RB Leipzig nach dem 3:3 gegen Mainz: Die Meisterschaft "hat sich jetzt erledigt"

Mainz - Auch wenn das Vereins-Jubiläum derzeit dank Champions-League-Sicherung und DFB-Pokalfinale mehr als gut läuft, muss RB Leipzig seit Freitagabend zumindest eine Sache akzeptieren: Die minimale Titelchance in der Bundesliga ist endgültig verspielt. Mit dem 3:3 (2:1)-Spektakel beim FSV Mainz 05 ist für die Leipziger im 100. Fußball-Bundesligaspiel der Meistertraum endgültig geplatzt.

War nach dem unentschieden merkbar enttäuscht: RB Leipzigs Lukas Klostermann, hier im Zweikampf mit dem Mainzer Danny Latza.
War nach dem unentschieden merkbar enttäuscht: RB Leipzigs Lukas Klostermann, hier im Zweikampf mit dem Mainzer Danny Latza.  © DPA

"Das hat sich jetzt erledigt», meinte Lukas Klostermann, der mit seinem ersten Tore-Doppelpack (20./32. Minute) die Gäste 2:0 in Führung gebracht hatte, etwas enttäuscht. "Die Chance lag ja nicht bei null Prozent."

Dem Mainzer Karim Onisiwo (43.) gelang zwar der Anschlusstreffer, doch nach dem 50. Tor von Timo Werner (49.) für RB zum 3:1 sahen die Leipziger schon wie die Sieger aus. Der achte Rückrunden-Auswärtssieg in Serie wäre ein Novum in der Bundesliga-Historie gewesen - gelang aber nicht. Denn Moussa Niakhaté (67.) und Jean-Philippe Mateta (83.) schafften vor 23.805 Zuschauern noch den Ausgleich. "Es war ein großartiges, intensives Spiel mit offenem Visier", sagte der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. "Wir haben ein gutes Gefühl mit dem Punkt."

Nicht unzufrieden mit der Punkteteilung war auch sein Kollege Ralf Rangnick, der vor dem Spiel noch von der Meisterschaft geträumt hatte (TAG24 berichtete). "Ich glaube, alle im Stadion und zuhause haben ein mehr als unterhaltsames, fast spektakuläres Spiel gesehen", meinte er. "So kann Fußball dann auch mal sein, wenn man nicht mehr so auf die Tabelle schauen muss."

Die Mainzer hatten vorher schon das Ziel Klassenerhalt erreicht und Leipzig war nicht mehr vom dritten Champions-League-Rang zu verdrängen.

Ärgerlich fand Rangnick es nur, nach langer Zeit mal wieder drei Treffer kassiert zu haben. In den beiden Spielen gegen Bayern München am kommenden Samstag in der Bundesliga und im DFB-Pokalfinale am 25. Mai in Berlin müsse man deshalb wieder verstärkt ein Augenmerk auf die Defensive haben. "Schwerpunkt muss die Verteidigung sein", sagte Rangnick.

Sichtlich angetan war hingegen der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. "Es war ein großartiges, intensives Spiel mit offenem Visier", sagte er im Anschluss an die Partie.
Sichtlich angetan war hingegen der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. "Es war ein großartiges, intensives Spiel mit offenem Visier", sagte er im Anschluss an die Partie.  © DPA

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