Dank Captain Orban! RB Leipzig rettet Punkt gegen Nagelsmann

Leipzig - RB Leipzig hat den Sprung auf Platz drei der Bundesliga verpasst. Die Sachsen mussten sich am Montagabend mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen die TSG 1899 Hoffenheim begnügen. Vor 33.569 Zuschauern brachte Andrej Kramaric (22.) die Gäste in Führung, ehe Willi Orban (89.) spät ausgleichen konnte.

Später Jubel zu einem am Ende verdienten Punkt: Coach Ralf Rangnick freut sich über den 1:1-Ausgleich.
Später Jubel zu einem am Ende verdienten Punkt: Coach Ralf Rangnick freut sich über den 1:1-Ausgleich.  © DPA

Zweimal hatte Leipzigs baldiger Coach Julian Nagelsmann nach der Bekanntgabe seines Wechsels nach Sachsen gegen die Bullen gespielt, zweimal hatte er verloren (1:2 in der Liga, 0:2 im Pokal).

Ohne den erkrankten Timo Werner, dafür wieder mit Spielmacher Kevin Kampl auf der Bank, ging der Tabellenvierte in sein erstes Montagabendspiel der Saison.

Es war eine schwierige und zunächst von wenig Torchancen geprägte Partie, in der die TSG nicht unverdient nach 22 Minuten durch Andrej Kramaric in Führung ging.

RB steigerte sich in der zweiten Halbzeit mehr und mehr, Kapitän Willi Orban hatte den Ausgleich auf dem Kopf, scheiterte aber an Torhüter Oliver Baumann (54.).

Orban machte ihn dann aber doch noch, den verdienten Ausgleich für die Sachsen. In der 89. Minute vollendete er eine Vorlage von Marcel Halstenberg.

Damit verpassen Rangnicks Jungbullen erstmals seit dem 13. Spieltag Anfang Dezember wieder den Sprung auf den dritten Platz, sind aber nur noch einen Punkt hinter Borussia Mönchengladbach.

Werner fehlt krank - Kampl wieder im Kader

Die Hoffenheimer Führung: Joelintons Schuss konnte von Péter Gulácsi gehalten werden, am linken Pfosten stand Andrej Kramaric aber richtig und schob ein.
Die Hoffenheimer Führung: Joelintons Schuss konnte von Péter Gulácsi gehalten werden, am linken Pfosten stand Andrej Kramaric aber richtig und schob ein.  © Picture Point

Nach seinem Doppelpack im Pokal gegen Hoffenheim, fehlte Werner am Montagabend erkrankt, für ihn lief Matheus Cunha auf. Immerhin konnte Spielmacher Kampl nach einem Monat Verletzungspause wieder auf der Bank Platz nehmen.

In den ersten 17 Minuten kam keine der beiden Mannschaften entscheidend nach vorn. Die Abwehrreihen standen sattelfest, Torschüsse waren Fehlanzeige.

Dann aber klingelte es - in Péter Gulácsis Tor. Diego Demme verlor den Ball an der Mittellinie, die TSG spielte schnell nach vorn auf Ishak Belfodil, der im Strafraum weiter auf Joelinton legte. Der Brasilianer schoss, Gulácsi wehrte zur Seite vor die Füße von Kramaric ab, der nur noch einschieben musste - 0:1 (22.).

Die Hausherren hatten große Probleme, das eigene Offensivspiel durchzubringen und sich Chancen herauszuspielen. Gefährlich wurde es erst nach einer verunglücken Ballannahme von Florian Grillitsch. Doch der Österreicher machte seinen Fehler wieder gut, stibitzte den unauffälligen Cunha den Ball in höchster Not vom Fuß (34.).

Mit nur zwei (ungefährlichen) Torschüssen verließen die Leipziger Spieler nach 45 Minuten den Rasen. Da musste im zweiten Durchgang mehr kommen.

Orban hat das 1:1 erst auf dem Kopf, macht's dann spät mit dem Fuß

Da ist es passiert: Willi Orban rutscht in den Pass von Marcel Halstenberg, überwindet Oliver Baumann zum 1:1.
Da ist es passiert: Willi Orban rutscht in den Pass von Marcel Halstenberg, überwindet Oliver Baumann zum 1:1.  © Picture Point

Ralf Rangnick brachte nach dem Seitenwechsel Tyler Adams für Stefan Ilsanker, stellte damit endgültig auf eine Viererkette um.

Leipzigs Spiel verbesserte sich zunehmend, der Trainer hatte in der Kabine offenbar die richtigen Worte gefunden. So hatte die Arena schon den Torjubel auf den Lippen, als nach einer Flanke Kerem Demirbay den Ball unfreiwillig verlängerte und Orban plötzlich freistehend köpfte, doch Keeper Baumann parierte glänzend (54.).

Nach einer Stunde wurde Kampl eingewechselt, der direkt einen tollen Pass auf Cunha spielte, doch der Stürmer schoss in den Leipziger Abendhimmel (62.).

Und auch die Hereinnahme von Jean-Kévin Augustin (für den heute schwachen Cunha) machte sich gleich bezahlbar: Aus dem Fußgelenk schlug er eine maßgerechte Flanke auf Lukas Klostermann, der komplett ungedeckt allerdings weit am Tor vorbeischoss (78.). Marcel Sabitzers Schuss wurde kurz darauf gerade noch abgeblockt (80.).

In der 85. Minute hatte der eingewechselte Hoffenheimer Ádám Szalai die Entscheidung auf dem Kopf, scheiterte aber an Gulácsis linker Hand. Und auf der Gegenseite machte Leipzig den (mittlerweile verdienten) Ausgleich. Sabitzer passte stark links raus auf Marcel Halstenberg, der Orban am Elfmeterpunkt perfekt bediente - 1:1 (89.). Und das war's!

Am kommenden Samstag ist RB Leipzig bei Schlusslicht 1. FC Nürnberg gefordert. In der Hinrunde gab's einen deutlichen 6:0-Erfolg (TAG24 berichtete).

Sicherte den Bullen immerhin einen Punkt: Kapitän Willi Orban.
Sicherte den Bullen immerhin einen Punkt: Kapitän Willi Orban.  © Picture Point

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