Spitzenreiter RB Leipzig ging bei Zittersieg in Paderborn "auf der letzten Rille"

Paderborn - Mit einem blauen Auge ist RB Leipzig am Samstag aus Paderborn gen Heimat abgereist. Gegen die tabellarisch vermeintliche Laufkundschaft, Aufsteiger und Schlusslicht zugleich, hieß es nach 3:0-Halbzeitführung noch 3:2 (TAG24 berichtete). Trainer Julian Nagelsmann weiß genau, woran das lag.

Torgarant Nummer eins bei RB Leipzig: Timo Werner traf auch in Paderborn, steht nun bei 13 Toren in 13 Ligaspielen. Wettbewerbsübergreifend war er in 20 Partien an 26 Buden direkt beteiligt.
Torgarant Nummer eins bei RB Leipzig: Timo Werner traf auch in Paderborn, steht nun bei 13 Toren in 13 Ligaspielen. Wettbewerbsübergreifend war er in 20 Partien an 26 Buden direkt beteiligt.  © Friso Gentsch/dpa

Richtig eng wurde es für die Sachsen am späten Samstagnachmittag in der Benteler Arena zu Paderborn noch einmal. Zwei Gegentore in den zweiten 45 Minuten hätten RB das Genick brechen können, wenn im ersten Durchgang nicht schon Patrik Schick, Marcel Sabitzer und Timo Werner das Spiel eigentlich vorzeitig entschieden hatten.

Und woran lagen die unterschiedlichen Halbzeiten? "Weil wir auch körperlich nicht noch einmal zulegen konnten und nicht mehr so aggressiv verteidigt haben", so Nagelsmann nach dem Ende der Englischen Woche samt Einzug ins Champions-League-Achtelfinale. "Einige Jungs sind auf der letzten Rille gegangen."

Den "Charaktertest" habe man bestanden, so der 32-Jährige, dessen Mannschaft die letzten vier Ligaspiele allesamt gewinnen konnte.

Goalgetter Timo Werner, dem im 13. Ligaspiel das 13. Tor gelang und der den Führungstreffer von Schick auflegte, will die zweite Halbzeit "schnell vergessen", lobte die Leipziger Offensive (29 Tore in den letzten sieben Partien), will aber auch die vielen Gegentore (sieben in den letzten vier Spielen) abstellen.

RB-Sportdirektor Krösche: "Konnte ihnen nicht die Daumen drücken"

RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche (l.) im Gespräch mit seinem Nachfolger beim SC Paderborn, Martin Przondziono.
RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche (l.) im Gespräch mit seinem Nachfolger beim SC Paderborn, Martin Przondziono.  © Friso Gentsch/dpa

Eine Rückkehr gab es für Markus Krösche (39). Der jetzige Leipziger Sportdirektor wechselte zu Beginn der Saison vom SCP zu RBL, übergab die Stelle an Martin Przondziono (50).

Der Paderborner Rekordspieler konnte seinem Ex-Verein am Samstag freilich nicht die Daumen drücken, sagte er am Sky-Mikro.

"Es ist wichtig, dass wir gewonnen haben. Aber ich wünsche ihnen alles Gute und sehe unheimlich viel Potenzial in der Mannschaft. Sie werden ihre Punkte holen." Das sollten sie auch schnellstmöglich. Denn mit nur fünf Punkten aus 13 Spielen droht der direkte Wiederabstieg in die 2. Bundesliga.

Nach einer kräftezehrenden Englischen Woche freut sich Krösche nun über etwas Luft zum Durchschnaufen, ehe erst am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) die TSG Hoffenheim in die Red Bull Arena kommt.

Der aktuelle Tabellenführer müsse "immer an die Grenzen gehen, um die Spiele zu gewinnen" und man habe "noch einen weiten Weg" vor sich. "Grundsätzlich sind wir aber zufrieden und die Jungs haben heute verdient gewonnen", so der 39-Jährige.

Am Sonntag kann RB wieder von den vorübergehend verdrängten Gladbachern überholt werden, die ab 15.30 Uhr den SC Freiburg im Topspiel zu Gast haben.

Zwei Torschützen unter sich: Innerhalb von knapp 80 Sekunden trafen Patrik Schick (M.) und Marcel Sabitzer (r.) zweimal.
Zwei Torschützen unter sich: Innerhalb von knapp 80 Sekunden trafen Patrik Schick (M.) und Marcel Sabitzer (r.) zweimal.  © Friso Gentsch/dpa

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