Unfassbar! RB Leipzig vermasselt Weiterkommen in der Europa League


Leipzig - Die große Überraschung ist ausgeblieben. RB Leipzig hat im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen Rosenborg Trondheim am späten Donnerstagabend nur 1:1 (0:0)-Unentschieden gespielt und damit den Einzug in die Zwischenrunde verpasst. Der Ausgleich fiel kurz vor Schluss. Besonders bitter: Durch Celtic Glasgows 1:2 gegen den FC Salzburg hätten die Sachsen mit einem Dreier international überwintert.

Erzielte das 1:0 für die Roten Bullen: Matheus Cunha (2.v.l.) bei der Umarmung mit Vorlagengeber Bruma. Der Treffer reichte jedoch nicht zum Weiterkommen.
Erzielte das 1:0 für die Roten Bullen: Matheus Cunha (2.v.l.) bei der Umarmung mit Vorlagengeber Bruma. Der Treffer reichte jedoch nicht zum Weiterkommen.  © DPA

Die Ausgangslage war so einfach und doch so kompliziert: RB Leipzig benötigte gegen den frisch gebackenen norwegischen Double-Sieger unbedingt einen Heimsieg, während Schwesterklub Salzburg parallel in Glasgow gewinnen musste.

Die Hausherren taten sich vor der Mini-Kulisse von 16.957 Zuschauern in der nicht einmal halbvollen Red Bull Arena extrem schwer. Trondheim stand bei Leipziger Ballbesitz mit Mann und Maus hinten drin. Gefährlich wurde es in der ersten Halbzeit durch Jean-Kévin Augustin (2./8./30.), Matheus Cunha (37.) und Kapitän Willi Orban (43.).

Kurz nach dem Seitenwechsel traf Cunha dann mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0 (47.). 20 Minuten später erzielte auch Salzburg das 1:0 in Glasgow. Goalgetter Fredrik Gulbrandsen machte in Schottland alles klar.

Leipzig kassierte hingegen noch den Ausgleich und flog raus.

Augustin vergibt dreifach - RB tut sich gegen tief stehende Norweger schwer

Vergab im ersten Durchgang drei Großchancen: Stürmer Jean-Kévin Augustin scheitert hier am blockenden Tore Reginiussen (liegend).
Vergab im ersten Durchgang drei Großchancen: Stürmer Jean-Kévin Augustin scheitert hier am blockenden Tore Reginiussen (liegend).  © Picture Point/R. Petzsche

Acht neue Spieler rotierte RB-Coach Ralf Rangnick nach dem 0:3 in Freiburg in die Startelf. In der Offensive begannen Jean-Kévin Augustin und Matheus Cunha, während Timo Werner und Yussuf Poulsen zunächst auf der Bank saßen.

Schon in der 2. Minute hätte es beinahe geklingelt. Konrad Laimer spielte einen Querpass in den Strafraum. Dort hielt Augustin den Fuß hin und zwang Keeper André Hansen zu einer Glanzparade.

Über 20 Minuten brachte RB anschließend keinen einzigen Schuss aufs Tor zustande. Erneut mangelte es bei höherem Ballbesitz an Anspielstationen gegen tief verteidigende Norweger.

Erst nach einer halben Stunde war es wieder Augustin, der zunächst freistehend im Sprint den Moment des Schusses verpasste, letztlich doppelt von Tore Reginiussen geblockt wurde (30.).

Und auch Sturmpartner Cunha versuchte sich nach einer Flanke von Nordi Mukiele, brachte seinen Fuß aber nur noch ungefährlich ins Spiel - Hansen hielt (37.). Kapitän Orban köpfte kurz vor der Halbzeit nach einem Eckball noch an die Querlatte. Das hätte die Führung sein müssen (43.).

Auch zwischen Glasgow und Salzburg stand es nach 45 Minuten trotz drückender Überlegenheit der Österreicher 0:0. Damit wäre Leipzigs Aus besiegelt.

Leipzig führt flott und kassiert doch noch Gegentor - Salzburg machte seine Hausaufgaben

Leipzigs Genickbruch: Tore Reginiussen (am Boden) köpft den Ausgleich für die Gäste.
Leipzigs Genickbruch: Tore Reginiussen (am Boden) köpft den Ausgleich für die Gäste.  © Picture Point/S. Sonntag

Ralf Rangnick reagierte und brachte zur zweiten Hälfte Yussuf Poulsen für den glücklosen Augustin.

Aber nicht der Däne, sondern Brasilianer Cunha erzielte die wichtige Führung für RB. Nach Pass von Bruma wurde sein Schuss unhaltbar für den Keeper abgefälscht - 1:0 (47.).

Ein Blick nach Schottland lohnte sich: Denn Salzburg führte 20 Minuten später ebenfalls bei Celtic Glasgow 1:0. Zu diesem Zeitpunkt wären die beiden Red-Bull-Klubs weiter.

In der 71. Minute wurde ein Aussetzer von Nordi Mukiele beinahe bestraft, doch Samuel Adegbenro scheiterte an Leipzigs Schlussmann Yvon Mvogo.

Poulsen hatte anschließend die Entscheidung auf dem Fuß, schoss aber nach toller Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Marcel Sabitzer Trondheims Torhüter Hansen berühmt (79.).

Und es folgte der Genickbruch. Reginiussen köpfte die Gäste tatsächlich noch zum Ausgleich (86.) und warf die Bullen damit raus.

Sonntag haben die Sachsen in der Bundesliga noch einmal Heimrecht gegen den FSV Mainz 05. Anstoß in der Red Bull Arena ist 15.30 Uhr.

RB Leipzig (hier Kevin Kampl gegen Mike Jensen) kämpfte gegen den norwegischen Doublesieger Rosenborg Trondheim vergeblich.
RB Leipzig (hier Kevin Kampl gegen Mike Jensen) kämpfte gegen den norwegischen Doublesieger Rosenborg Trondheim vergeblich.  © Picture Point/S. Sonntag
Die Red Bull Arena war mit 16.957 Zuschauern nicht mal halbvoll.
Die Red Bull Arena war mit 16.957 Zuschauern nicht mal halbvoll.  © Picture Point/R. Petzsche

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