So will RB Leipzig Frankfurts "magisches Dreieck" im Topspiel ausschalten

Leipzig - Topspiel am Samstagnachmittag! RB Leipzig hat gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) vor heimischer Kulisse die große Chance, sich ein dickes Polster auf die lauernden Adler anzufressen. Aber Achtung: Die Gäste kommen mit dem "magischen Dreieck" nach Sachsen - und das will auch den Bullen das Fürchten lehren.

Timo Werner könnte nach überstandener Grippe zum Comeback gegen Frankfurt kommen.
Timo Werner könnte nach überstandener Grippe zum Comeback gegen Frankfurt kommen.  © Picture Point

Weiterhin passen muss Kevin Kampl. Der 28-Jährige hat noch Folgeerscheinungen nach seinem Zehenbruch. Er soll erst wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, "wenn alle Probleme auskuriert sind", sagte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick. Auch die Neuzugänge Amadou Haidara (Kreuzbandriss) und Emile Smith Rowe (Leistenverletzung) sowie Dayot Upamecano (Knorpelquetschung) stehen noch nicht zur Verfügung. Besonders hart trifft RB, dass neben Upamecano auch Innenverteidiger-Kollege Ibrahima Konaté wegen seiner fünften Gelben Karte ausfällt - ausgerechnet gegen Frankfurts Top-Offensive.

Aufgrund dessen entscheidet sich Rangnick erst kurzfristig, ob er eine 3er- oder 5er-Abwehr aufstellt. Immerhin machte er Nordi Mukiele Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz. "Er trainiert seit der Winterpause auf deutlich konzentrierterem und engagierterem Niveau."

Und was ist mit Timo Werner? Der wegen einer Grippe seit zwei Pflichtspielen fehlende Stürmer hat am Donnerstag wieder mit dem Team trainiert. Dennoch wollte man noch abwarten, "wie es ihm körperlich nach der Trainingsbelastung" am Freitag geht. Zumindest sei es "möglich", dass er im Kader steht.

Nach drei Kurzeinsätzen gegen Düsseldorf (4:0), Hannover (3:0) und Wolfsburg (1:0) steht auch Emil Forsberg nach seinen Leistenproblemen wieder für mindestens eine Halbzeit zur Verfügung. Dem Linksaußen traut Trainer Rangnick zu, "dass er 45, vielleicht 60 Minuten spielt."

Schlägt Frankfurts "magisches Dreieck" auch in Leipzig zu?

Das "magische Dreieck" aus Ante Rebic (3.v.r.), Sébastien Haller (2.v.r.) und Luka Jovic will auch gegen RB Leipzig zuschlagen.
Das "magische Dreieck" aus Ante Rebic (3.v.r.), Sébastien Haller (2.v.r.) und Luka Jovic will auch gegen RB Leipzig zuschlagen.  © DPA

Mit Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller reisen die Hessen mit drei Stürmern in bestechender Form an.

"Die haben vorne enorme Qualität", weiß auch Ralf Rangnick. Er will aber ebensowenig den oft als Zehner agierenden Mijat Gacinovic aus den Augen lassen. Der Serbe sei ein "Spieler, der gute Umschaltmomente und -bewegungen hat." Ob er oder jemand aus dem "magischen Dreieck" spielt, sei deshalb irrelevant.

Apropos "magisches Dreieck": Ein Blick in Rebics, Jovics und Hallers Statistiken dürfte für Angstschweiß auf der Bullenstirn sorgen. 40 der 58 Eintracht-Pflichtspieltore erzielte dieses Trio - das sind knapp 70 Prozent. "Jeder hat seine eigenen Waffen. In der Kombination ist es nicht einfach, das zu verteidigen", weiß Leipzigs Coach: "Wir müssen präsent sein und gut verteidigen!"

Doch der 60-Jährige hat auch schon Pläne, wie seine Jungs die SGE-Kicker im Aufbauspiel überwinden können. "Im Rücken der beiden Außenspieler [Danny da Costa und Filip Kostic, d. Red.] gibt es Freiräume, in die man hinein sprinten kann."

Rückkehrer Rebic - Englische Woche für Leipzig, Ruhezeit für Frankfurt: ein Vorteil?

Ante Rebic (M.) spielte zur Leihe in der Saison 2014/15 in Leipzig, kam in elf Einsätzen aber zu keiner Torbeteiligung. Samstag folgt die Rückkehr.
Ante Rebic (M.) spielte zur Leihe in der Saison 2014/15 in Leipzig, kam in elf Einsätzen aber zu keiner Torbeteiligung. Samstag folgt die Rückkehr.  © Picture Point

Den Frankfurtern in die Karten spielen könnte die spielfreie Woche. Denn im Gegensatz zu den Roten Bullen musste der Titelverteidiger nach dem Erstrunden-Aus in Ulm nicht im DFB-Pokal ran.

"Das ist nicht unbedingt ein Vorteil für uns", muss Rangnick feststellen, der auf die Akteure zurückgreifen will, die sich von der sprintintensiven Partie gegen Wolfsburg am Mittwoch am besten erholt haben.

Und dann gibt's ja noch eine spannende Personalie: Mit Ante Rebic kehrt ein Ex-Bulle nach Sachsen zurück. Der bullige Kroate kickte auf Leihbasis 2014/15 nach dem Zweitliga-Aufstieg in Leipzig, kam in elf Pflichtpartien aber zu keiner einzigen Torbeteiligung. Ralf Rangnick spricht dennoch von einem "Ausnahmetalent, der sein Können damals noch nicht zeigen konnte."

Seit Sommer 2016 ist er bei der SGE. Nach zwei Jahren Leihe wurde der 25-Jährige im vergangenen Juli fest verpflichtet. Die Bilanz seitdem: 19 Tore und acht Vorlagen in 76 Einsätzen. Rangnick: "Mich freut es für ihn, dass er diese Entwicklung in Frankfurt genommen hat. Er ist zu einem der interessantesten Bundesliga-Charaktere geworden."

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt der Tabellenvierte RB, hätten sie komfortable acht Zähler Vorsprung auf die ambitionierten Hessen auf Rang sechs. Bei einem Frankfurter Sieg würde der Leipziger Vorsprung auf zwei Punkte schmelzen. Immerhin wird zu diesem Kräftemessen auch eine (fast) ausverkaufte Red Bull Arena erwartet - im Gegensatz zur Mini-Kulisse von 21.135 Zuschauern gegen Wolfsburg.

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