RB Leipzigs Werner kriegt das Ding nicht rein: Nullnummer gegen Augsburg

Leipzig - RB Leipzig ist auch im vierten Anlauf nicht der erste Bundesliga-Heimsieg 2019 geglückt. Gegen den Tabellenfünfzehnten FC Augsburg mussten sich die drittplatzierten Sachsen mit einem 0:0-Unentschieden begnügen. Vor 38.590 Zuschauern in der Red Bull Arena konnte keines der beiden Teams treffen. Vor allem die Gastgeber hatten aber einige Male die Chance dazu.

Kein Kopfball-Ungeheuer: der am Samstag glücklose Timo Werner.
Kein Kopfball-Ungeheuer: der am Samstag glücklose Timo Werner.  © DPA

Seit sieben Pflichtspielen waren die Sachsen vor dem Anpfiff ungeschlagen, konnten aber keines der letzten drei Liga-Heimspiele gewinnen. Auf der anderen Seite waren auswärtsschwache Augsburger zu Gast, die nur ein Pünktchen aus den letzten sieben Partien auf fremdem Rasen holten. Immerhin wurde zuletzt aber Spitzenreiter BVB 2:1 geschlagen.

Die Roten Bullen konnten die ersten 45 Minuten zwar dominieren, und spielten sich mehrere hochkarätige Gelegenheiten heraus, kamen aber nicht zum Torerfolg. So vergaben Rückkehrer Timo Werner (15./40.) und Sturmpartner Matheus Cunha (37.).

In der zweiten Hälfte waren es wieder Werner (65.), Halstenberg (69.), Kampl (80.) und Sabitzer (83.), denen allesamt das Glück im Abschluss fehlte. Das 0:0 ist aus Augsburger Sicht mehr als schmeichelhaft.

Damit wird der Champions-League-Aspirant auch nach dem 25. Spieltag den dritten Platz innehaben. Gladbach trifft im Abendspiel auswärts auf Mainz, könnte punktemäßig gleichziehen.

Werner is back - Mehrere Chancen, keine Tore

Vergab eine der dicksten Gelegenheiten im ersten Durchgang: Timo Werner (r.), der hier an Torhüter Gregor Kobel hängen bleibt.
Vergab eine der dicksten Gelegenheiten im ersten Durchgang: Timo Werner (r.), der hier an Torhüter Gregor Kobel hängen bleibt.  © DPA

Verletzungsbedingt musste RB-Coach Ralf Rangnick nur einmal wechseln: Im Sturm begann der wiedergenesene Timo Werner für Yussuf Poulsen (Wadenprobleme). Beim FCA schickte Manuel Baum mit Rani Khedira und Georg Teigl gleich zwei Ex-Leipziger auf den Rasen.

Die Hausherren drängten das Kellerkind in der Anfangsviertelstunde weit in deren Hälfte, wobei es zunächst am letzten Pass in den Strafraum haperte. In der 15. Minute folgte dann mal ein Geistesblitz: Tyler Adams passte lang auf Werner, der aber freistehend am herausgeeilten Keeper Gregor Kobel hängen blieb.

Nach einem kurzen Regenschauer kam die Sonne wieder aus - und auch das Leipziger Spiel erhellte in einem Moment: Marcel Sabitzer schickte Werner erneut, doch beim Doppelpassversuch im Sechzehner stand der Österreicher klar im Abseits (30.).

Beste Chance in der 37. Minute: RB kombinierte sich über Marcel Halstenberg in den Strafraum, doch Matheus Cunhas Schuss konnte Kobel stark parieren. Drei Minuten später folgt die nächste: Cunha flankt auf den rechten Flügel, Sabitzer mit einer direkten butterweichen Flanke auf Werner, doch sein Kopfball geht über die Latte (40.).

RB drückt und drückt, aber Kobel hält den Punkt fest

Staunte nicht schlecht, dass seine offensiven Mitspieler den Ball nicht im Kasten unterbrachten: Kapitän Willi Orban.
Staunte nicht schlecht, dass seine offensiven Mitspieler den Ball nicht im Kasten unterbrachten: Kapitän Willi Orban.  © DPA

Die offensiv zu harmlosen Augsburger (null Torschüsse in der ersten Halbzeit) wurden auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten in ihre Hälfte gedrängt, waren weiter aufs Verteidigen fokussiert.

Aufregung in der 57.! Werner sprintete in den Strafraum, ging im Zweikampf mit Kevin Danso zu Fall - kein Elfmeter. Wohl die richtige Entscheidung, da der Verteidiger den Ball spielte.

Es war nicht Werners Tag. Der vom FC Bayern umworbene Nationalstürmer verpasste nach Kampl-Flanke den Kopfball und damit die wohl sichere Führung (65.). Kurz darauf bediente Kampl Halstenberg, in dessen Halbschuss Sabitzer in der Mitte hätte rutschen können, es aber nicht tat (69.).

Kampl probierte es zehn Minuten vor dem Ende mal aus der Distanz - Kobel hielt sicher (80.). Danach bediente der eingewechselte Jean-Kévin Augustin Sabitzer, Kobel war wieder zur Stelle (83.).

RB drängte unermüdlich auf den Führungs- und damit auch Siegtreffer, sollte am Ende aber nicht für den Einsatz belohnt werden. Wie in der Hinrunde steht es in der Partie nach 90 Minuten 0:0.

In exakt einer Woche geht es für die Bullen weiter, dann mit dem Auswärtsspiel beim Krisenklub FC Schalke 04. Anstoß in der Veltins Arena ist 15.30 Uhr. Das Pokal-Viertelfinale in Augsburg steigt am 2. April um 20.45 Uhr, es ist das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison.

Es sollte nicht sein für Timo Werner und RB Leipzig.
Es sollte nicht sein für Timo Werner und RB Leipzig.  © DPA
Hatten ihren Spaß und trotzten dem kalten Windböen und kurzem Regenschauer: Die RB-Fans in der Red Bull Arena.
Hatten ihren Spaß und trotzten dem kalten Windböen und kurzem Regenschauer: Die RB-Fans in der Red Bull Arena.  © Picture Point

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