Deshalb ist RB Leipzig für den FC Bayern nicht irgendein Gegner

Leipzig/München - Am heutigen Mittwoch trifft RB Leipzig das dritte Mal in der Allianz Arena auf Rekordmeister FC Bayern München. Noch nie konnten die Roten Bullen einen Punkt aus der bayrischen Landeshauptstadt entführen. Diesmal soll es gelingen. Vor allem deswegen, den FCB weiter an den Fersen kleben zu bleiben.

Im Oktober 2017 gewann der FC Bayern sein Heimspiel gegen RB Leipzig 2:0. Torschütze damals war unter anderem Robert Lewandowski (vorn), der anschließend mit Joshua Kimmich jubelte.
Im Oktober 2017 gewann der FC Bayern sein Heimspiel gegen RB Leipzig 2:0. Torschütze damals war unter anderem Robert Lewandowski (vorn), der anschließend mit Joshua Kimmich jubelte.  © DPA

Die Leipziger Statistik gegen den FC Bayern ist ausbaufähig. Besonders auswärts sind die Sachsen in München noch punkt- und sogar torlos. 0:3 in der Premieren-Saison, 0:2 letztes Jahr. Mittwoch folgt Anlauf Nummer drei. Auf Münchner Boden waren die Leipziger Kicker bislang chancenlos und übermotiviert. Denn nach Emil Forsberg 2016 fing sich 2017 auch Kapitän Willi Orban die Rote Karte ein.

Taktisch will RB-Trainer Ralf Rangnick - ganz unabhängig wer der kommende Gegner ist - an seiner offensiven Spielweise festhalten. "Wenn du nur verteidigst, wird es schwierig. Wir müssen sie zu Fehlern zwingen", sagte der 60-Jährige. Gegen die wiedererstarkten Bayern wäre es ihm zufolge einfacher gewesen, "vor fünf, sechs Wochen dort zu spielen".

Obwohl wieder eine Englische Woche ansteht, will der Chefcoach diesmal nicht im großen Stil rotieren. Vor beziehungsweise nach den Europa-League-Spielen waren sieben oder acht Wechsel an der Tagesordnung. Diesmal muss Rangnick "nur" und immer noch auf Emil Forsberg sowie den gelbgesperrten Marcel Sabitzer verzichten, der sich gegen Mainz (4:1) die fünfte Verwarnung fing. Zudem ist Kevin Kampl fraglich, der nach einem Tritt von Teamkollege Stefan Ilsanker über Schmerzen im kleinen Zeh klagt. Diego Demme (Bauchmuskelprobleme) wird wohl fit.

Bayern-Trainer Niko Kovac vergleicht Leipzig mit Liverpool

Beim letzten Aufeinandertreffen siegten die Sachsen im März 2:1. Hier erzielte Naby Keita den zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Bayerns Sven Ulreich.
Beim letzten Aufeinandertreffen siegten die Sachsen im März 2:1. Hier erzielte Naby Keita den zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Bayerns Sven Ulreich.  © Picture Point/R. Petzsche

Für den FC Bayern ist das vorletzte Spiel vor der Winterpause ein äußerst guter Gradmesser für die Champions-League-Partie gegen den FC Liverpool im Achtelfinale.

"Leipzig hat dieselben Grundideen: Schnelles Umschalten mit schnellen, tollen Fußballern, die dem Gegner Probleme bereiten, wenn sie hinter die Kette kommen", sagte FCB-Trainer Niko Kovac vor dem Duell des Dritten gegen den Vierten. Dennoch sehe der 47-Jährige Jürgen Klopps Liverpool als "Weltklasse Mannschaft" an - im Gegensatz zu RB.

Kovac wolle zudem "Leipzigs Stärken eliminieren. Wir müssen versuchen, sie aus dem Spiel zu nehmen. Wenn wir das schaffen, sind die Chancen sehr groß, das Spiel zu gewinnen."

Mit 28 Punkten befindet sich RB Leipzig aktuell auf Königsklassen-Platz vier wieder. 31 sollen es nach den Begegnungen in München und gegen Bremen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mindestens sein.

Gewinnen die Sachsen in der Allianz Arena, überholen sie den Gastgeber (30 Punkte) in der Tabelle sogar. Verlieren sie, sind die Bayern fünf Punkte weg. Das Topspiel des Spieltags wird ab 20.30 Uhr live auf Sky übertragen.

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