RB Leipzig lechzt nach Sieg gegen Minimalisten-Eintracht

 In der Tabelle liegt RB punktgleich einen Platz vor den Frankfurtern auf Rang neun.
In der Tabelle liegt RB punktgleich einen Platz vor den Frankfurtern auf Rang neun.  © DPA

Leipzig - Die leidige Baier-Geste ist für Ralph Hasenhüttl nun auch abgehakt, auf den Coach von RB Leipzig warten auch wichtigere Aufgaben nach drei Pflichtspielen ohne Sieg.

"Es gibt keinen Ersatz für Siege. Mental wie körperlich tut es enorm gut, wenn man Spiele gewinnt", betonte der 50 Jahre alte Österreicher.

Auf der Pressekonferenz zum Spiel an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Eintracht Frankfurt hatte er vorher die erneute Entschuldigung von Daniel Baier nach dessen Obszön-Geste beim Spiel in Augsburg angenommen.

Diese hatte die Niederlage der Leipziger in der Nachbetrachtung fast in den Hintergrund rücken lassen. Nur einen Punkt holte der Tabellenzweite der vergangenen Saison aus den beiden zurückliegenden Spielen in der Fußball-Bundesliga. Zudem gab es keinen Sieg im eigenen Stadion seit zwei Partien.

"Die Fans lechzen auch nach einem vollen Erfolg", sagte Hasenhüttl. Ein weiteres siegloses Match wäre mit Blick auf das anstehende erste Champions-League-Auswärtsspiel des Vereins am Dienstag gegen Besiktas Istanbul ebenfalls nur wenig förderlich.

Vor dem sechsten Spieltag der vergangenen Saison hatte der Aufsteiger zwar mit neun Zählern auch nur zwei Punkte mehr, dafür hatte das Team aber zur gleichen Saisonphase noch keine Niederlage kassiert.

Der nächste Gegner kennt sich aber mit Minimalismus aus - vor allem auswärts. 0:0, 1:0, 1:0 - alle sieben Punkte und damit genau so viele wie RB bisher sammelte die Eintracht von Trainer Niko Kovac auf fremden Plätzen in dieser Saison. "Leipzig steht mehr unter Druck", ließ Kovac am Freitag denn auch aus Frankfurt/Main wissen.

Als "Begegnung auf Augenhöhe" wurde die Partie in der Red Bull Arena auf der Homepage der Hessen angekündigt. "Tatsache ist, dass wir Tabellennachbarn sind", meinte Kovac. Das Heimspiel der vergangenen Saison gewann RB 3:0.

Zu oft schoss nach Hasenhüttls Geschmack in dieser Saison der Gegner jeweils das erste Tor: beim 0:2 auswärts gegen den FC Schalke, beim 4:1 daheim gegen den SC Freiburg und zuletzt beim 0:1 auswärts gegen den FC Augsburg. Hasenhüttl fordert eine konsequentere und kompaktere Arbeit in der Defensive nach bereits sechs Gegentoren in fünf Ligaspielen.

Helfen soll dabei wieder Dayot Upamecano. Der gerade mal 18 Jahre alte Franzose, an dem Medienberichten zufolge der FC Barcelona interessiert sein soll, ist rechtzeitig wieder fit. Ebenso könnte sein französischer Landsmann Jean-Kevin Augustin in der Offensive wieder in die Startelf rücken.

Im Tor, darauf legte sich Hasenhüttl öffentlich fest, wird wieder Stammkeeper Peter Gulacsi stehen anstelle von Neuzugang Yvon Mvogo. Offen bleibt, ob Kevin Kampl spielen kann. Der potenzielle Ersatz des weiterhin gesperrten Naby Keita klagt über Probleme am Knie und Sprunggelenk.


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