0:0! RB Leipzig vergibt reihenweise Chancen und lässt wichtige Punkte liegen

Leipzig - RB Leipzig hat am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga Verfolger Eintracht Frankfurt auf Distanz gehalten. Im direkten Duell trennten sich die Teams 0:0-Unentschieden. Vor 38.330 Fans in der Red Bull Arena waren die Bullen vor allem im zweiten Durchgang deutlich überlegen, erzielten aber kein Tor. Damit bleiben die Sachsen fünf Punkte vor den Hessen auf Rang vier.

Deutlich signalisierten die Anhänger im Fansektor B, dass aufgrund einiger Unstimmigkeiten zwischen Fanszene und Verein Klartext gesprochen werden muss. Dies kündigte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff auch für kommende Woche an.
Deutlich signalisierten die Anhänger im Fansektor B, dass aufgrund einiger Unstimmigkeiten zwischen Fanszene und Verein Klartext gesprochen werden muss. Dies kündigte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff auch für kommende Woche an.  © Picture Point/R. Petzsche

Nachdem RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff angekündigt hatte, sich nach der Fan-Kritik am Verein in der kommenden Woche mit Vertretern aller offizieller Fanclubs treffen zu wollen, wurde im Sektor B ein Banner mit der Aufschrift: "Wer viel verspricht, vergisst auch viel. Wir müssen reden - Dialog jetzt!" gezeigt. Es herrscht also dringender Redebedarf.

Sportlich hatte die dezimierte Leipziger Abwehr die schwere Aufgabe, Frankfurts "magisches Dreieck" (Jovic, Rebic, Haller) zu stoppen und den 5-Punkte-Vorsprung vor der SGE mindestens zu halten.

In statistisch gesehen vollkommen ausgeglichenen ersten 45 Minuten hatten Frankfurts Filip Kostic (25.) und Leipzigs Marcel Sabitzer (36.) bei bestem Fußballwetter die größten Chancen.

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Roten Bullen die Gäste beinahe nach Belieben, brachten den Ball aber mehrfach in aussichtsreicher Position nicht hinter die Linie.

Werner zurück in der Startelf - SGE beginnt mit Jovic, Rebic und Haller

Eine der besten Gelegenheiten der ersten Halbzeiten: RB-Torhüter Péter Gulácsi hielt einen Freistoß von Filip Kostic.
Eine der besten Gelegenheiten der ersten Halbzeiten: RB-Torhüter Péter Gulácsi hielt einen Freistoß von Filip Kostic.  © Picture Point/R. Petzsche

Nach dem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Wolfsburg nahm Ralf Rangnick drei Veränderungen vor: Nordi Mukiele, Stefan Ilsanker und Timo Werner begannen für Ibrahima Konaté (Gelbsperre), Tyler Adams und Matheus Cunha (beide Bank).

Die ersten Angriffsversuche fanden in den zehn Anfangsminuten noch nicht den jeweils passenden Abnehmer. Gefährlich wurde es für das Frankfurter Gehäuse erstmals in der 7. Minute, als Innenverteidiger Stefan Ilsanker nach einer Ecke über die Latte köpfte.

Nach einer Viertelstunde wurde es nach einem langen Ball auf Luka Jovic gefährlich. Freistehend kam der Serbe nicht an Péter Gulácsi vorbei - es wäre aber ohnehin Abseits gewesen (15.).

Bei einem weiteren langen Ball auf Jovic traf ihn Willi Orban beim Klärungsversuch mit dem Fuß am Kopf. Beim anschließenden Freistoß aus 20 Metern parierte Gulácsi erneut stark gegen Kostic (25.).

Da sich die Leipziger aus dem Spiel heraus Mitte der ersten Halbzeit kaum zu einer Chance kombinieren konnten, versuchte sich Marcel Sabitzer mal mit einem Weitschuss - keine Gefahr für Kevin Trapp im Frankfurter Kasten (36.).

Bis zum Sechzehner passte sich RB teilweise sehenswert vor, der letzte präzise Pass fehlte jedoch oder kam nicht bis zum Gegenspieler durch. Zum Unmut der Zuschauer schickte Guido Winkmann in seinem ersten RB-Heimspiel die Teams pünktlich in die Kabinen und ließ den letzten Leipziger Eckball nicht mehr ausführen.

RB bekommt den Ball nicht rein - Frankfurt feiert glücklichen Punkt

Nach einer Flanke sprang Marcel Halstenberg höher als Martin Hinteregger, kam vor Keeper Kevin Trapp an den Ball, köpfte aber drüber.
Nach einer Flanke sprang Marcel Halstenberg höher als Martin Hinteregger, kam vor Keeper Kevin Trapp an den Ball, köpfte aber drüber.  © Picture Point/R. Petzsche

Der erste gute Angriff der zweiten Halbzeit gehörte den Gastgebern: Der agile Konrad Laimer sprintete auf dem linken Flügel nach vorn, passte auf (den im Abseits stehenden) Werner. Der Stürmer schob den Ball aber nicht nur an Trapp sondern auch am Tor vorbei (49.).

Kurz darauf flankte Lukas Klostermann von rechts in den Strafraum, Marcel Halstenbergs Kopf war vor Trapps Händen am Ball, doch er ging drüber (51.).

Es grenzte an ein Wunder, dass die SGE 15 Minuten nach Wiederanpfiff noch immer ein 0:0 halten konnte. Sowohl Orbans Versuch nach Ecke sehenswert per Hacke als auch Werners per Kopf direkt im Anschluss landeten nicht hinter der Linie (61.).

Und auch Sabitzers zweiter Weitschuss des Spiels war brandgefährlich, er prallte vom Pfosten zurück an Trapps Beine, Werners Heber im Anschluss landete neben dem Gehäuse (66.).

Frankfurt sollte in der zweiten Halbzeit zu einer Torchance kommen, doch der eingewechselte Mijat Gacinovic schob an Gulácsis Kasten vorbei. Die SGE kommt insgesamt mit einem blauen Auge davon und erkämpft sich irgendwie einen Punkt.

Nächsten Samstag sind die Roten Bullen beim VfB Stuttgart gefordert. Anstoß in der Mercedes-Benz Arena ist ebenfalls 15.30 Uhr (Sky live).

Fehlte gegen die SGE das Glück im Abschluss: Nationalstürmer Timo Werner.
Fehlte gegen die SGE das Glück im Abschluss: Nationalstürmer Timo Werner.  © Picture Point/S. Sonntag

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0