Sané-Schock: Muss RB Leipzig jetzt den Bayern-Angriff auf Werner fürchten?

Leipzig - Wen holen die Bayern im Sommer noch an die Säbener Straße? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Medien und die Fans des Rekordmeisters, auch der FCB selbst scheint aktuell nicht so recht weiter zu wissen. Nach der kürzlichen schweren Verletzung von Wunschspieler Leroy Sané (23) muss sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic erneut umsehen - und könnte demnächst in Leipzig vorstellig werden.

Leroy Sané verletzte sich am Sonntag im englischen Supercup gegen den FC Liverpool schwer, verdrehte sich das Knie und riss sich das Außenkreuzband an.
Leroy Sané verletzte sich am Sonntag im englischen Supercup gegen den FC Liverpool schwer, verdrehte sich das Knie und riss sich das Außenkreuzband an.  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Denn schon seit Monaten ranken sich Gerüchte um ein Interesse des deutschen Branchenkrösus an Nationalstürmer Timo Werner (23), dessen Vertrag bei RB Leipzig im Sommer 2020 ausläuft. Verlängern will er seit Dezember nicht.

Der mittlerweile geschiedene Bullen-Sportdirektor Ralf Rangnick (61) und der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff (43) betonten wechselseitig immer wieder, dass man den 23-Jährigen in diesem Sommer verkaufen wolle, sollte er seinen Kontrakt (zu deutlich erhöhten Bezügen) nicht ausdehnen wollen.

Nach dem seit Wochen spekulierten Interesse der Bayern an Manchester Citys Leroy Sané wurde es aber wieder ruhiger um Werner. Nun ist Sané aber verletzte, riss sich das vordere Kreuzband im Community Shield gegen Liverpool (5:4 i.E.) an. Ausfallzeit: etwa ein halbes Jahr.

Schwer vorstellbar, dass der FCB den 21-maligen deutschen Nationalspieler dennoch verpflichten will. Vielmehr dürfte sich Salihamidzic mit anderen Kickern beschäftigen. Ivan Perisic (Inter Mailand), Steven Bergwijn (PSV Eindhoven) und Philippe Coutinho (FC Barcelona) sind im Gespräch. Und eben Timo Werner, der neben dem Sturmzentrum auch die Außen bedienen kann.

Nagelsmann: "Habe keine Signale empfangen"

Timo Werner (23) erzielte in den Testspielen der Vorbereitung keinen einzigen Treffer. Ist er in Gedanken schon bei seinem nächsten Arbeitgeber?
Timo Werner (23) erzielte in den Testspielen der Vorbereitung keinen einzigen Treffer. Ist er in Gedanken schon bei seinem nächsten Arbeitgeber?  © Picture Point/Gabor Krieg

Am Freitag nun meldete sich RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann in der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel beim VfL Osnabrück (Sonntag, 15.30 Uhr, Sky) zu Wort - wenn auch zurückhaltend und geheimnisvoll.

"Ich hab keine Signale empfangen", sagte der 32-Jährige auf die Frage, ob sich der FC Bayern nach der Sané-Verletzung (erneut) nach Werner erkundigt hätte. "Ich habe eine klare Absprache mit Markus Krösche, dass ich mit den ganzen Transferthemen erst mal nichts zu tun haben will."

Abgesprochen werden sie mit dem Coach natürlich dennoch. Aber in Sachen Timo Werner soll sich seinen Aussagen nach noch nichts getan haben. "Aber natürlich, wenn was kommt, bekomme ich eine Wasserstandsmeldung. Aber heute habe ich noch keine gekriegt."

Was die Bayern nach dem Sané-Schock nun machen, wisse er nicht. "Ich steck' da nicht so tief drin in dem Klub, dass ich eine Vorahnung habe, was sie machen", so Nagelsmann. Timo Werner bewerte er - das betonte der 32-Jährige schon einmal - sportlich. "Und ich bewerte das, was er hier macht, versuche ihn zu verbessern. Er ist mein Spieler. Alles, was da kommt, kann ich eh nicht beeinflussen."

Knapp drei Wochen ist das Transferfenster in der Bundesliga noch geöffnet. Genug Zeit für die Bayern, eine Alternative zu Leroy Sané zu finden. Wenn sie es nicht schon getan haben.

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