RB Leipzig boxt sich gegen Freiburg durch, doch es gibt mächtigen Schiri-Ärger

Leipzig - Drei Spieltage vor dem Ende der Bundesliga-Saison hat RB Leipzig die Champions-League-Qualifikation perfekt gemacht. Die Sachsen setzten sich im Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den SC Freiburg mit 2:1 (1:0) durch und sind nicht mehr von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen. Vor 40.826 Zuschauern in der Red Bull Arena trafen Timo Werner (19.) und Emil Forsberg (78./Handelfmeter) für die Gastgeber, Vincenzo Grifo (66.) glich zwischenzeitlich unter fragwürdigen Umständen aus.

Ein Ausgleich, über den noch lang diskutiert werden wird: Vincenzo Grifo hebt den Ball über die Mauer, Schiedsrichter Robert Schröder hatte den Ball sehr zeitig freigegeben, Péter Gulácsi war noch nicht bereit.
Ein Ausgleich, über den noch lang diskutiert werden wird: Vincenzo Grifo hebt den Ball über die Mauer, Schiedsrichter Robert Schröder hatte den Ball sehr zeitig freigegeben, Péter Gulácsi war noch nicht bereit.  © Picture Point

Nach sieben Pflichtspielsiegen in Serie und dem Einzug ins DFB-Pokalfinale am Dienstag (3:1 in Hamburg) wollten die Roten Bullen gegen den SCF nachlegen und die Königsklasse sicher buchen. Die bisherigen beiden Heimspiele gegen das Streich-Team gewann RB klar (4:0, 4:1).

Abtasten gab's für die Sachsen nicht. Nach rund einer Minute gab Timo Werner schon den ersten Schuss ab, verzog aber klar. In der 19. Minute machte er es besser, drehte sich nach Poulsen-Pass wunderbar einmal um seinen Gegenspieler Dominique Heintz und vollendete zur 1:0-Halbzeitführung.

In der zweiten Halbzeit sorgte zuerst eine Rudelbildung samt Stoß von Konrad Laimer für Aufsehen, ehe Freiburg durch einen Freistoß von Vincenzo Grifo ausgleichen konnte (66.).

RB war deutlich geschockt, hätte sogar noch das 1:2 kassieren können. Doch die Hausherren gingen wieder in Führung, Emil Forsberg verwandelte einen Handelfmeter.

Neu-Papa Sabitzer in der Startelf - Werner knipst schon wieder gegen Lieblingsgegner

Timo Werner (l.) drehte sich in der 19. Minute um Gegenspieler Dominique Heintz und markierte das 1:0 für RB.
Timo Werner (l.) drehte sich in der 19. Minute um Gegenspieler Dominique Heintz und markierte das 1:0 für RB.  © Jan Woitas/dpa

Zwei Veränderungen nahm RB-Coach Ralf Rangnick nach dem 3:1-Sieg im Pokal-Halbfinale in Hamburg vor. Für Lukas Klostermann und Emil Forsberg (beide Bank) begannen Nordi Mukiele und der frisch frisierte Amadou Haidara. Der frisch gebackene Papa Marcel Sabitzer stand erneut in der Startelf.

Die Begegnung begann direkt rasant. Schon nach etwas mehr als einer Minute landete der Ball nach schönem Passspiel zwischen Marcel Halstenberg und Haidara bei Timo Werner, der aus halblinker Position jedoch komplett verzog (2.).

Nach knapp 20 Minuten war die Kugel dann aber drin. Haidara schickte Yussuf Poulsen auf die Reise, der quer vors Tor auf Werner spielte. Der Stürmer drehte sich um Verteidiger Dominique Heintz und versenkte unhaltbar flach zum 1:0 (19.). Sein zehntes Tor im zehnten Spiel gegen den SC.

Kurz darauf bewahrte Péter Gulácsi sein Team vorm Ausgleich: Aus kurzer Entfernung parierte er stark gegen Lucas Höler, konnte dessen Nachschuss mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken - das war knapp (22.).

Vor dem Seitenwechsel versuchte es der auffällige Haidara mal mit einem Weitschuss, zielte aber deutlich drüber (38.).

Laimers Stoßen, Freiburgs kurioser Ausgleich, Forsbergs Siegtreffer

Emil Forsberg schoss RB mit einem Handelfmetertor zurück in die Champions League.
Emil Forsberg schoss RB mit einem Handelfmetertor zurück in die Champions League.  © Picture Point

Die Gäste kamen motiviert aus der Pause, brachten hübsche Kombinationen auf den Rasen, ohne allerdings zu einem Torabschluss zu kommen.

Acht Minuten nach Wiederanpfiff schaukelte sich die Stimmung auf dem Feld nach oben, nachdem erst Marcel Halstenberg, dann Poulsen und zum Schluss auch noch Konrad Laimer nach Zweikämpfen zu Boden gingen. Letzterer stieß Keven Schlotterbeck daraufhin um, bekam aber wie der Freiburger von Schiri Robert Schröder (Hannover) nur Gelb (53.).

Und dann wurde es ganz kurios. Der SCF bekam einen Freistoß, Gulácsi postierte seine Abwehr. Schröder pfiff den Standard sehr zeitig an, Vincenzo Grifo schoss, ohne dass Leipzigs Torhüter darauf vorbereitet war und traf - 1:1 (66.). RB protestierte vehement, es gab Schieber-Rufe und Gelb gegen Sabitzer wegen Ball wegschlagen.

Plötzlich war Freiburg da und drauf und dran, hier sogar in Führung in gehen. Die beste Gelegenheit hatte Grifo mit einem Schlenzer, den Gulácsi abwehren konnte (71.).

Eine Viertelstunde vor Abpfiff gab es Elfmeter für RB. Nach einer Ecke des eingewechselten Emil Forsberg und einem Kopfball von Willi Orban bekam Schlotterbeck den Ball aus kurzer Distanz an den Arm. Forsberg trat an und verwandelte sicher (78.). Auch der Strafstoß bietet jede Menge Diskussionsstoff.

Nach einer Freiburger Ecke fiel beinahe der Ausgleich, die Kugel wurde von Joker Lukas Klostermann von der Linie gekratzt (90.+1). Auf der Gegenseite schoss Sabitzer knapp am Kasten vorbei (90.+3). Das war's aber auch.

Bis zum Pokalfinale in Berlin gegen den FC Bayern München warten noch drei Ligaspiele auf Rangnicks Jungs. Das nächste steht kommenden Freitag (20.30 Uhr/Eurosport) bei Mainz 05 an.

Konrad Laimer stieß Keven Schlotterbeck nach einem Zweikampf um, bekam aber nur Gelb.
Konrad Laimer stieß Keven Schlotterbeck nach einem Zweikampf um, bekam aber nur Gelb.  © Picture Point

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0