RB Leipzig: Sabitzer kritisiert Rangnick nach 0:0 gegen Augsburg

Leipzig - Heim-Hemmungen bei RB Leipzig! Der Fußball-Bundesligist ist auch im vierten Heimspiel im Jahr 2019 nicht als Sieger vom Platz gegangen, verzweifelte beim 0:0 gegen den FC Augsburg vor allem an Torhüter Gregor Kobel. Anschließend gingen die Bullen auf Ursachenforschung. Und einer übte sogar Kritik am eigenen Trainer.

Timo Werner (23) ging am Samstag zu wenig ein Licht auf.
Timo Werner (23) ging am Samstag zu wenig ein Licht auf.  © DPA

Auswärts klappt's in diesem Jahr wunderbar: vier Siege in vier Partien, 11:1 Tore. Anders als in der Hinrunde hapert es beim Team von Trainer Ralf Rangnick (60) aber in der heimischen Red Bull Arena: Vier Versuche, kein Dreier. Woran liegt die Ladehemmung?

Dinge, die im Training angesprochen wurden, seien nicht umgesetzt worden, kritisierte Coach Rangnick danach. "Wir haben zu viel quer gespielt, es gab zu wenig diagonale Bälle."

Ein "Unglücksrabe" vor 38.590 Zuschauern war Rückkehrer Timo Werner. Der 23-Jährige konnte sich nach seinem Geburtstag am Mittwoch kein nachträgliches Geschenk machen, scheiterte mehrfach an sich und an FCA-Schlussmann Gregor Kobel (21).

Glück und Durchschlagskraft sowie das Schalten in den siebten Gang hätten beim deutschen Nationalstürmer gefehlt, so Rangnick. Dass der Knipser am Samstag nicht knipste, habe keine Verbindung zum kolportierten Wechsel im Sommer zum FC Bayern. Der Coach: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das etwas mit der Vertragssituation zu tun hat."

Sabitzer kritisiert Trainer Rangnick

Kritisierte seinen Trainer nach dem Spiel für dessen Personalentscheidungen: Marcel Sabitzer (l.).
Kritisierte seinen Trainer nach dem Spiel für dessen Personalentscheidungen: Marcel Sabitzer (l.).  © Picture Point

Nach Eckbällen, Freistößen und Einwürfen fehlten den Roten Bullen diesmal die Ideen. Vorn wurde der lange Yussuf Poulsen schmerzlich vermisst, der an Wadenproblemen leidet und nicht im 18er-Kader stand. "Seine Physis und Durchschlagskraft hätte uns gut getan", gab Rangnick zu. "Wir hatten aber auch drei andere Stürmer auf dem Platz."

Und dann war da noch ein sichtlich unzufriedener Marcel Sabitzer. Der Österreicher, der gegen den Tabellenfünfzehnten im rechten Mittelfeld begann, äußerte sich nach der Partie über die mangelnde Heimstärke. "Irgendwann nervt das auch", sagte der werdende Papa. Ein einziges Heimtor 2019 sei "viel zu wenig".

Schuld an der Nullnummer waren ihm zufolge die fehlenden kreativen Momente. Einer, den diese Fähigkeit auszeichnet, ist zum Beispiel Emil Forsberg. Der Schwede fühlt sich laut eigenen Aussagen nach Leistenproblemen schon wieder bei 100 Prozent. Dort sieht ihn Rangnick offenbar noch nicht wieder. Seine Einwechslung erst nach einer knappen Stunde kam für Sabitzer "vielleicht zu spät. Wir haben viele Spieler, die Kreativität mitbringen. Warum die nicht spielen, müssen andere beantworten." Hossa, da war einer ordentlich unter Strom.

Der 60-Jährige antwortete, dass er offensiv alles ausgeschöpft und mit Forsberg, Bruma und Jean-Kévin Augustin alle Angreifer von der Bank gebracht hat. Auf angebliche Aussagen seiner Spieler wolle er ohnehin nicht eingehen.

Eine Woche Pause, in denen die offensive Durchschlagskraft im Training verbessert und Marcel Sabitzer wieder heruntergekühlt werden kann, wartet nun auf RB Leipzig. Kommenden Samstag geht's dann zum FC Schalke 04, der nur vier Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Anstoß in der Veltins Arena ist 15.30 Uhr.

Trainer Ralf Rangnick (60) dürften die Aussagen von Sabitzer so gar nicht gefallen.
Trainer Ralf Rangnick (60) dürften die Aussagen von Sabitzer so gar nicht gefallen.  © Picture Point

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