celtic Park gewinnen, wäre die K.o.-Runde schon sicher gebucht.

Acht Neue in der Startelf - Schneller Doppelschlag schockt Celtic

Der zuletzt über mangelnde Einsatzzeiten klagende Bruma (2.v.r.) schloss eine Vorlage von Marcelo Saracchi nach 35 Minuten zum 2:0 für RB Leipzig ab.
Der zuletzt über mangelnde Einsatzzeiten klagende Bruma (2.v.r.) schloss eine Vorlage von Marcelo Saracchi nach 35 Minuten zum 2:0 für RB Leipzig ab.  © Picture Point/S. Sonntag

Gleich auf acht Positionen rotierte RB-Coach Ralf Rangnick nach dem 0:0 in Augsburg. Verletzt passen mussten Emil Forsberg, Diego Demme und Ibrahima Konaté. Der fragliche Timo Werner saß immerhin auf der Bank.

Tausende mitgereiste und lautstarke Celtic-Fans zündelten vor Spielbeginn ordentlich in ihrem Block und hüllten die Red Bull Arena in dichten Nebel.

Die erste dicke Chance gehörte den Gästen um den Ex-Liverpool-Trainer Brendan Rodgers: Odsonne Edouard tunnelte Lukas Klostermann, schoss aber knapp an Yvon Mvogos Kasten vorbei (7.).

In eigenem Ballbesitz ging es vor den heimischen Fans zwar gewohnt flott nach vorn, die entscheidende Idee fehlte Rangnicks Jungs allerdings erst.

RB näherte sich dem Tor immer mehr an und wurde belohnt: Eine Sabitzer-Flanke konnte kein Celtic-Verteidiger klären, plötzlich stand Cunha mit Ball frei vor Torhüter Craig Gordon und traf mit einem satten Schuss zum 1:0 (31.).

Keine vier Minuten später klingelte es erneut: Saracchi übersprang seinen herangrätschenden Gegenspieler Cristian Gamboa und flankte in den Strafraum. Dort rutschten mehrere Spieler am Ball vorbei, am Ende konnte Bruma abziehen und zum 2:0 einnetzen (35.). Geschockte Glasgower konnten froh sein, bis zur Halbzeit nicht noch das 0:3 zu fangen.

Laimer lässt das 3:0 liegen - Glasgow zu schläfrig fürs Comeback

RB Leipzig zeigte eine souveräne und bei Großchancen abgezockte Leistung gegen den 49-maligen schottischen Meister. Im Bild die beiden Torschützen Matheus Cunha (l.) und Bruma.
RB Leipzig zeigte eine souveräne und bei Großchancen abgezockte Leistung gegen den 49-maligen schottischen Meister. Im Bild die beiden Torschützen Matheus Cunha (l.) und Bruma.  © Picture Point/R. Petzsche

Für die Gäste gab es auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten kein Durchkommen, RB presste weiter früh und ließ das 3:0 liegen.

Konrad Laimer schnappte sich den Ball an der Mittellinie, rannte lockerleicht durch die Abwehr, schoss jedoch hauchdünn am Tor vorbei (54.).

Eine Reaktion zeigte das Rodgers-Team überraschend nicht. Die Sachsen konnten ihr Spiel unter fast keiner Gegenwehr aufbauen. Hinten standen sie weiter sattelfest, erstickten gegnerische Konter frühzeitig.

A-Jugendspieler Erik Majetschak durfte in den letzten Minuten noch einmal Europa-League-Luft schnuppern, nachdem er bereits in der Quali bei BK Häcken (1:1) auflief.

Und auch Keeper Mvogo durfte sich noch mal beweisen: Beim Schuss von Edouard fuhr er das linke Bein aus und parierte stark (86.).

Im Parallelspiel der Gruppe B setzte sich Leipzigs Bruder Salzburg mit 3:0 gegen Rosenborg Trondheim durch. Die Österreicher führen die Tabelle mit der Maximalausbeute von neun Punkten vor Leipzig (6), Celtic (3) und Trondheim (0) an. Da das Weiterkommen bei eventueller Punktgleichheit vom direkten Duell abhängig wäre, würde RB mit einem Sieg im Celtic Park (8. November) schon sicher in der K.o.-Phase stehen.

Für die Bullen geht es am Sonntag in der Liga gegen den kriselnden FC Schalke 04 weiter. Anstoß in der Red Bull Arena ist 15.30 Uhr.

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