RB Leipzig mit mangelnder Einstellung gegen Frankfurt? "Wir haben sie falsch eingeschätzt!"

Leipzig - Gelungene Heimpremiere für RB Leipzig unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann! Unter der Führung des 32-Jährigen feierten die Sachsen am Sonntag einen knappen 2:1-Erfolg, der zum Ende hin noch einmal in Gefahr geriet (TAG24 berichtete). Den Europa-League-Qualifikanten habe man "falsch eingeschätzt", mussten Coach und Spieler anschließend zugeben. Und auch Timo Werners überraschende Vertragsverlängerung konnte die negativen Punkte nicht gänzlich beiseiteschieben.

Julian Nagelsmann (32) ist der erste RB-Coach, der seine ersten drei Pflichtspiele gewinnen konnte.
Julian Nagelsmann (32) ist der erste RB-Coach, der seine ersten drei Pflichtspiele gewinnen konnte.  © picture point/Sven Sonntag

Nagelsmann hat gegen die SGE für ein Novum gesorgt: Zum ersten Mal in der zehnjährigen Vereinsgeschichte gewann ein RB-Trainer die ersten drei Pflichtspiele. Erst 3:2 im Pokal in Osnabrück, dann 4:0 bei Union und jetzt eben 2:1 gegen Frankfurt. Ganz zufrieden konnte er aber nicht sein.

"Wir haben Frankfurt mit mehr langen Bällen erwartet", musste Nagelsmann nach dem zweiten Ligasieg in Folge zugeben. "Es war offener, als wir es uns erhofft hatten und ein am Ende glücklicher Sieg, der glücklich macht. Es war nicht so schön anzuschauen, wie bei Union Berlin."

Aufgrund der hohen Temperaturen um 32 Grad sei es "nicht immer so einfach" gewesen, Druck in die Partie zu bekommen, so der 32-Jährige.

Mit einem Tor und einer Vorlage war diesmal Yussuf Poulsen der Matchwinner gegen die Frankfurter Eintracht. Auch er sah noch einige Luft nach oben. "Es gab viele Sachen, die wir besser hätten machen können. Wir haben die Frankfurter auch ein bisschen falsch eingeschätzt."

Nach den ersten 30 Minuten, die der Däne als "top, top, top" beschrieb, häuften sich vor allem noch mal zum Ende der Partie Ungenauigkeiten, die die Spielentscheidung nach hinten verschob. Man müsse versuchen, die Leistung aus der ersten halben Stunde künftig über 90 Minuten durchzuziehen.

Werner verlängert bis 2023: "Unangenehm, dass es groß im Stadion bekannt gegeben wurde"

Ein wenig hingen die Köpfe der Roten Bullen trotz des 2:1-Erfolges gegen Eintracht Frankfurt.
Ein wenig hingen die Köpfe der Roten Bullen trotz des 2:1-Erfolges gegen Eintracht Frankfurt.  © picture point/Sven Sonntag

Die noch größere Geschichte des Tages - abseits des Sieges - war aber die offizielle Bestätigung, dass Nationalstürmer Timo Werner seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert hat.

Nach vielen Monaten der Ungewissheit für die Verantwortlichen, den Trainer, die Mitspieler und die Fans, gab es nun die doch überraschende Ausdehnung des im Sommer 2020 auslaufenden Kontrakts.

"Mir wurde immer mal wieder eine Torflaute angedichtet deswegen, aber das ist vollkommen normal. Ich habe letzte Saison 16 Tore geschossen, trotz den ganzen Vertragsverhandlungen", so der 23-Jährige, der auf nun 63 Treffer und 28 Vorlagen in 117 Partien für die Roten Bullen kommt.

Auch er musste eingestehen, dass man die SGE "nicht so spritzig erwartet" habe, weil sie erst am Donnerstag im Playoff-Hinspiel der Europa League bei Racing Straßburg (0:1) ran mussten. "Wir haben nicht unser bestes Spiel abgeliefert, aber solche Spiele muss man auch mal gewinnen."

Dass die am Sonntagmittag unterschriebene Vertragsverlängerung vor der Begegnung gegen Adi Hütters Eintracht bekannt gegeben wurde, sei Werner "schon unangenehm" gewesen. "Ich wollte jetzt nicht so ein Brimborium daraus machen. Im Endeffekt ist es nur ein Stück Papier, das unterschrieben wurde." Selbst einige Mitspieler hätten erst nach dem Heimdreier die Nachricht bekommen.

Das Hin und Her, ob Werner verlängert, verkauft wird oder 2020 ablösefrei wechselt, geisterte seit Ende 2018 über den Cottaweg. Jetzt können die Verantwortlichen endlich einen Haken hinter die Personalie machen.

Timo Werner traf bereits in der 10. Minute zur wichtigen 1:0-Führung. Zwei weitere guten Chancen ließ der Nationalstürmer liegen.
Timo Werner traf bereits in der 10. Minute zur wichtigen 1:0-Führung. Zwei weitere guten Chancen ließ der Nationalstürmer liegen.  © Picture Point/Roger Petzsche

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