Verstießen mehrere Spieler gegen Regeln? RB-Leipzig-Coach "kann es nicht fassen"

Leipzig - Am Tag nach dem bitteren 2:3 gegen den FC Salzburg in der Europa League scheint sich ein deutlicher Riss in der Mannschaft von RB Leipzig abzuzeichnen. Trainer Ralf Rangnick konnte "nicht fassen", was er am Freitagmorgen zu Ohren bekam.

Die Mannschaft holt sich bei den Fans einen Applaus für eine insgesamt enttäuschende Leistung. Einige der Spieler sollen sich vor dem Spiel unprofessionell verhalten haben.
Die Mannschaft holt sich bei den Fans einen Applaus für eine insgesamt enttäuschende Leistung. Einige der Spieler sollen sich vor dem Spiel unprofessionell verhalten haben.  © DPA

Mehrerer seiner Schützlinge sollen sich vor dem wichtigen Auftakt im prestigeträchtigen Red-Bull-internen Duell mit Salzburg unprofessionell verhalten haben. Das Thema Handyverbot könnte der ausschlaggebende Punkt gewesen sein.

Zumindest waren es Dinge, die erklären, warum einige Spieler nicht bereit gewesen waren und folgerichtig auch in der Halbzeit ausgewechselt wurden, so Trainer Ralf Rangnick. Der Dreifachwechsel nach 45 Minuten traf Bruma, Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin.

Nicht auszuschließen, dass es sich bei den Unruhestiftern um die Leipziger Frankreich-Connection handelt. Neben Mukiele und Augustin stand am Donnerstag auch das Innenverteidiger-Duo Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté auf dem Feld und leistete sich teilweise haarsträubende Fehler. Letzterer wurde direkt nach dem Spiel öffentlich gerügt (TAG24 berichtete).

"Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte es noch vor dem Spiel mindestens einen Zweifachwechsel gegeben", sagte Ralf Rangnick. "Leider" habe er aber erst am heutigen Freitag von den offensichtlichen Fehltritten erfahren.

Rangnick sieht "dringenden Redebedarf"

Die Arme in der Hüfte verschränkt, der Blick ungläubig: RB-Coach Ralf Rangnick war maßlos enttäuscht mit der Leistung seiner Mannschaft.
Die Arme in der Hüfte verschränkt, der Blick ungläubig: RB-Coach Ralf Rangnick war maßlos enttäuscht mit der Leistung seiner Mannschaft.  © DPA

"Ich kann es nicht fassen. Das hat etwas mit Abläufen und Vorbereitung vor dem Spiel und mit klaren Regeln, die wir in den letzten drei Monaten bis zum Abwinken in die Mannschaft reingetrommelt haben, zu tun", versucht der 60-Jährige Klarheit in die Situation zu bringen, ohne konkrete Namen zu nennen. Diese Regeln sollen ignoriert worden sein.

Nun will man am Cottaweg versuchen, die Spieler wieder nachhaltig in die Spur zu bringen.

"Wir müssen sicherstellen, dass wir Spieler auf den Platz stellen, die wissen, worum es geht", beschreibt Rangnick die Überlegungen. Auch zum Ende der letzten Saison habe es schon Anzeichen für unprofessionelles Verhalten gegeben.

Ralf Rangnick sieht nun "dringenden Redebedarf. Das hat auch der Rest der Mannschaft mitbekommen." Das Verhalten der Spieler erkläre zwar nicht alles, "aber vieles, was gestern passiert ist".

Schon am Sonntag (18 Uhr/Sky) tritt RB Leipzig zur nächsten Begegnung dann, dann in der Bundesliga bei Pokalsieger Eintracht Frankfurt. Gut möglich, dass der ein oder andere Franzose dann nicht im Kader steht.


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