RB Leipzig dreht Heimspiel gegen Augsburg und ist erstmals Herbstmeister

Leipzig - RB Leipzig hat die erste Herbstmeisterschaft der Vereinsgeschichte perfekt gemacht! Durch einen 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen formstarke Augsburger holten sich die Sachsen vor 40.562 Zuschauern die Halbserien-Krone. In der Red Bull Arena traf am Samstag zunächst Florian Niederlechner (8.) für die Gäste, ehe Konrad Laimer (68.), Patrick Schick (79.) und Yussuf Poulsen (89.) das Spiel noch drehten.

Coach Julian Nagelsmann hat mit RB Leipzig die erste Herbstmeisterschaft der Vereinsgeschichte klargemacht. Da kann man schon mal die Muskeln spielen lassen.
Coach Julian Nagelsmann hat mit RB Leipzig die erste Herbstmeisterschaft der Vereinsgeschichte klargemacht. Da kann man schon mal die Muskeln spielen lassen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die schönste personelle Sache gleich vorab: Tyler Adams hat seine Adduktorenbeschwerden endlich auskuriert und stand in seinem ersten Saisonspiel direkt in der Startelf.

Tabellarisch war RBL gegen FCA es nicht unbedingt ein Topspiel. Anhand der letzten Auftritte hingegen umso mehr: Während der Gastgeber seit elf Pflichtspielen ungeschlagen war, sammelte Augsburg in den letzten sechs Ligapartien 16 von 18 möglichen Zählern und konnte mit einem Dreier in Leipzig zu den Europa-League-Plätzen aufschließen.

Auf der anderen Seite musste Martin Schmidt zunächst auf Philipp Max (Halsschmerzen) verzichten, der viermal in den letzten zwei Partien knipste.

Trotz deutlicher Überlegenheit in der ersten Halbzeit (9:4 Torschüsse, 75 Prozent Ballbesitz, 88:63 Prozent Passquote) ging es nach Florian Niederlechners Tor mit einem 0:1 aus Leipziger Sicht in die Kabinen.

Julian Nagelsmanns Team blieb aber im Dauerangriff und belohnte sich durch Konrad Laimers zweites Saisontor mit dem Ausgleich (68.). Kurze Zeit später drehte Patrik Schick (79.) die Partie sogar, Yussuf Poulsen (89.) legte noch einen drauf.

Unabhängig von Gladbachs Abschneiden bei Hertha BSC im Abendspiel ist RB Leipzig aufgrund der deutlichen besseren Tordifferenz Herbstmeister.

Tyler Adams is back! Niederlechner zur Augsburger Halbzeitführung

Florian Niederlechner (#7) trifft per Seitfallzieher unhaltbar in der 8. Minute zum 1:0 für Augsburg. Es war seine zehnte direkte Torbeteiligung in den letzten sechs Partien.
Florian Niederlechner (#7) trifft per Seitfallzieher unhaltbar in der 8. Minute zum 1:0 für Augsburg. Es war seine zehnte direkte Torbeteiligung in den letzten sechs Partien.  © imago images/opokupix

RB Leipzig startete mit vier Neuen in der ersten Elf: Rückkehrer Tyler Adams, Amadou Haidara, Christopher Nkunku und Patrick Schick begannen für Nordi Mukiele, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen (alle Bank). Beim FCA fehlte Ex-Bulle Rani Khedira gesperrt.

Leipzig konnte einen Bundesliga-Rekord aufstellen, denn noch nie hat ein Team in acht aufeinanderfolgenden Spielen mindestens drei Tore erzielt. Und RB hatte Bock drauf. Schon in der 4. Minute zappelte der Ball im Netz, doch bevor Adams auf Torschütze Timo Werner abgelegt hatte, bekam der US-Amerikaner das Spielgerät an die Hand.

Weitere vier Minuten später trafen die Augsburger, doch dieses Tor zählte. Einen langen Ball in den Sechzehner köpfte Lukas Klostermann zentral raus, Marco Richter bekam ihn, ließ Nkunku mit einem Heber stehen, flankte nach innen, dort traf Florian Niederlechner mit einem Seitfallzieher zum 1:0 (8.).

Die Bullen steckten nicht auf, wollten ausgleichen, hatten auch gute Chancen dazu. Erst war es Dayot Upamecano, der nach einer Ecke ins Kopfballduell gegen Tin Jedvaj ging, dann per Fuß aber nur die Latte traf (13.). Kurz danach schickte Nkunku Schick, der Keeper Tomas Koubek umkurvte, doch Felix Uduokhai klärte, bevor er mit der Hüfte gegen den Pfosten krachte (17.).

RB blieb weiter dran. In der 29. Minute spielte Konrad Laimer einen langen Pass auf Schick, dessen Direktabnahme Koubek zur Seite abwehrte. Dort schoss Werner wiederum direkt, aber nicht platziert, auf der anderen Seite war es wieder Schick, der jedoch beim zweiten Versuch im Abseits stand.

Die letzten Chancen aufs 1:1 hatten Laimer, der sich gegen zwei Verteidiger stark durchsetzte, dann aber zu hoch zielte (37.) und Nkunku, der frei von halblinks abzog, diesmal verhinderte Koubeks Knie den Ausgleich.

Laimer und Poulsen machen RB zum Herbstmeister

Patrick Schick (r.) drehte das Spiel, ehe Yussuf Poulsen mit dem 3:1 alles klarmachte.
Patrick Schick (r.) drehte das Spiel, ehe Yussuf Poulsen mit dem 3:1 alles klarmachte.  © Picture Point/R. Petzsche

Zugegeben war es gegen sehr diszipliniert verteidigende Gäste auch zu Beginn des zweiten Durchgangs schwer, gefährliche Aktionen einzuleiten.

Augsburg wurde vom Tabellenführer meistens weit in die eigene Hälfte zurückgedrängt, doch RB fand meistens nur bei Kontern Mittel gegen die Abwehr. So fiel Haidara nach zehn Minuten nichts anderes ein, als aus der Ferne abzuziehen - klar drüber (54.).

Kurz danach flitzte Werner los, der jedoch noch entscheidend von Uduokhai gestört werden konnte und keinen Abschluss zustande brachte (55.).

Doch RB belohnte sich doch noch! Laimer schnappte sich den Ball 20 Meter vorm Kasten von Jan Moravek, geht dann ein paar Schritte und schlenzt die Kugel wunderbar ins Tor 1:1 (68.). Somit trafen die Sachsen in allen 17 Ligaspielen.

Und es kam noch besser. Bei der achten Ecke ließ Uduokhai seinen Gegenspieler Schick ganz allein, der Tscheche sprang leicht hoch und drehte das Spiel per Kopf - 2:1 (79.). Joker Yussuf Poulsen legte noch einen nach und sorgte mit dem 3:1 für den Endstand (89.).

Erst in vier Wochen und somit auch erst im neuen Jahr geht es mit der Rückrunde los. RB Leipzig begrüßt dann Besuch aus Berlin, wenn am 18. Januar (18.30 Uhr/Sky) der FC Union zu Gast ist. Augsburg muss bereits ab 15.30 Uhr gegen Borussia Dortmund ran.

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