RB Leipzig mit Gala gegen Schalke: Werner mit Frust, Angelino nuckelt, Nkunku famos

Gelsenkirchen - Für RB Leipzig war's der höchste Auswärtssieg in der Bundesliga, für Schalke die bitterste Heimpleite seit 39 Jahren! Das 5:0 bei teils fünftklassig verteidigenden Hausherren war am Ende einer Englischen Woche ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Not bad! Mit dem höchsten Bundesliga-Auswärtssieg am Ende einer Englischen Woche hätte RB-Coach Julian Nagelsmann (l.) sicher auch nicht gerechnet.
Not bad! Mit dem höchsten Bundesliga-Auswärtssieg am Ende einer Englischen Woche hätte RB-Coach Julian Nagelsmann (l.) sicher auch nicht gerechnet.  © Guido Kirchner/dpa

Es war ein Abend der kleinen Rekorde. Marcel Sabitzer, Torschütze nach nur 55 Sekunden, stellte mit jetzt acht Toren und sechs Vorlagen einen neuen persönlichen Bundesliga-Bestwert auf - dabei sind erst 23 von 34 Partien gespielt. Zudem stellte Timo Werner mit jetzt 21 Ligatreffern seinen persönlichen Rekord ein.

Nach 1981 (damals 0:6 gegen Bochum) kassierte S04 die höchste Heimpleite. Für die Sachsen hingegen war es im vierten Bundesliga-Jahr der höchste Auswärtssieg.

Begeistert zeigte sich allen voran Trainer Julian Nagelsmann.

"Ich hab den Jungs gesagt, dass es eine außergewöhnliche Leistung war", sagte er bei "Sky" und sprach in der Analyse vor allem die Freiheiten von Christopher Nkunku (vier Vorlagen in den zweiten 45 Minuten!), Marcel Sabitzer und Amadou Haidara an.

"In der zweiten Halbzeit waren die Räume für Christo, Sabi und Dudu riesengroß. Da wollten wir hinkommen. Das haben sie sehr gut gemacht", so der 32-Jährige.

Dass dem ebenfalls starken Champions-League-Auftritt am Mittwoch bei Vorjahres-Finalist Tottenham Hotspur (1:0, TAG24 berichtete) drei Tage später ein in Sachen Ergebnishöhe noch klarerer Sieg gelang, stimmte natürlich die Verantwortlichen zufrieden.

Timo Werner: "Das war der Frust von vier Spielen!"

1:0: Marcel Sabitzer nach 55 Sekunden.
1:0: Marcel Sabitzer nach 55 Sekunden.  © imago images/Pakusch

Ein letztes Mal verdeutlichte Julian Nagelsmann die Probleme am Londoner Flughafen Stansted, auf dem man zwei Stunden aufgrund der anscheinend sehr genauen Sicherheitskontrolle zubrachte und somit eine deutlich kürzere Nacht hatte.

"Seit Monaten" sei er in Gesprächen, eine andere Lösung für die Rückflüge nach internationalen Begegnungen zu finden, da es schon mehrfach derartige Verzögerungen gab.

Nagelsmann: "Natürlich war ich sauer, wenn jeder seine Schuhe ausziehen musste bei einem gecharterten Flieger."

Das Securitypersonal habe "wahrscheinlich ihren Job nach Gesetz" gemacht, doch demnächst werde man entweder zwei Maschinen chartern oder erst am Folgetag abreisen.

Nach über 400 Bundesliga-Minuten ohne Torerfolg war Timo Werner wieder erfolgreich. Bisher hatte nur er für Leipzig in der Veltins-Arena treffen können, am Samstagabend kamen vier weitere Mitspieler dazu.

"Die Durststrecke war da, die war in der Hinrunde auch schon da", so der 23-Jährige, der in 33 Pflichtspielen nun schon auf 37 Torbeteiligungen blicken kann. "Hoffentlich geht es noch weiter." Das zwischenzeitliche 2:0 sei "der Frust von vier Spielen" ohne Tor gewesen.

Gegen Bayern habe er "kläglich versagt" und einen möglichen Sieg vergeben. "Ich bin in vielen Spielen nicht in Torsituationen gekommen. Deswegen musste er mal wieder rein, damit ich meinen Seelenfrieden wieder habe."

2:0: Timo Werner (2.v.l.)
2:0: Timo Werner (2.v.l.)  © Guido Kirchner/dpa
3:0: Marcel Halstenberg.
3:0: Marcel Halstenberg.  © picture point/Sven Sonntag
Und noch mal...
Und noch mal...  © picture point/Sven Sonntag
4:0: Angelino.
4:0: Angelino.  © picture point/Sven Sonntag
Der Jubel galt seinem Jungen.
Der Jubel galt seinem Jungen.  © Guido Kirchner/dpa
5:0: Emil Forsberg (l.). Da freute sich bestimmt auch Frau Shanga.
5:0: Emil Forsberg (l.). Da freute sich bestimmt auch Frau Shanga.  © picture point/Sven Sonntag
Christopher Nkunku (r.) war der Mann des Abends. Er bereitete alle vier Treffer in Durchgang zwei vor.
Christopher Nkunku (r.) war der Mann des Abends. Er bereitete alle vier Treffer in Durchgang zwei vor.  © Guido Kirchner/dpa

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