RB Leipzigs Topstürmer Werner nach Liverpool? "Es spricht vieles dafür..."

Leipzig - Monatelang rankten sich im ersten Halbjahr 2019 die Gerüchte um einen Abgang von Timo Werner (23). Nachdem er überraschend seinen auslaufenden Vertrag bei RB Leipzig verlängerte, wird ein Jahr später erneut spekuliert. Diesmal gilt nicht der FC Bayern als Abnehmer, sondern Jürgen Klopps FC Liverpool.

Darf sich Liverpool-Coach Jürgen Klopp bald über einen neuen Bundesliga-Stürmer freuen?
Darf sich Liverpool-Coach Jürgen Klopp bald über einen neuen Bundesliga-Stürmer freuen?  © Adam Davy/PA Wire/dpa

"Natürlich beschäftigen sich viele große Vereine mit Timo Werner", verkündete Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (44) ganz offen.

Der mit 21 Bundesligatreffern erfolgreichste deutsche Stürmer wird mittlerweile immer konkreter mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht. Zumindest würde ihm der Spielstil schon mal besser liegen als beim FCB.

Sky-Experte Lothar Matthäus (58) kennt Werners aktuelle Situation sehr gut und schwelgt beim Pay-TV-Sender in Erinnerungen aus den 80ern.

"Ein Auslandsengagement gibt dir noch mal einen Push wie bei mir 1988. Ich hab bei Bayern München gespielt, einem Topverein, aber Inter Mailand hat mich dann noch mal so ein bisschen nach oben gebracht, mich noch mal zu beweisen in einem anderen Land mit einer anderen Sprache", so der deutsche Rekordnationalspieler (150 Partien).

Der schnelle Timo Werner könne mit seinen Dribblings von außen "auf jeder Position in der Offensive spielen", so Matthäus, "ob er dann mal für Firmino im Zentrum spielt, für Salah oder Mané", blickt er schon mal auf die möglichen Mitspieler voraus.

Werner bestätigt: "Es spricht vieles dafür!"

Mit 21 Toren ist Timo Werner hinter Robert Lewandowski der zweitbeste Ligastürmer. Das weckt Begehrlichkeiten.
Mit 21 Toren ist Timo Werner hinter Robert Lewandowski der zweitbeste Ligastürmer. Das weckt Begehrlichkeiten.  © picture point/Sven Sonntag

Angesprochen auf die seit Wochen andauernden und sich offenbar zuspitzenden Gerüchte, erklärte der Hauptdarsteller am Sky-Mikrofon seine Situation.

"Letztes Jahr waren es nur die Bayern, jetzt auch durch das Spiel in Tottenham ist Liverpool mit hochgekommen. Wir haben dort mit den besten Trainer der Welt mit Jürgen Klopp, der deutsch ist. Es spricht vieles dafür, dass ich da auch mit meiner Spielweise gut hinpassen würde."

Allerdings mache er sich darüber "keine Gedanken, weil wir gerade noch zu viel mit Leipzig zu tun haben." NOCH, genau. Nach der Saison sieht das schon ganz anders aus. "Es ist schwer, sich darüber Gedanken zu machen, wo man nächstes Jahr spielt, wenn man im Hier und Jetzt lebt und da Gas geben will."

Zunächst wolle er sich nach dem 34. Spieltag Mitte Mai auf die anstehende Europameisterschaft konzentrieren, wird bei Bundestrainer Joachim Löw sicherlich im Sturmzentrum oder auf dem Flügel gesetzt sein. "Was darüber hinausgeht, darüber muss man sich nach der Saison Gedanken machen."

Dass Vereine ob seiner kolportierten Ausstiegsklausel, die im Sommer bei etwa 60 Millionen Euro liegen soll, anklopfen, darum macht der 23-Jährige keinen Hehl. Namen will er aber nicht nennen. "Trotzdem bin ich froh, bei Leipzig zu sein und bin froh für die vier Jahre. Lothar weiß, wie man sich darüber Gedanken macht und trotzdem seine Leistung bringt."

Die kann er nächste Woche Sonntag (15.30 Uhr/Sky) wieder zeigen, wenn Bayer Leverkusen zu Gast in der Red Bull Arena ist.

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