RB Leipzigs Laimer bricht Herthas Stark die Nase: "Unfassbar" und "kein Verständnis"

Berlin - Als "Knackpunkt" der Bundesliga-Partie gegen Leipzig (2:4, TAG24 berichtete) hat Herthas Trainer Ante Covic die nachträgliche Elfmeterentscheidung zu Gunsten der Gäste in der 38. Minute gesehen. Vielmehr sorgte aber das Nichteingreifen des Videoassistenten bei einer Aktion von Leipzigs Konrad Laimer in der zweiten Halbzeit für Unverständnis - sogar bei den Sachsen.

Julian Nagelsmann feierte beim 4:2 bei Hertha BSC den vierten Pflichtspielsieg in Folge mit 20:3 Toren.
Julian Nagelsmann feierte beim 4:2 bei Hertha BSC den vierten Pflichtspielsieg in Folge mit 20:3 Toren.  © Picture Point/Roger Petzsche

Es ist die 73. Minute im Berliner Olympiastadion. Beim Stand von 2:1 für RB Leipzig gibt es bei einer Flanke in den sächsischen Strafraum einen Zweikampf zwischen Herthas Kapitän Niklas Stark und Konrad Laimer.

Den 48.532 Zuschauer stockte kurz der Atem, vor allem als klar war, dass sich Stark wohl schwerer verletzt hat. Der 24-Jährige blieb aus der Nase blutend am Boden liegen, doch das Spiel ging weiter. Kein Pfiff des Schiedsrichters Sören Storks, kein Eingreifen des Videoassistenten Benjamin Cortus.

Absolutes Unverständnis seitens der Berliner. "Unfassbar, wo der Ellbogen des Gegners steht", so Trainer Ante Covic, der sich zehn Spiele lang nicht über Schiedsrichterleistungen beschwert hatte. "Nichts hat die Hand dort zu suchen, der Junge hat sich das Nasenbein gebrochen. Und dass er sich das nicht mal anschaut, finde ich nicht in Ordnung."

Storks habe Covic danach gesagt, dass Stark in den Ellbogen des Gegners hineingesprungen war. "Wenn der Spieler aber in der Höhe den Ball an die Hand bekommt, dann muss man sich das nochmal angucken", so der Coach, der dachte, Laimer "wollte losfliegen" und der zu allem Überfluss wegen Meckerns auch noch Gelb bekam. Auch Leipzigs Julian Nagelsmann sagte, dass BSC den Elfmeter "hätte bekommen können".

Stark bricht sich Nasenbein - Übeltäter Laimer äußert sich zu folgenschwerer Aktion

Im Strafraum traf Konrad Laimer seinen Gegenspieler Niklas Stark mit ausgebreitetem Arm im Gesicht. Der Herthaner brach sich dabei das Nasenbein.
Im Strafraum traf Konrad Laimer seinen Gegenspieler Niklas Stark mit ausgebreitetem Arm im Gesicht. Der Herthaner brach sich dabei das Nasenbein.  © imago images/Nordphoto

Niklas Stark, das gab sein Verein nach dem Abpfiff bekannt, hat sich bei dem Zusammenprall mit Konrad Laimer einen Nasenbeinbruch zugezogen.

Ganz bitter für Stark: Wieder muss er sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft verschieben. Er stand im Kader für die beiden anstehenden EM-Qualispiele gegen Weißrussland und Nordirland.

Doch auch Leipzigs Mittelfeldspieler hat sich zu seinem vermeintlichen Foul- aber zumindest Handspiel geäußert.

"Ich hab nur gemerkt, dass mein Arm wehgetan hat danach", so der Österreicher bei Sky. "Ich will einfach nur zum Kopfball springen, er ist hinter mir und trifft mich voll am Ellbogen. Also für mich war es so, dass er in mich reinspringt. Natürlich komme ich da mit der Hand an seinen Kopf. Wenn ich Pech habe, kann man das pfeifen."

Laimer hatte kein Pech, es wurde nicht auf Foul- oder Handspiel entschieden, der Videoassistent griff nicht ein. Hertha wurde die Chance aufs 2:2 genommen, so schraubten Kevin Kampl (86.) und Timo Werner (90.+1) das Ergebnis sogar noch auf 4:1 hoch, ehe der Ex-Leipziger Davie Selke (90.+2) den Endstand besorgte.

Schon in der ersten Halbzeit war der Video Assistent Referee bei einer Entscheidung gegen Hertha involviert. Bei einer Flanke von Nordi Mukiele bekam Karim Rekik den Ball an den Arm. Storks bekam den Hinweis aus dem Kölner Keller, zeigte daraufhin auf den Punkt. Timo Werner erzielte den Ausgleich. Der Knackpunkt der Partie.

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