RB Leipzig schreibt den Titelkampf nicht ab: "Es ist noch nicht zu Ende!"

Leipzig - Nach dem Meister-Dämpfer für RB Leipzig (TAG24 berichtete) rückte der Boss persönlich den Blick auf die Dinge gerade. "Wir sind nicht angetreten, um die Bundesliga zu überrollen. Wir spielen unser viertes Bundesliga-Jahr", sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff nach dem saftlosen 1:1 gegen Bayer Leverkusen. "Die Mannschaft hat Qualität, aber noch nicht die Qualität, um am 25. Spieltag mit 15 Punkten Vorsprung in den Tatort am Sonntagabend zu gehen."

Patrik Schick gibt sich trotz drei Punkten Rückstand auf Bayern kämpferisch: "Nach 34 Spielen wird abgerechnet."
Patrik Schick gibt sich trotz drei Punkten Rückstand auf Bayern kämpferisch: "Nach 34 Spielen wird abgerechnet."  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der 44-Jährige war sichtlich bemüht, trotz des massiv ärgerlichen Punktverlustes positiv nach vorn zu schauen.

"Das kann mal passieren. Die Spieler sind keine Maschinen, es sind Menschen", betonte Mintzlaff. "Es ist nichts passiert, was unsere Ziele angeht."

Damit meinte Mintzlaff die Qualifikation zur Champions League und deshalb "beschäftigen wir uns nicht damit, den Druck auf Bayern aufrechtzuerhalten."

Mintzlaffs Belegschaft sieht das ein wenig anders.

Die wurmte neben dem unerklärlich leblosen Auftritt massiv, dass die Bayern neben der besseren Tordifferenz nun auch noch drei Punkte Vorsprung haben. "Wenn wir wirklich ganz vorne landen wollen, dann ist das zu wenig", sagte Kapitän Marcel Sabitzer. "In der Phase, in der wir uns befinden, müssen wir mit der richtigen Intensität reingehen, um einen Dreier zu holen."

Abgeblasen ist die Verfolgung der Bayern natürlich nicht, doch sie ist um ein großes Stück herausfordernder geworden. "Wir versuchen, sie zu jagen. Aber wenn man so eine Leistung im Spitzenspiel bringt, reicht es nicht für ganz oben", sagte Trainer Julian Nagelsmann.

Bayern sei schwer einzufangen, erst recht, wenn man selber nicht punktet. Man werde bis zum 34. Spieltag alles versuchen.

RB Leipzig gibt Meisterschaft nicht auf: "Nach 34 Spielen wird abgerechnet"

Die Roten Bullen kamen am Sonntag gegen Leverkusen nicht über ein 1:1 hinaus.
Die Roten Bullen kamen am Sonntag gegen Leverkusen nicht über ein 1:1 hinaus.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das betonte auch Patrik Schick. "Es ist noch nicht zu Ende. Nach 34 Spielen wird abgerechnet", sagte der tschechische Nationalspieler. Die Leihgabe der AS Rom war gegen Leverkusen nicht nur wegen seines Tores zum Ausgleich einer der wenigen Leipziger in Normalform.

Über eine feste Verpflichtung Schicks gibt es mittlerweile trotz des satten Kaufpreises von 29 Millionen Euro keine zwei Meinungen mehr. Mit der erneuten Qualifikation für die Königsklasse - Leipzig hat nach wie vor fünf Punkte Vorsprung vor Platz fünf - dürfte dieser Transfer zu stemmen sein.

Und beim Meister-Traum macht ein Blick auf den Spielplan Mut.

Denn im April warten auf die Bayern harte Spiele in Dortmund und Leverkusen sowie zu Hause gegen Mönchengladbach. Das sind selbst für den Rekordmeister keine Selbstläufer. RB spielt dagegen in der Mehrzahl gegen Clubs aus der unteren Tabellenhälfte.

Der schwerste Brocken dürfte das Heimspiel gegen Dortmund am vorletzten Spieltag sein. Mindestens bis dahin will Leipzig oben mitmischen.

Nicht unrealistisch, denn RB ließ die Punkte vorrangig gegen die Top sechs Teams der Liga liegen, startete auch in der Hinrunde seine beeindruckende Serie erst in den vergangenen acht Spielen. Die begann mit einem 6:1 im Pokal in Wolfsburg. Zum VfL reist RB am Samstag - und bekam von Mintzlaff gleich Hausaufgaben mit: "Da heißt es, aus einer 3- wieder eine 2+ machen."

"Die Mannschaft hat Qualität, aber noch nicht die Qualität, um am 25. Spieltag mit 15 Punkten Vorsprung in den Tatort am Sonntagabend zu gehen", sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff nach der Partie gegen Leverkusen.
"Die Mannschaft hat Qualität, aber noch nicht die Qualität, um am 25. Spieltag mit 15 Punkten Vorsprung in den Tatort am Sonntagabend zu gehen", sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff nach der Partie gegen Leverkusen.  © Jan Woitas/ZB/dpa

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