RB Leipzigs Werner zum FC Bayern? Was dafür spricht und was dagegen

Leipzig - Sommerliche Trennung oder ewige Liebe? Timo Werners Beziehungsstatus gegenüber seiner zweieinhalbjährigen Affäre RB Leipzig ist derzeit ungewiss. Was spricht dafür, dass der 22-jährige Nationalstürmer bei den Bullen bleibt - und was für einen langfristigen Seitensprung zum FC Bayern München?

Mit seiner Pfeilschnelligkeit wäre Timo Werner (22) selbst dann ein Kandidat bei den Bayern, wenn Robert Lewandowski bleiben sollte. Dann könnte er die möglicherweise scheidenden Arjen Robben und Franck Ribéry auf Außen ersetzen.
Mit seiner Pfeilschnelligkeit wäre Timo Werner (22) selbst dann ein Kandidat bei den Bayern, wenn Robert Lewandowski bleiben sollte. Dann könnte er die möglicherweise scheidenden Arjen Robben und Franck Ribéry auf Außen ersetzen.  © Picture Point

DAS SPRICHT FÜR EINEN WECHSEL ZUM FCB:

  • Sein seit Ende 2018 vorliegendes unterschriftsreifes und deutlich höher dotiertes Angebot einer Vertragsverlängerung hat Werner bis heute nicht unterzeichnet.
  • Sollte er das Angebot bis spätestens zum Ende der laufenden Saison nicht unterschreiben, wird er verkauft. Das hatte RB-Boss Oliver Mintzlaff (43) mehrfach betont (TAG24 berichtete). Einen ablösefreien Wechsel zum Vertragsende 2020 kann sich selbst der von Red Bull unterstützte Verein nicht erlauben.
  • Werners Berater Karlheinz Förster soll sich laut "Sportbild" mit dem Rekordmeister bereits über einen Vertrag geeinigt haben.
  • Ein klares Bekenntnis zu RB vermied er stets, sagte nur, dass er "hier zweieinhalb sehr schöne Jahre erlebt" habe.
  • Ein Bekenntnis zum FCB gab es indes schon. "Wenn man bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es nur einen Verein, wo man hinwechseln kann", hatte er nach der 0:1-Pleite in der Allianz Arena am 19. Dezember gesagt (TAG24 berichtete).
  • Sollte der Rekordmeister Topstürmer Robert Lewandowski (30) im Sommer abgeben, wäre Timo Werner (vor allem als Deutschlands Nationalstürmer Nummer 1) natürlich erste Wahl.
  • Selbst wenn Lewandowski bleibt, würden die Bayern den 22-Jährigen wohl mit Kusshand nehmen. Denn sollten die auslaufenden Verträge mit den Außenstürmer-Oldies Arjen Robben und Franck Ribéry (beide 35) nicht verlängert werden, könnte Werner auch die Position auf Links- oder Rechtsaußen einnehmen.
In 102 Pflichtspielen für RB Leipzig bringt es Werner auf 55 Tore und 20 Vorlage - eine starke Ausbeute.
In 102 Pflichtspielen für RB Leipzig bringt es Werner auf 55 Tore und 20 Vorlage - eine starke Ausbeute.  © Picture Point

DAS SPRICHT FÜR EINEN VERBLEIB IN LEIPZIG:

  • Für den Fall, dass Lewandowski über den Sommer hinaus in München bleibt, hätte Werner dort keine Stammplatzgarantie - zumindest nicht in der Sturmspitze.
  • Der gebürtige Stuttgarter hat den Sachsen viel zu verdanken. Nach seinem Wechsel 2016 von Jugendverein VfB an die Pleiße reifte er am Cottaweg zum Nationalstürmer, ist nicht nur für Bundestrainer Jogi Löw (59), sondern auch für den derzeitigen RB-Trainer Ralf Rangnick (60) unverzichtbar.
  • Nach Bekanntwerden des Wechsels von Coach Julian Nagelsmann im Sommer 2019 sagte Werner, dass er mindestens ein Jahr unter dem 31-Jährigen spielen wolle. Also bis 2020.
  • Für seine persönliche Entwicklung wären zwei, drei weitere Jahre bei den ambitionierten Roten Bullen sicher nicht unklug. Ein komplett gereifter Weltklassestürmer ist er eben auch noch nicht.

In den kommenden Wochen und maximal Monaten wird es eine Entscheidung über die Zukunft von Timo Werner geben. Klar ist aber auch: Je länger er mit der Vertragsunterschrift in Leipzig wartet, desto unwahrscheinlicher ist ein Verbleib in Sachsen.

UPDATE, 13 Uhr: RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hat eine kolportierte Einigung von Nationalstürmer Timo Werner mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern dementiert. "Eine mögliche Einigung kann es für 2019 unmöglich geben. Dazu müssten wir einverstanden sein, und das sind wir nicht. An uns ist von den Bayern auch noch niemand herangetreten", sagte Rangnick am Freitag.

Dass Werner 2020 ablösefrei geht, schloss Rangnick nochmals vehement aus. "Einen Fall wie Leon Goretzka und Robert Lewandowski wird es zwischen uns und Timo Werner nicht geben. Diese Option existiert nicht und über dieses Szenario brauchen wir gar nicht sprechen", sagte Rangnick.

Wenn sich Werner, dem seit Weihnachten ein neues RB-Angebot vorliegt, für einen Wechsel entscheide, dann sollen "sich Vereine, die ihn haben wollen, im Sommer melden und dann werden wir eine faire, einvernehmliche Lösung finden. Alles andere ist keine Option", sagte Rangnick.

Packt die Nummer 11 noch weitere Jahre in Leipzig drauf oder endet die Beziehung im Sommer?
Packt die Nummer 11 noch weitere Jahre in Leipzig drauf oder endet die Beziehung im Sommer?  © Picture Point

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