RB Leipzig erstmals im Pokalfinale: Bier, Party, Malle-Hits

Hamburg - Nach einem verdienten 3:1-Auswärtssieg beim Hamburger SV hat RB Leipzig zum ersten Mal in der knapp zehnjährigen Vereinsgeschichte das DFB-Pokal-Finale erreicht (TAG24 berichtete). Nach Abpfiff zeigten sich Spieler und Trainer erleichtert, ein Gegner schwärmte in höchsten Tönen vom Endspielteilnehmer. In der Kabine stieg 'ne Mallorca-Party.

Erst wurde auf dem Platz gefeiert...
Erst wurde auf dem Platz gefeiert...  © Picture Point

"Normalerweise muss das Spiel nach 20 Minuten entschieden sein. Wenn es da 3:0 steht, kann sich der HSV nicht beklagen", analysierte Ralf Rangnick in der ARD. Gleich mehrfach hatten seine Jungs Hochkaräter liegen und den HSV im Spiel gelassen. Doch dann flog eine Ecke in den Strafraum, Yussuf Poulsen (erster Startelf-Einsatz nach überstandener Angina) stieg hoch, köpfte, Tor.

Verrückt dann das 1:1. "Der Ausgleichstreffer fiel aus heiterem Himmel", sagte Rangnick. "Das war ein Fehler von Kevin, der weiß, dass er da den Ball nicht gegen Jatta vertendeln darf." Kampl hatte die Kugel auf dem Flügel verloren, Bakery Jatta hob das Spielgerät sehenswert über Péter Gulácsi hinweg in den Kasten. Es folgten noch ein Eigentor von Vasilije Janjicic in der 53. Minute sowie ein Weitschuss von Emil Forsberg (72.) zum 3:1-Endstand.

Rangnick: "Die haben durchaus Qualitäten. Sobald das Spiel in unserer Hälfte war, hatten wir das ein oder andere Mal Probleme und wenn wir in deren Hälfte waren, hatte der HSV Probleme."

Der gesamte Trainerstab sei jetzt "voller Adrenalin". Verblüfft zeigte sich der 60-Jährige auch von der anhaltenden Auswärts-Siegesserie. Beim HSV war es der neunte Pflichtsieg auf fremden Platz in diesem Jahr. "An so eine Serie kann ich mich als Trainer nicht erinnern."

HSV-Torhüter Pollersbeck schwärmt: "Mit Bayern beste Mannschaft Deutschlands"

... dann ging's in der Kabine weiter.
... dann ging's in der Kabine weiter.  © Screenshot/Instagram

3:1-Torschütze Emil Forsberg sagte, ein Pokalfinale sei das Ziel gewesen, "als ich hierher gekommen bin. Glückwunsch an die Jungs, an den Verein, an die Stadt Leipzig. Das ist natürlich richtig, richtig schön", so der Schwede.

Auch ein Hamburger kam nach der bitteren Pleite zu Wort. Torhüter Julian Pollersbeck: "Wir haben eigentlich echt gut mitgehalten." Doch RB Leipzig sei eine "Wahnsinns-Mannschaft", zähle in seinen Augen neben dem FC Bayern München als bestes Team Deutschlands.

"Wir haben uns mehr als tapfer geschlagen und sie immer wieder vor Probleme gestellt", so der 24-Jährige. "Es hat Spaß gemacht, gegen die zu spielen. Das ist ein brutales Niveau, das sie an den Tag legen."

Torschütze und Vorlagengeber Yussuf Poulsen verriet, dass Trainer Ralf Rangnick im Vorfeld von seinen beiden Pokalfinals mit Schalke 04 erzählte und schwärmte. "Deswegen freuen wir uns sehr, dass wir dieses Spiel spielen können - das wird geil."

In der Kabine wurde der Pokaltriumph anschließend mit ein, zwei Bierchen begossen. Dazwischen tanzten die Kicker zu Mallora-Songs wie "Dicke Titten Kartoffelsalat" und "So ein schöner Tag".

Gegen wen die Roten Bullen antreten müssen, entscheidet sich am Mittwochabend, wenn Werder Bremen den Rekordchampion FC Bayern München empfängt. Die ARD und Sky übertragen das Spiel jeweils ab 20.45 Uhr live.

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