"Katastrophe", "unterirdisch", "Totalausfall": Die Stimmen nach RB Leipzigs Dosen-Pleite

Leipzig - Das war gar nichts! RB Leipzig hat am Donnerstagabend den Auftakt in die Europa-League-Gruppenphase ordentlich in den Sand gesetzt und verdient 2:3 gegen den kleinen Bruder FC Salzburg verloren (TAG24 berichtete). Nach Abpfiff lagen die Nerven beim unterlegenen Gastgeber blank. Die Worte waren mehr als deutlich.

Beschrieb den Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten als "unterirdisch" und "Totalausfall": Leipzig-Trainer Ralf Rangnick.
Beschrieb den Auftritt seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten als "unterirdisch" und "Totalausfall": Leipzig-Trainer Ralf Rangnick.  © Picture Point/S. Sonntag

"Der Auftritt in der ersten Halbzeit ging gar nicht", stellte Trainer Ralf Rangnick klar. "Wir wussten, was auf uns zukommt. Wenn wir so einen Auftritt entgegensetzen, ist das einfach nicht akzeptabel."

Man habe in den fünf Tagen vor dem Bullen-Duell die wichtigen Dinge mit Nachdruck und Intensität versucht zu vermitteln, sagte der 60-Jährige. Aber: "Auf vielen Positionen hatte ich nicht das Gefühl, dass klar war, was da für Dynamik und Wucht auf uns zukommt."

Das 0:1: Ein Slapstick-Rückpass von Stefan Ilsanker, den Munas Dabbur reinköpfte. Das 0:2: Ein langer Pass, der die Hintermannschaft aushebelte und der das Tor von Amadou Haidara einleitete. Das 2:3: Zwei Hackenpässe von Zlatko Junuzovic und Hannes Wolf, am Ende ist Joker Fredrik Gulbrandsen der Nutznießer und schiebt zum Endstand ein.

Die beiden Leipziger Tore durch Konrad Laimer und Yussuf Poulsen reichten am Ende nicht. Besonders Laimers Treffer war an Glück kaum zu überbieten.

Trainer und Spielern wurmte besonders die erschreckend schwache erste Halbzeit. "Die Mentalität und Einstellung war unterirdisch", musste Rangnick feststellen, "da kann man sich bei den Zuschauern nur entschuldigen." Diego Demme beschrieb die Zeit vor der Pause sogar als "Katastrophe". Hätte seine Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt, hätte sich der Coach auch vor die Jungs gestellt, "aber das fällt nach dem Auftritt in der ersten Halbzeit wirklich schwer", musste er zugeben.

Wenig Zeit bleibt nun, um die richtigen Lehren aus der Niederlage gegen Salzburg zu ziehen und die Spieler vor dem anstehenden Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt am Sonntag (18 Uhr/Sky) fit zu bekommen. So viel steht fest: Eine Leistung wie am Donnerstag wird auch in Hessen nicht reichen.


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