Klares 0:3! RB Leipzig kann seinen Auswärts-Fluch in Freiburg nicht stoppen

Freiburg - RB Leipzig hat am 14. Spieltag den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz der Bundesliga verpasst. Die Sachsen verloren am Samstag vor 23.800 Zuschauern bei Angstgegner SC Freiburg klar mit 0:3 (0:2) und mussten im vierten Auswärtsspiel beim SCF die dritte Niederlage einstecken.

Im vierten Auswärtsspiel beim SC Freiburg in der Vereinsgeschichte gab es beim 0:3 am Samstag schon die dritte Niederlage für RB Leipzig.
Im vierten Auswärtsspiel beim SC Freiburg in der Vereinsgeschichte gab es beim 0:3 am Samstag schon die dritte Niederlage für RB Leipzig.  © DPA

Im Schwarzwald-Stadion hatten es die Leipziger bisher immer sehr schwer. Zwei der drei Duelle im Breisgau verloren die Bullen. Die Statistik sollte etwas aufgehübscht werden. Doch Angstgegner Freiburg hatte etwas dagegen.

Es bewahrheitete sich wieder, was in fast allen derartigen Spielen zuvor so lief: Überlässt der Gegner den Bullen das Spiel und haben sie mehr Ballbesitz, geht bei ihnen wenig zusammen.

Nils Petersen staubte nach einem Gulácsi-Abpraller in der 12. Minute zum 1:0 ab. Nach dem Einsatz des Video-Assistenten nach einer strittigen Elfmeterentscheidung verwandelte Gian-Luca Waldschmidt zum 2:0 (45.+1).

Im zweiten Durchgang erhöhte Mike Frantz per Kopfball zum 3:0 und machte damit alles klar (52.).

Die bis dato beste Defensive der Liga bekam vom Team von Trainer Christian Streich gleich drei Dinger eingefangen und rutscht auf Platz vier ab.

Viel Ballbesitz für RB, aber sie können damit (wieder) nichts anfangen

Das 1:0: Nach einem Abpraller von Péter Gulácsi (l., grünes Trikot) stochert Freiburgs Nils Petersen (r.) den Ball aufs Tor. Sowohl der Keeper als auch Ibrahima Konaté (3.v.r.) springen darunter durch.
Das 1:0: Nach einem Abpraller von Péter Gulácsi (l., grünes Trikot) stochert Freiburgs Nils Petersen (r.) den Ball aufs Tor. Sowohl der Keeper als auch Ibrahima Konaté (3.v.r.) springen darunter durch.  © Picture Point/R. Petzsche

Rangnick hatte eine ganze Woche Zeit, sein Team nach dem 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach vorzubereiten und frisch zu bekommen. Nur Matheus Cunha rückte für Bruma in die Startelf.

Die Breisgauer konnten schon früh nach einem Konter die Führung erzielen: Christian Günter wurde mit einem langen Pass auf den linken Flügel geschickt. Seinen Schussversuch wehrte Péter Gulácsi nach vorn ab, dort konnte Petersen im Fallen noch den linken Fuß ausfahren und drückte den Ball über die Linie - 1:0 für den SCF (12.).

RB tat sich äußerst schwer, hatte durch Timo Werner aber immerhin eine gute Chance: Nach Zuspiel im Strafraum von Kevin Kampl zog der Stürmer direkt ab, seinen halbhohen Schuss konnte SC-Torhüter Alexander Schwolow aber abwehren (19.).

Dann waren wieder die Hausherren dran. Nach einer Kopfballabwehr von Dayot Upamecano in die Mitte überlegte Waldschmidt nicht lang, zog aus 20 Metern ab, doch Gulácsi konnte stark parieren (31.).

Kurz vor der Halbzeit gab es dann nach vielen Diskussionen zwischen Schiri Tobias Welz und Video-Assistent Christian Dingert. Upamecano hatte Frantz im Sechzehner kurz gehalten, wodurch der Freiburger fiel. Es gab Elfmeter, den Waldschmidt rechts und halbhoch zum 2:0-Pausenstand verwandelte.

Frantz macht per Kopf alles klar - Leipzig bei Standards gefährlich, aber nicht erfolgreich

Holte einen Elfmeter heraus und machte mit dem 3:0 alles klar: SC-Angreifer Mike Frantz.
Holte einen Elfmeter heraus und machte mit dem 3:0 alles klar: SC-Angreifer Mike Frantz.  © DPA

Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel machte der SCF den Sack schon zu.

Eine Flanke von Lukas Kübler konnte Marcel Sabitzer in der Mitte nicht klären, Frantz stand richtig und köpfte gegen die Laufrichtung von Gulácsi zum 3:0 für Freiburg ein (52.).

Petersen hätte die offensiv wie defensiv enttäuschenden Leipziger noch heftiger abschießen können, verzog freistehend in der 59. Minute aber klar.

Richtig gefährlich wurde es erst in der 66. Minute wieder für die Gäste: Nach einer Ecke von Diego Demme kam Upamecano aussichtsreich mit dem Kopf an den Ball, doch der ging hauchzart am Kasten vorbei.

Die eingewechselten Konrad Laimer (für Kevin Kampl), Jean-Kévin Augustin (für Timo Werner) und Marcelo Saracchi (für Marcel Sabitzer) brachten nicht mehr den von Ralf Rangnick erhofften Erfolg. Es blieb beim klaren 0:3.

Bemerkenswert: RB kassierte in Freiburg so viele Gegentore wie in den letzten zehn Ligaspielen zusammen, müssen den FC Bayern (3:0 gegen Nürnberg) vorbeilassen.

Am Donnerstag (21 Uhr/DAZN) steht das letzte Gruppenspiel der Europa League an. Gegen Rosenborg Trondheim muss RB gewinnen und auf einen Sieg der Salzburger bei Celtic Glasgow hoffen. Trifft eines der beiden Szenarien nicht ein, fliegen die Leipziger raus.

Während sich Linksverteidiger Marcel Halstenberg (r.) enttäuscht mit dem Arm durchs Gesicht fährt, feiern die Freiburger das 2:0 durch Gian-Luca Waldschmidt.
Während sich Linksverteidiger Marcel Halstenberg (r.) enttäuscht mit dem Arm durchs Gesicht fährt, feiern die Freiburger das 2:0 durch Gian-Luca Waldschmidt.  © DPA

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