RB Leipzig: Timo Werner, das strahlende Gesicht eines magischen Tages

Leipzig - Was war da denn bitte los? Nach vier Bundesligaspielen ohne Dreier und einem 6:1-Erfolg im DFB-Pokal beim ungeschlagenen VfL Wolfsburg wollte RB Leipzig am Samstag gegen Mainz 05 nachlegen. Das taten die Sachsen auch - und wie! Ein historisches 8:0 stand nach 90 Minuten auf den Anzeigetafeln (TAG24 berichtete). Ein Akteur ist das klare Gesicht des zweiten Kantersieges innerhalb von vier Tagen: Timo Werner!

Die rechte Hand zur Faust geballt: Julian Nagelsmann feierte mit RB Leipzig nach durchwachsenen letzten Wochen mit einem 8:0 gegen Mainz 05 den zweiten Kantersieg innerhalb von vier Tagen.
Die rechte Hand zur Faust geballt: Julian Nagelsmann feierte mit RB Leipzig nach durchwachsenen letzten Wochen mit einem 8:0 gegen Mainz 05 den zweiten Kantersieg innerhalb von vier Tagen.  © Picture Point

Noch nie hat RB Leipzig ein Pflichtspiel so hoch gewonnen. Und für Mainz war es im aktuell 14. Bundesligajahr der Geschichte ebenso die höchste Klatsche. Der 2. November 2019 war ein denkwürdiger Tag, besonders für die Roten Bullen.

"Wie wir von der ersten Minute an gespielt haben, war Wahnsinn", sagte Timo Werner bei Sky. "Wir haben selbst in der Kabine gesessen und es nicht so richtig glauben können, was hier passiert. Nach dem 7:0 ist Yussi zu mir gekommen und hat mich gefragt 'Wie hoch soll das noch ausgehen?'"

Der deutsche Nationalstürmer ist DAS Gesicht gewesen. Nicht nur durch drei Tore und drei Vorlagen gegen Mainz (Bundesliga-Rekord von Claudia Pizarro eingestellt!), auch schon beim 6:1 im Pokalspiel in Wolfsburg traf der 23-Jährige doppelt und bereitete zwei weitere Treffer vor.

Insgesamt war Werner somit an zehn der 14 Leipziger Tore innerhalb von vier Tagen beteiligt. Dieser Wert dürfte viele Jahre Bestand haben.

"Nah dran an dem perfekten Spiel"

War nicht zu beneiden: Mainz-Schlussmann Robin Zentner musste in der Red Bull Arena achtmal hinter sich greifen.
War nicht zu beneiden: Mainz-Schlussmann Robin Zentner musste in der Red Bull Arena achtmal hinter sich greifen.  © Picture Point

Bei der 8:0-Gala war ein sehr gefasst wirkender Trainer Julian Nagelsmann vor allem happy über sechs verschiedene Torschützen. Sein Fazit unterm Strich: "Die Partie war schon nah dran an dem perfekten Spiel." Erst vor wenigen Tagen hatte der 32-Jährige bekräftigt, dass es das eigentlich nicht gibt.

Bemerkenswert auch, dass die Roten Bullen hinsichtlich des anstehenden Champions-League-Spiels beim russischen Meister Zenit St. Petersburg am Dienstag nach der Halbzeit zunächst weiter offensiv glänzten, innerhalb der ersten fünf Minuten zwei weitere Treffer erzielten. Doch dann wurden Kräfte gespart, ohne die eigene Abwehrarbeit zu vernachlässigen.

Die Negativ-Serie aus vier Bundesligaspielen ohne Sieg hat ein Ende. Auch vergebene Großchancen, die RB in den letzten Wochen immer wieder im Punkte brachten, spielten keine große Rolle. Ob die Ansprache des Sportdirektors Markus Krösche an die Mannschaft zu den beiden letzten Resultaten führte, darüber lässt sich nur spekulieren. Marcel Halstenberg sagte immerhin, dass "die richtigen Worte" gefunden wurden.

M05-Coach Sandro Schwarz wollte übrigens auf der knapp fünfstündigen Rückfahrt im Bus direkt in die Analyse reingehen. Sich den "Torhagel" nochmals anzuschauen, werde ihm aber "keine Freude bereiten", blickte der 41-Jährige voraus.

Bei RB hingegen wurde am Abend sicher noch gut gefeiert, ehe am heutigen Sonntag bereits der Fokus auf das wichtige Gruppenspiel in der Königsklasse bei Zenit gelegt wird. Gewinnen die Bullen auch die zweite Begegnung gegen die Russen, würden sie einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen - dem ausgewiesenen Ziel.

Timo Werner ist das Gesicht der beiden Leipziger Kantersiege. An zehn der 14 Treffer war er direkt beteiligt.
Timo Werner ist das Gesicht der beiden Leipziger Kantersiege. An zehn der 14 Treffer war er direkt beteiligt.  © Picture Point

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0