1:4! RB Leipzig verliert ersten Test gegen Zürich deutlich

Leipzig - RB Leipzig hat das erste Testspiel in der Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison 2019/20 gegen den FC Zürich mit 1:4 (0:3) verloren. Vor 1547 Zuschauern auf dem Trainingsplatz am Cottaweg trafen Benjamin Kololli (13.), Assan Ceesay (17.), Simon Sohm (29.) und Izer Aliu (64.) für den Schweizer Erstligisten. Emil Forsberg sorgte per Foulelfmeter (82.) nur noch für Kosmetik. Vier Tage nach dem Trainingsauftakt war noch viel Luft nach oben.

Nationalstürmer Timo Werner (r., hier gegen Zürichs Levan Kharabadze) blieb im Angriff blass.
Nationalstürmer Timo Werner (r., hier gegen Zürichs Levan Kharabadze) blieb im Angriff blass.  © Picture Point/R. Petzsche

Für die Gäste aus der Schweiz war die Partie in Sachsen die Generalprobe vor dem Saisonstart am 21. Juli gegen den FC Lugano. Bisherige Bilanz des zwölfmaligen Meisters in der Sommerpause: fünf Spiele, davon zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Zuletzt verlor das Team von Ludovic Magnin (40) 3:5 gegen den VfB Stuttgart.

Anders bei den Gastgebern: Nach vier Trainingstagen standen die Roten Bullen am Cottaweg erstmals in einer Partie auf dem Platz.

In der Startelf des neuen Trainers Julian Nagelsmann (31) standen mit Eric Martel, Mads Bidstrup, Tom Krauß und Fabrice Hartmann gleich vier Nachwuchsspieler. Hinzu kam der 18-jährige Neuzugang Luan Candido.

Das Tor hütete in einer flexiblen 3-5-2-Formation zunächst Stammkeeper Péter Gulácsi, Yussuf Poulsen und Timo Werner begannen im Dreier-Sturm mit Hartmann.

Zürich eiskalt vor dem Tor

Niedergeschlagen nehmen Willi Orban, Keeper Péter Gulácsi und Fabrice Hartmann das 0:1 hin. Es kam aber noch viel schlimmer.
Niedergeschlagen nehmen Willi Orban, Keeper Péter Gulácsi und Fabrice Hartmann das 0:1 hin. Es kam aber noch viel schlimmer.  © Picture Point/R. Petzsche

Die Begegnung startete kampfbetont und mit viel Offensivdrang auf beiden Seiten. Dass der FCZ schon am Ende der Sommervorbereitung steht, wurde erstmals in der 3. Minute deutlich.

Eine Flanke aus der Züricher Hälfte wurde immer länger, dennoch zu lang für den 1,88 Meter großen Assan Ceesay. Gulácsi fing den Ball sicher.

Doch dann klingelte es auch schon. Nach einem Ballverlust schnappte sich der Ex-Braunschweiger Salim Khelifi die Kugel, sprintete bis zur Grundlinie. Zunächst reagierten die Abwehrspieler wieder bockstark, gegen Benjamin Kolollis Schuss konnte aber auch Gulácsi nichts mehr ausrichten - 0:1 (13.).

Mit laaangen Schritten näherte sich kurz danach Ceesay über den linken Flügel dem gegnerischen Kasten und ließ dem RB-Schlussmann mit einem Flachschuss keine Chance - 0:2 (17.). RB war bemüht, wusste sich aber oftmals nur mit langen Bällen zu helfen, die die Abwehr entschärfen konnte. Gefährlich war bis dato nur Werners Pfostentreffer, vor dem er allerdings im Abseits stand (18.).

In die Leipziger Statistik schaffte es ein abgefälschter Kampl-Schlenzer, den Keeper Yanick Brecher stark halten konnte (27.). Einen Kololli-Schuss wehrte Gulácsi in der 29. Minute zur Ecke ab, die Simon Sohm zum 3:0 vollendete. Nagelsmann schien ratlos, hatte größtenteils den Ellbogen auf den Oberschenkel gestützt und das Kinn in der Hand liegen.

Minuten vor der Halbzeit setzte Regen ein - es passte zur Performance in den ersten 45 Minuten.

Bullen drücken, Schweizer treffen - Forsberg'sche Ergebniskosmetik

Auch Mittelfeldmotor Kevin Kampl, immerhin einer der auffälligsten RB-Akteure, konnte die deutliche Niederlage nicht verhindern.
Auch Mittelfeldmotor Kevin Kampl, immerhin einer der auffälligsten RB-Akteure, konnte die deutliche Niederlage nicht verhindern.  © Picture Point/R. Petzsche

Zur zweiten Halbzeit wechselte Nagelsmann elf neue Spieler ein. Unter anderem kamen Yvon Mvogo, Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Marcel Halstenberg rein.

Eine kleine Schrecksekunde gab's nach dem Seitenwechsel. Nach einem Zweikampf mit Levan Kharabadze blieb Nordi Mukiele liegen, hielt sich den Oberschenkel. Für ihn ging's aber weiter.

RB hatte sich trotz des klaren Rückstandes nicht aufgegeben, doch die Ideen nach vorn fehlten. So konnten die Gäste nach einem Konter weiter erhöhen, Ceesay nahm Stefan Ilsanker, legte in die Mitte zu Izer Aliu und der schob zum 4:0 ein (64.).

Es war nicht so, als hätte Leipzig keine Chancen. Allein Marcel Sabitzer vergab kurz hintereinander zwei Hochkaräter. Zuerst schickte ihn Frederik Jäkel, allein vor dem Tor scheiterte er aber am Torhüter. Bei der anschließenden Ecke hielt er nach Halstenberg-Hereingabe den Fuß zu spät hin (69.).

In der 82. Minute hatte Schiedsrichter Max Burda Erbarmen, gab nach Foul an Jean-Kévin Augustin Elfmeter für RB Leipzig. Forsberg schnappte sich den Ball und versenkte locker links unten - 1:4. Mehr sollte nicht mehr passieren.

Am morgigen Samstag wird ab 11 Uhr noch mal öffentlich trainiert, ehe es für die Nagelsmänner am Sonntag ins Trainingslager nach Seefeld (Österreich) geht. Dort steigt am 19. Juli ab 18 Uhr der zweite Test gegen Galatasaray Istanbul.

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