RB Leipzig: Auf Biegen und Brechen zum Gruppensieg bei Olympique Lyon

Lyon - "Ein beidseitig emotionales Spiel" erwartet RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann für das abschließende Gruppenmatch in der Champions League bei Olympique Lyon am heutigen Dienstagabend (21 Uhr/Sky).

Erzielte im Hinspiel ein Tor und ist der Timo Werner von Olympique Lyon: Superstar Memphis Depay (25).
Erzielte im Hinspiel ein Tor und ist der Timo Werner von Olympique Lyon: Superstar Memphis Depay (25).  © Picture Point/S. Sonntag

Dass bereits ein Unentschieden für den Gruppensieg genügt, davon will der 32-Jährige nichts wissen - und hat auch die UEFA-Fünfjahreswertung im Hinterkopf. Andernfalls könnten auch die Franzosen mit einem Heimerfolg Erster werden - wenn Zenit nicht bei Benfica gewinnt.

Voll auf Sieg wollen die Nagelsmänner beim wiedererstarkten Tabellensiebten der französischen Ligue 1 spielen. "Wir sind in einer sehr guten Phase und wollen das Spiel gewinnen. Schon im Hinspiel hatten wir dazu gute Möglichkeiten", sagte Diego Demme.

Im ersten Duell hatte sich Lyon in Leipzig 2:0 durchgesetzt, obwohl RB die klar bessere Mannschaft war, sich durch kapitale Abwehrfehler aber selbst schlug.

Man sei jetzt in einer besseren Verfassung, stellte Leipzigs Coach klar. Trotz der bereits fixen Quali fürs Achtelfinale sei es "immer ratsam, jedes Spiel gewinnen zu wollen", so Nagelsmann.

Immerhin könnte mit einem Gruppensieg ein leichterer Achtelfinalgegner winken als wenn man nur Zweiter werden würde. Hinzu kommen höhere UEFA-Einnahmen als Erster und mehr Punkte für Deutschland in der Fünfjahreswertung.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch diesmal Lyons Superstar Memphis Depay (25). Der niederländische Nationalspieler ist angesichts seiner 16 Torbeteiligungen in 15 Partien in dieser Saison so etwas wie der Timo Werner von Olympique. "Den müssen wir immer auf dem Schirm haben und ihm keinen Platz lassen", gibt Demme die Richtung vor.

Dass der Geräuschpegel im Groupama Stadium ohrenbetäubend werden könnte, darauf ist der Mittelfeldspieler eingestellt. Im April 2018 war man im Stáde Velodrome zu Marseille, Lyons Ligarivalen, zu Gast. "International die beste Stimmung", sagte Demme.

Aber: "Wir haben genug Erfahrungen gesammelt, dass wir uns davon nicht mehr beeindrucken lassen." Nach einem 1:0-Heimsieg verlor RB damals auswärts 2:5 und schied im Viertelfinale der Europa League aus (TAG24 berichtete).

Lookman bleibt in Leipzig, Wolf erneut an Bord, Poulsen winkt Startelf

Machte sich im Groupama Stadium schon mal warm: RB-Coach Julian Nagelsmann.
Machte sich im Groupama Stadium schon mal warm: RB-Coach Julian Nagelsmann.  © Picture Point/R. Petzsche

Nach der Entlassung von Sylvinho (45), der beim 2:0-Hinspielsieg noch auf Lyons Trainerbank saß, erwartet Julian Nagelsmann mit dem neuen Übungsleiter Rudi Garcia (55) nur "kleine Änderungen".

Personell durfte Nagelsmann laut Regularien nur 18 Spieler für den Kader nominieren. Doch am Montagnachmittag saßen 19 Jungs an Bord. Hannes Wolf setzte sich als Backup mit in die Maschine. Zeitgleich verzichtete der Trainer aber auf Ademola Lookman: "Andere Spieler sind derzeit vor ihm."

Angesichts mehrerer leicht angeschlagener Spieler werde Nagelsmann "ein bisschen" rotieren. "Es war aber ein persönlicher Lerneffekt in der Champions League, das nicht zu viel zu tun. Das Gesamtkonstrukt muss stabil bleiben, um ein Spiel erfolgreich zu gestalten."

Demnach kündigte er maximal zwei oder drei Veränderungen nach dem 3:1 gegen Ex-Klub Hoffenheim an. Aber es gibt auch ein, zwei Spieler, die zwar bereits hohe Belastungen haben, "auf die wir aber nicht verzichten können, die auch spielen werden."

Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz darf sich Yussuf Poulsen machen, der nach drei Spielen Pause wegen Adduktorenbeschwerden erstmals gegen die TSG wieder 30 Minuten auflief. Möglich, dass er Timo Werner ersetzt. Wahrscheinlicher aber, dass er mit ihm zusammen stürmt.

Gute Stimmung beim Abschlusstraining am Montagabend: Amadou Haidara (r.) hält Christopher Nkunku fest, Matheus Cunha spielt Schiedsrichter und Emil Forsberg (l.) interessiert es nicht.
Gute Stimmung beim Abschlusstraining am Montagabend: Amadou Haidara (r.) hält Christopher Nkunku fest, Matheus Cunha spielt Schiedsrichter und Emil Forsberg (l.) interessiert es nicht.  © Picture Point/R. Petzsche

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