Verlässt Timo Werner RB Leipzig? "Es gibt nur einen Verein!"

München - RB Leipzigs knappe 0:1-Niederlage beim FC Bayern München nach starker kämpferischer Leistung rückte nach dem Abpfiff ganz flott in den Hintergrund. Grund waren Aussagen von RB-Stürmer Timo Werner, der noch immer ein Geheimnis um seine Zukunft macht. Nun hat er klare Worte über einen möglichen Wechsel gefunden.

Nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung beim FC Bayern sah Stefan Ilsanker die Rote Karte.
Nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung beim FC Bayern sah Stefan Ilsanker die Rote Karte.  © Picture Point/K. Dölitzsch

Franck Ribérys Tor in der 83. Minute war der Siegtreffer für den FC Bayern im Verfolgerduell gegen RB Leipzig. "Bis der Ball zu Ribéry kam, ist wieder viel schief gelaufen. Eigentlich hatten wir die Situation geklärt", sagte Timo Werner am Sky-Mikrofon. "Trotzdem" habe er ein "gutes Spiel" seiner Mannschaft in der Allianz Arena gesehen.

Für Frust sorgte mal wieder ein Platzverweis gegen die Roten Bullen. Nachdem Leipzig schon in den beiden vorherigen Duellen in München das Spiel nur mit zehn Mann beendet hatte, erwischte es diesmal Stefan Ilsanker nach einem harten Foul an Thiago. Weil Renato Sanches den Österreicher im Anschluss schubste, flog auch er vom Platz. Werner: "Dass eine Rote Karte in München zur Tradition für uns wird, haben wir uns so nicht vorgestellt. Natürlich war das überflüssig."

Um den 22-Jährigen ranken sich seit geraumer Zeit Wechselgerüchte. Am deutschen Nationalspieler sollen mehrere europäische Topklubs dran sein. Und auch der FC Bayern soll ihn schon als möglichen Ersatz für Robert Lewandowski (30) auf dem Zettel haben.

Timo Werner: "Es gibt nur einen Verein, wo man hinwechseln kann"

Er zeigt es an: "Nur einen Verein" gibt es in den Überlegungen von Timo Werner, sollte er RB Leipzig tatsächlich verlassen.
Er zeigt es an: "Nur einen Verein" gibt es in den Überlegungen von Timo Werner, sollte er RB Leipzig tatsächlich verlassen.  © Picture Point/S. Sonntag

Der gebürtige Stuttgarter verspüre derzeit keinen Zeitdruck, sich in den nächsten Tagen final über seine Zukunft zu entscheiden. RB will seit Monaten mit dem Offensivtalent verlängern, biss sich bislang jedoch die Zähne aus.

Werners Vertrag in Sachsen läuft im Sommer 2020 aus. Laut Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick (60) liegt dem 22-Jährigen ein "unterschriftsreifer" und sicherlich auch deutlich höher dotierter Vertragsentwurf vor. Der Ball ist also auf Werners Seite, der sich "alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und im neuen Jahr entscheiden" will.

RB Leipzig sei in seinen Überlegungen ein großer Faktor. Immerhin habe er hier zweieinhalb "sehr schöne Jahre" erlebt. Dass jedoch auch andere Mannschaften im Rennen um den Nationalstürmer sind, steht außer Frage.

Und dann wird Timo Werner noch richtig deutlich: "Man hat seine Favoriten liegen. Wenn man bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, gibt es nur einen Verein wo man hinwechseln kann." Auf die Aussage des Sky-Reporters hin, dass dies dann die Bayern seien, sagte Werner: "Das wäre eine Schlussfolgerung, ja."

Der 22-Jährige hatte allerdings schon einmal gesagt, mindestens ein Jahr unter Leipzigs kommenden Trainer Julian Nagelsmann (31, kommt im Sommer von der TSG Hoffenheim) spielen zu wollen. Wollen die Sachsen mit Werner noch Geld verdienen, er selbst aber nicht verlängern, müssten sie ihn im kommenden Sommer abgeben.

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