RB Leipzig schon bereit für den Pokalsieg? "Wieso sollten wir das nicht schaffen?"

Leipzig - Durch den 2:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim ist RB Leipzig am Mittwochabend das erste Mal nach vier Jahren wieder der Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale gelungen. In der Euphorie über einen erneut vor allem defensiv starken Auftritt gewährte ein Spieler einen Blick auf seinen Wunschzettel.

Siegerfäuste im Trainergespann: Robert Klauß (l.) und Ralf Rangnick ziehen mit RB Leipzig erstmals seit vier Jahren und das zweite Mal überhaupt ins Pokal-Achtelfinale ein.
Siegerfäuste im Trainergespann: Robert Klauß (l.) und Ralf Rangnick ziehen mit RB Leipzig erstmals seit vier Jahren und das zweite Mal überhaupt ins Pokal-Achtelfinale ein.  © Picture Point

Diego Demme, seit Januar 2014 im Dress der Roten Bullen, durfte sich mit seinem Team am Mittwoch über den Sieg gegen Hoffenheim und den Einzug ins Achtelfinale freuen. Der 26-Jährige blickte nach dem Abpfiff zurück auf die letzte Saison und auf den überraschenden Frankfurter Pokalsieg gegen den FC Bayern. "Wieso sollten wir das nicht schaffen?", fragte Demme.

Vier Siege fehlen noch, um den DFB-Pokal erstmals in die Berliner Luft zu strecken. Aber bis dahin ist es noch ein weiter und vor allem harter Weg. Denn erstmals seit 32 Jahren zogen nur Erst- und Zweitligisten in die Runde der letzten 16 Teams ein. Mit Holstein Kiel (2:1 gegen Freiburg) schaffte nur eine Mannschaft eine Überraschung gegen einen höherklassigen Verein.

Zurück zum Leipziger Erfolg vom Mittwoch. Der war laut Trainer Ralf Rangnick "für den Zuschauer nicht von hohem Unterhaltungswert". Besonders die erste Halbzeit verlief beidseitig sehr abwartend. Vom Powerfußball, den man von beiden Teams kennt, war nichts zu sehen.

Werner ist der Matchwinner - Sorgen um drei Verletzte

Doppeltorschütze Timo Werner (r.) nimmt Glückwünsche seiner Teamkollegen Kevin Kampl (l.) und Yussuf Poulsen entgegen. Wenn er trifft, dann doppelt.
Doppeltorschütze Timo Werner (r.) nimmt Glückwünsche seiner Teamkollegen Kevin Kampl (l.) und Yussuf Poulsen entgegen. Wenn er trifft, dann doppelt.  © Picture Point

In der zweiten Halbzeit wurde mit Doppelpacker Timo Werner quasi der Sieg eingewechselt. Der 22-Jährige traf innerhalb von acht Minuten zweimal und bugsierte RB gegen seinen künftigen Trainer Julian Nagelsmann (3:1) in die nächste Runde.

Bemerkenswert: Es war bereits der dritte Doppelpack für den deutschen Nationalstürmer. Gegen Hannover (3:2) und Nürnberg (6:0) traf er auch schon zweifach. Und das war auch gegen Hoffenheim so. Wenn Werner trifft, trifft er doppelt.

"Was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war das bislang beste, was wir in der Saison gesehen haben", sagte Rangnick, der mit Schalke 04 ja schon einmal den Pott geholt hat. 2011 gewannen die Königsblauen gegen den MSV Duisburg 5:0.

Der Schlüssel zum Erfolg gegen Hoffenheim war erneut eine enorm stark und gegen den Ball agierende Abwehr. Zum nun schon fünften mal in Folge blieben die Sachsen ohne Gegentor, in den letzten neun Partien gab es gerade einmal drei. Demme: "Es tut uns gut, dass wir hinten wenig zulassen. Das gibt uns Selbstvertrauen."

Kleine Sorgenfalten dürfte Coach Rangnick angesichts gleich drei verletzter Spieler haben. Kevin Kampl, der eine Fußprellung erlitt und mit Eispackung in die Kabine humpelte sowie Diego Demme (Oberschenkelprellung) dürften jedoch für das Bundesligaspiel bei Hertha BSC am Samstag (18.30 Uhr/Sky) wieder fit werden. Übler hat es da Jean-Kévin Augustin getroffen. Der Stürmer musste in der Halbzeit mit muskulären Problemen in den Adduktoren ausgewechselt werden. Ein Einsatz in Berlin ist unwahrscheinlich.

Diego Demme in der Luft: Er gehört zum absoluten Stammpersonal bei RB Leipzig. Geht es nach ihm, ist sein Klub bereit für den Titelgewinn.
Diego Demme in der Luft: Er gehört zum absoluten Stammpersonal bei RB Leipzig. Geht es nach ihm, ist sein Klub bereit für den Titelgewinn.  © Picture Point

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